Menstruationsbeschwerden homöopathisch behandeln

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin | Unsere Quellenangaben | letzte Aktualisierung: 26.09.2018

Abbildung zu Menstruationsbeschwerden
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Ist von Menstruationsbeschwerden die Rede, dann werden damit eine ganze Reihe von unterschiedlich ausgeprägten Symptomen zusammengefasst die vor, während, und in einigen Fällen sogar kurz nach der Menstruation der Frau auftreten können. Der medizinische Begriff lautet Dysmenorrhoe. Sie wird in primäre und sekundäre Regelschmerzen unterschieden, wobei beide die gleichen Symptome zeigen.

Homöopathische Mittel helfen sanft und ohne Nebenwirkungen bei Menstruationsbeschwerden.

Unterstützende homöopathische Mittel

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Menstruationsbeschwerden, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Aconitum
wenn die Periode zu spät einsetzt und eher schwach ist, ausgelöst durch einen grippalen Infekt oder Schock.
Belladonna
bei krampfartigen Unterleibsschmerzen vor und während der Periode mit starken, hellroten Blutungen. Patientin hat kalte Füße und einen heißen Kopf und ein Gefühl der Schwere im Unterleib.
Calcium phosphoricum
Menstruationsbeschwerden bei jungen Mädchen mit Rückenschmerzen und der Neigung zu Pickeln.
Cimicifuga
stechender, schießender Schmerz, der vom Unterbauch ausstrahlt und schon vor der Periode beginnt. Der Zyklus ist unregelmäßig mit eher starker Blutung. Patientin ist unruhig und neigt zu Melancholie.
Magnesium phosphoricum
plötzliche, kolikartige Schmerzen, die vor der Periode beginnen und schwächer werden, wenn die Blutung einsetzt. Der Schmerz hat einen wechselnden Charakter.
Natrium chloratum
schmerzhafte Periode bei eher unregelmäßigem Zyklus, häufig in Verbindung mit Kopf- oder Rückenschmerzen. Bei zu früher Periode ist die Blutung stark, bei zu später Perioder ist sie eher schwach. Patientin ist reizbar und depressiv.
Pulsatilla
unregelmäßige Periode, die auch ganz ausfallen kann oder mit sehr starken Blutungen und krampfartigen Schmerzen verbunden ist. Patientin verspürt Spannungsgefühle in den Brüsten oder Schweregefühle des Unterleibs. Besonders bewährt bei jungen Frauen mit spät einsetzender ersten Periode.
Phosphorus
hellrote, langanhaltende Blutungen mit der Neigung zu Nasenbluten. Der Zyklus kann durch starke Gefühle beeinflusst und dadurch unregelmäßig werden.
Bellis perennis
Die Regelblutung ist schmerzhaft und übermäßig, findet auch außerhalb des normalen Zyklus über einen längeren bis zweiwöchigen Zeitraum statt.
Medorrhinum
Häufger, schaumiger Weißfluss mit Geruchsbildung zwischen den Zyklen. Die Menstruationsblutung ist von der Konsistenz her sehr zäh und dunkel.
Hydrastis canadensis
Die Regelblutung ist unregelmäßig und lang andauernd. Es können zyklusunabhängige spontane Blutungen durch Myome auftreten.
Zincum metallicum
Die Regelblutung setzt zu früh ein, ist stark und schmerzhaft.
Lac caninum
Knotige Brüste bei zu früh einsetzender Regelblutung. Die Blutung wird von Durchfällen begleitet, vorher und nachher tritt Verstopfung auf.
Magnesium carbonicum
Die Regel setzt zu früh ein, mit langanhaltenden schmerzenden Gebärmutterkrämpfen. Während des Zyklus kommt es zu spontanen Unterleibskrämpfen, vor Einsetzen der Blutung zu Halsschmerzen und Magenbeschwerden.
Ferrum metallicum
Die Regelblutung ist stark und langanhaltend, setzt verfrüht ein. Eisenmangel als Folge überhöhter Monatsblutung.
Dioscorea villosa
Ausdauernde Unterleibskrämpfe während der Regelblutung.
Lilium tigrinum
Stockende, klumpige und dunkelrote Regelblutung, die nur bei Bewegung in Fluss gerät. Es kommt zu nervösen Herzbeschwerden, Brustschmerzen und ziehenden Schmerzen an den Eierstöcken. Die Gebärmutter scheint sich abzusenken.
Ammi visnaga
Gebärmutterkrämpfe und Migränekopfschmerz mit Übelkeit und Schwindel.
Agnus castus
Unregelmäßige, übermäßige oder sehr geringe Regelblutung mit schmerzhaften Krämpfen.
Cactus
Die Blutung setzt zu früh ein, ist klumpig und dunkel wie Pech. Gebärmutterkrämpfe, die bis in den Magen ziehen, bei gleichzeitig einschießenden spontanen Schmerzen in der Nierengegend.
China officinalis
Zu starke Blutungen und größere Zwischenblutungen.
Staphisagria
Bei Zahnschmerzen und geschwollenem, blutendem Zahnfleisch während der Periode. Die Blutung verläuft schmerzhaft, die Vagina juckt.
Sabina
Während der Periode treten Krämpfe auf, die vom Kreuz zum Schambein und bis in die Oberschenkel ziehen. Die Blutung ist übermäßig und hellrot.
Jodum
Ziehende Regelschmerzen im Bereich der Eierstöcke und scharf-blutiger, wundmachender Ausfluss. Die Periode ist unregelmäßig.
Allium sativum
Harte, schmerzhaft angeschwollene Brüste und starke Blutung. Regelschmerzen ziehen in den Oberschenkel.
Asarum europaeum
Regelblutung kommt drei Tage zu spät oder zu früh. Regelschmerzen, die das Atmen erschweren. Zwischen den Blutungen tritt gelber, zäher Ausfluss auf.
Damiana
