Magnesium phosphoricum
in der Homöopathie

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin | Unsere Quellenangaben | letzte Aktualisierung: 07.08.2018

Abbildung des homöopathischen Einzelmittels Magnesium phosphoricum Abbildung
beispielhaft
Hauptanwendungsgebiete:
  • Bauchkrämpfe
  • Wadenkrämpfe
  • Menstruationskrämpfe
Anwendungsgebiete im Detail
Typische Potenzen:
D6 - D12
Deutsche Bezeichnung: Phosphorsaures Magnesia,Magnesiumhydrogen-Phosphat
Stoffart: Weisses Pulver

Was ist Magnesium phosphoricum?

Magnesiumhydrogenphosphat oder phosphorsaures Magnesia findet sich zwar im menschlichen Körper und in verschiedenen Lebensmitteln, weist aber keine natürlichen Vorkommen auf. Als so genannte unedle Verbindung kann es nur künstlich bzw. industriell erzeugt werden und wird u.a. als keramischer Rohstoff oder Flammenschutzmittel verwendet. In der Nahrungsmittelindustrie kommen Magnesiumphosphate als Säureregulatoren oder Trennmittel zum Einsatz.

Anwendung von Magnesium phosphoricum

Die Homöopathie nutzt Magnesium phosphoricum gegen muskulär oder nervlich bedingte Krämpfe aller Art. Typische Einsatzgebiete sind Wadenkrämpfe, Muskelkrämpfe während der Schwangerschaft und Krämpfe, die durch einseitige Belastungen wie Schreibarbeiten oder das Spielen von Musikinstrumenten auftreten. Die damit in Zusammenhang stehenden Schmerzen beginnen ebenso plötzlich wie sie wieder enden, wechseln dabei häufig die Stelle, von der sie ausstrahlen und nehmen durch Kältereiz oder Berührung zu. Zusammenkrümmen oder Wärmeeinwirkung wirken bessernd.

Erscheinungsbild von Magnesium phosphoricum

Die Patienten sind meist alt, dünn und sehr kälteempfindlich; sie wirken häufig müde und erschöpft. Ihre Haut hat eine auffallend dunkle Tönung.

Darreichungsformen von Magnesium phosphoricum

Die gebräuchlichste Anwendung von Magnesium phosphoricum erfolgt als Schüssler-Salz Nr. 7 (weitere Informationen) in heißem Wasser; sie ist daher auch unter der Bezeichnung "Heiße Sieben" bekannt. Weitere Darreichungsformen sind unterschiedlich potenzierte Salben zum äußeren Gebrauch. Beide Arten dienen jedoch lediglich dem Lösen von Krämpfen bzw. der unterstützenden Behandlung; weder die orale Aufnahme noch das Auftragen auf die Haut können einen grundsätzlich bestehenden Magnesiummangel im Körper beheben.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Bauchschmerzen
krampfartige, heftige, stechende Bachschmerzen bei denen sich der Kranke krümmen muss. Häufig in Verbindung mit Luft aufstoßen. Der Schmerz kann stechend, schießend oder bohrend auftreten.
Krämpfe
bei Muskelkrämpfen, nächtliche Wadenkrämpfen und krampfartigekn Bauchschmerzen, die mit starken Schmerzen verbunden sind. Auch bei Schreibkrämpfen von Kindern.
Menstruationsbeschwerden
plötzliche, kolikartige Schmerzen, die vor der Periode beginnen und schwächer werden, wenn die Blutung einsetzt. Der Schmerz hat einen wechselnden Charakter.
Ohrenschmerzen
blitzartig einschießende oder krampfartige Schmerzen, die vor allem auf der rechten Seite auftreten. Auslöser ist häufig Kälte.
Schwangerschaft/Geburt
Stärkt die Wehentätigkeit, geeignet nach einer schwierigen Geburt zum Kräfte-Aufbau.

Dosierung, Wirkung und Zielgruppen

Anwendungsinformationen

Magnesium phosphoricum in der Schwangerschaft

Magnesium phosphoricum wird Schwangeren verabreicht bei Waden- und Muskelkrämpfen sowie bei rheumatischen Gelenkbeschwerden und Reizungen des Ischiasnervs.
Das Mittel findet Anwendung bei krampfartigen Magen- und Darmbeschwerden, auch bei Blasenentzündungen und leichter Inkontinenz. Es kann auch bei Kopfschmerzen genommen werden.

Die Heilkraft von Magnesium phosphoricum wird in der Schwangerschaft jedoch hauptsächlich zur Geburtsvorbereitung und während der Geburt ausgeschöpft. Es wirkt stressmildernd, lindert den Geburtsschmerz und ist dann indiziert, wenn der schmerzhafte Wehenkrampf bei angezogenen Beinen merklich nachlässt. Das Mittel hilft auch bei nachgeburtlich auftretenden krampfartigen Nachwehen.

Nebenwirkungen von Magnesium phosphoricum

Es sind keine Nebenwirkungen von Magnesium phosphoricum bekannt.

Magnesium phosphoricum Dosierung

Das Mittel wird üblicherweise in den Potenzen D6 oder D12 gereicht. Man gibt im Akutfall bis zu fünfmal täglich fünf Globuli, die idealerweise in etwas warmem Wasser gelöst sind. Schmerzhafte Nachwehen werden mit einer täglichen Gabe Magnesium phosphoricum D30 therapiert, alternativ mit einer einzelnen Gabe C30.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Druck
  • Reiben und Massagen
  • sich zusammenkrümmen
  • Wärme und warme Auflagen
Verschlechterung:
  • in der Nacht
  • Kälte
  • Zugluft

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