Ausbleibende oder stark verminderte Regelblutung.
Ammonium carbonicum
Die Regelblutung dauert länger als sieben Tage (Menorrhagie), die Blutung ist sehr dunkel, ggf. klumpig. Am ersten Tag der Periode kommt es zu Durchfall. Auch bei unregelmäßiger und schmerzhafter Periode, vor allem bei kneifenden Unterleibsschmerzen und Appetitlosigkeit.
Cyclamen
Starke, sehr dunkle Regelblutung mit Klumpenbildung, ggf. Unterleibskrämpfe. Dennoch fühlt man sich wohl und erleichtert.
Millefolium
Geeignet für Patientinnen, die bei Hormontherapie unter starken Krämpfen leiden, insbesondere, wenn hier auch Wadenkrämpfe auftreten. Die Regelblutung ist schmerzhaft, von Weißfluss angekündigt. Bei festgestellten inneren Fibromen. Auch bei unregelmäßiger Periode.
Magnesium chloratum
Während der Periode kommt es zu Ausschlägen im Gesicht. Diese jucken, sind rund. Vor und am Anfang der Regelblutung leidet man unter Unterleibskrämpfen, ausstrahlend in Rücken und Beine. Die Blutung kann unregelmäßig auftreten (Metrorrhagie). Das Mittel hilft bei Reizbarkeit, die im Zuge der Menstruation auftreten kann. Es ist indiziert, wenn vor Einsetzen der Blutung verstärkt Weißfluss auftritt. Die Blutung selbst ist dunkel und nachts am stärksten. Beschwerdeverschlimmerung beim Gehen.
Moschus
Die Regelblutung kommt verfrüht, ist besonders schmerzhaft. Man empfindet Spannungen, Ziehen und Stoßgefühle, hat das Gefühl, als wolle sich der Darm parallel entleeren. Frauen im Klimakterium bluten nach Monaten unerwartet.
Aristolochia
Die Regelblutung kommt unregelmäßig, ist von heftigen Unterleibskrämpfen gezeichnet. Die Blutung kann verlängert, aber auch stark verkürzt erscheinen, dauert manchmal nur einen Tag an. Wenig Blut, das sich fast schwarz und klumpig zeigt. Vorab und zwischendurch weißlicher oder bräunlicher Ausfluss. Auch geeignet für Mädchen in der Pubertät.
Viburnum opulus
Heftige, wehenartige Unterleibskrämpfe, insbesondere in der Region der Eierstöcke, mit starken Rückenschmerzen und Ausstrahlung in die Oberschenkel. Die Blutung ist massiv, geht in großen Klumpen ab, als würde die Gebärmutter herausdrängen, riecht unangenehm. Oft setzt die Periode verfrüht oder verspätet ein.
Cicuta virosa
Reißende und ziehende Schmerzen am Steißbein. Bei verspätetem Einsetzen der Periode treten unterschiedlich lokalisierte Körperkrämpfe auf.
Kalium jodatum
Schmerzhafte Zuckungen und Krämpfe auf der rechten Seite, gesteigerter Harndrang, insbesondere vor Einsetzen der Periode. Das Gefühl, im Unterbauch zusammengepresst zu werden. Sehr dunkle, starke Blutung.
Platinum metallicum
Die Blutung setzt bis zu zwei Wochen verfrüht ein, begleitet von heftigen Krämpfen. Man schreit vor Schmerz. Langanhaltende, verstärkte Menstruation mit klumpigem, dunklem Blut. Auch bei Ausbleiben der Periode. Bevorzugtes Mittel, wenn die Beschwerden aufgrund psychischer Belastung entstehen.
Lac defloratum
Die Blutung setzt verspätet ein, ist sehr gering, das Blut dünn und entweder sehr hell oder sehr dunkel. Die Verzögerung tritt durch kalte Hände auf. Es schmerzt in der Region des linken Eierstockes, als wäre dort eine Wunde. Brennende Schmerzen im unteren Rücken und in den Leisten, die sich in die Oberschenkel ausdehnen und Taubheitsgefühl an den Außenseiten hervorrufen. Nacken und oberer Rücken drücken wie unter einer schweren Last.
Capsella bursa pastoris
Die Regelblutung setzt zu früh oder zu spät ein, ist übermäßig stark oder auffallend gering. Brust, Gebärmutter und Vagina schmerzen. Es kommt zu Zwischenblutungen.
Juglans regia
Der Zyklus ist verkürzt, die Blutung dunkelrot und klumpig.
Argentum metallicum
Kreuzschmerzen, die sich in den vorderen Unterbauch ausbreiten. Klumpiges Blut mit jaucheartigem Geruch.
Passiflora
Krampfartige Unterleibsschmerzen während der Menstruation.
Bovista
Bei der geringsten körperlichen Anstrengung treten dunkle Schmierblutungen auf. Während der Periode leiden die Frauen unter krampfartigen Unterleibsschmerzen, hauptsächlich nächtlichem Fließen der Blutung sowie morgendlichem Durchfall.
Erigeron canadensis
Die Patientinnen haben eine Neigung zu Zwischenblutungen. Das dunkle Blut fließt schwallartig mit Pausen.
Magnesium sulfuricum
Die Menstruationsblutung setzt zu früh ein. Das Blut ist schwarz, dick und fließt reichlich. Während der Blutung leiden die Patientinnen unter starken Unterleibskrämpfen.
Ustilago maydis
Verlängerte und zu starke Monatsblutung während der Wechseljahre. Blut enthält fadenziehende, dunkle Klumpen.
Aletris farinosa
Zu frühe und zu starke Periodenblutung mit wehenartigen Unterleibsschmerzen. Das Blut ist dunkel und klumpig.
Ammonium chloratum
Die Monatsblutung setzt zu früh ein und ist stärker als gewöhnlich. Während der Nacht fließt mehr Blut als tagsüber.
Carbo animalis
Die Blutungen kommen zu früh und dauern sehr lange an. Anschließend sind die Frauen außerordentlich erschöpft. Sie sind so schwach, dass sie kaum sprechen können. Die Blutung fließt nur am Vormittag.
Crocus
Zwischenblutungen mit dunklem und klumpigen Blut.

Primäre Regelschmerzen

Die häufigste Form der Regelschmerzen ist die primäre, unterschieden in PMS (prämenstruell, also vor der Regelblutung) und der eigentliche Regelschmerz, verursacht durch ein Zusammenziehen (Kontraktion) der Gebärmutter.

Typische Symptome sind

Ursachen für primäre Regelschmerzen können z. B. sein:

  • Stress
  • Rauchen
  • Alkohol
  • ungesunde Ernährung (Fehlernährung oder extreme Diäten)
  • Medikamente
  • Psychische Belastungen
  • familiäre Neigung

Zudem leiden vorrangig junge Frauen und Mädchen unter Regelschmerzen, die ihre erste Menstruation vor 12. Lebensjahr hatten. Dabei haben sehr schlanke Mädchen mit einem BMI unter 20, aber auch stark übergewichtige Frauen ein erhöhtes Risiko für Menstruationsbeschwerden.

Sekundäre Regelschmerzen

Zwar liegen in den meisten Fällen primäre Regelschmerzen vor, jedoch sollte eine Frau die häufig unter Menstruationsbeschwerden leidet, ärztlich abklären lassen, ob nicht organische Ursachen oder Erkrankungen dahinter stecken. In diesem Fall spricht man von sekundären Menstruationsbeschwerden (sekundäre Dysmenorrhoe). Folgende organische Ursachen und Erkrankungen können zugrunde liegen:

  • Endometriose
  • Entzündungen
  • gutartige Vergrößerung der Muskulatur der Gebärmutter
  • Myome der Gebärmutter
  • Lageveränderungen der Gebärmutter (Gebärmuttersenkung)
  • Zysten an den Eierstöcken

Behandlung von Regelschmerzen

Eine Behandlung von Menstruationsbeschwerden kann

  • medikamentös erfolgen (Schmerzmittel, Antibabypille und andere Hormonpräparate) sowie
  • naturmedizinisch (Johanniskraut, Melisse, Kamillenextrakte, Akupunktur oder auch Akupressur), aber auch durch
  • Nahrungsergänzungsmittel (Nährstoffe wie Eisen und Magnesium) bzw. eine entsprechende Ernährung.

Weitere Tipps und Hinweise zur Behandlung

Ein warmes Bad oder ein warmes Kirschkernkissen auf dem Bauch oder im Rücken wirken entkrampfend und schmerzlindernd. Ein zu heißes oder ein zu langes Bad wirkt zwar wohltuend, kann jedoch die Blutung verstärken.

Regelmäßige körperliche Bewegung, Entspannung und der Verzicht auf Alkohol, Kaffee und Zigaretten können Menstruationsbeschwerden vorbeugen helfen.

 

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.
Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

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