China officinalis
in der Homöopathie

Abbildung des homöopathischen Einzelmittels China officinalis Abbildung
beispielhaft
Hauptanwendungsgebiete:
  • Fieber
  • Erschöpfung
  • Kopfschmerzen
  • Leberentzündung
  • Gicht
  • Magenbeschwerden
  • Nasenbluten
Anwendungsgebiete im Detail
Typische Potenzen:
China officinalis wird häufig in den Potenzen D6, D12, C30 und C200 angewendet.
Deutsche Bezeichnung: (Roter) Chinarindenbaum, Fieberrinde
Stoffart: Baumrinde

Was ist China officinalis?

Aus der Landessprache Boliviens / Venezuelas leitet sich aus der Bezeichnung "quina" für "Rindenrinde" der Name des Chinarindenbaumes ab. Die Ureinwohner aus diesen Gebieten nutzten die Chinarinde bereits zum Senken von Fieber. Der immergrüne Baum wächst in den Andenwäldern, bevorzugt in Höhen bis zu 2500 m. Die Homöopathie verwendet die Rinde älterer Zweige und die des Stammes. China ist das erste homöopathische Mittel überhaupt nach der Lehre Hahnemanns.

Anwendung von China officinalis

China wird gegeben bei extremen Erschöpfungszuständen und körperlichem Kräfteverfall, wie er z.B. nach langer Krankheit (Rekonvaleszenz), insbesondere nach Malaria-Erkrankungen, oder bei Dehydrierung und Blutverlust auftritt. Man gibt es auch nach Geburten und Operationen.

Das Mittel findet Anwendung bei Verdauungsproblemen, die u.a. durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten entstehen (Blähungen, Durchfall, Gastritis). Auch bei Schwindel, rheumatischen und menstruellen Beschwerden sowie Lebererkrankungen kann China Linderung verschaffen und wird auch bei Säuglings-Gelbsucht eingesetzt.

Erscheinungsbild von China officinalis

Die Patienten sind total erschöpft, benommen, reizbar und nervös, mit depressiven Zügen und Furcht vor allen Tieren. Sie sind blass-gelblich, die Augen liegen tief in den Höhlen, von blauen Schatten umgeben. Gedanken und Sprache sind von negativen Empfindungen bestimmt, hauptsächlich vor der Bettruhe.

Der Kopf scheint zu bersten, man fühlt einen Schmerz in den Haarwurzeln und glaubt sich kurz vor dem Suizid. Es kommt zu Tinnitus-Geräuschen im Ohr und Flimmern vor den Augen, begleitet von erhöhtem Druckgefühl. Die Pupillen sind erweitert, erhöhte Lichtempfindlichkeit lässt das Lesen schwerfallen. Speisen schmecken durchweg bitter, es kommt zu Zahnempfindlichkeiten; stillende Mütter bekommen beim Saugen des Babys Zahnschmerzen.

Nachts tritt Heißhunger auf, ansonsten besteht ein Widerwille gegen Essen. Generell hält eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln an; insbesondere nach Milch, Tee und Obst treten heftige Durchfälle mit unverdauten Anteilen, saures Aufstoßen oder Erbrechen und krampfhafte Blähungen bei aufgetriebenem Bauch auf. Man muss viel und oft trinken, doch nur in kleinen Mengen, wobei Wasser bevorzugt wird.

Ejakulationen sind schmerzhaft und kräftezehrend, die Menstruation ist juckend, dunkelblutig und klumpig. Typisch sind periodisch wiederkehrende Beschwerden im Abstand von 2, 7 oder 14 Tagen zur gleichen Uhrzeit.

Darreichungsformen von China officinalis

Bewährt hat sich die orale oder parenterale Therapie mit Potenzen ab D2.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Allergie
Unverträglichkeit gegenüber Nahrungsmitteln, die Verdauungsbeschwerden und Darmentzündungen hervorrufen.
Blähungen
Stinkende Blähungen mit Krampfschmerzen bei aufgetriebenem Bauch, insbesondere direkt nach dem Essen. Es sind deutliche Darmgeräusche zu hören.
Blutvergiftung
Die Patienten haben Fieber und Schüttelfrost, sind blass und bauen bedrohlich ab.
Durchfall
Nach Obstverzehr auftretende gelbe Diarrhoe mit unverdauten Nahrungsbestandteilen.
Husten/ Bronchitis
Entzündungen des Kehlkopfes und der Luftröhre. Asthmatischer Husten mit und ohne Fieber.
Kräfteverfall, körperlich
Körperliche Auszehrung infolge von Flüssigkeitsverlust durch starke Durchfälle oder übermäßiges Schwitzen, auch bei großem Blutverlust, nach der Geburt und nach langer Krankheit. Man fühlt sich matt und ist extrem empfindlich gegenüber Außenreizen.
Magen-/ Darmbeschwerden
Magenschleimhautentzündung sowie ständiges Völlegefühl und häufig auftretender Schluckauf.
Menstruationsbeschwerden
Zu starke Blutungen und größere Zwischenblutungen.
Schwangerschaft/Geburt
Nach starkem Blutverlust unter der Geburt.

Dosierung, Wirkung und Zielgruppen

Anwendungsinformationen

China officinalis Dosierung

Zur Behandlung akuter Beschwerden wird China officinalis in der Regel in der Potenz D6 dreimal täglich und in der Potenz D12 zweimal täglich gegeben. Bei hochakuten Symptomen kann die Potenz D6 in kurzen Abständen gegeben werden. Sobald sich die Beschwerden bessern, werden die Einnahmeabstände vergrößert.

Chronische Beschwerden werden von Therapeuten mit hohen C-Potenzen behandelt. Die Gabe des Arzneimittels erfolgt in Abständen von mehreren Wochen bis hin zu Monaten.

China officinalis Wirkung

China officinalis wirkt auf das zentrale Nervensystem, die Atemwege, die Verdauungsorgane, die Haut und die weiblichen Geschlechtsorgane.

China officinalis in der Schwangerschaft

China officinalis wird schwangeren Frauen gegeben, wenn sie direkt nach dem Essen unter Blähungen leiden. Der Bauch ist aufgebläht und sehr empfindlich. Selbst die Berührung der Kleidung wird als unerträglich empfunden.

Das homöopathische Mittel wird Frauen nach der Geburt gegeben, wenn sie viel Blut verloren haben und sehr erschöpft sind. Das Mittel kann auch hilfreich sein, wenn das Stillen die Frauen übermäßig erschöpft. Das Gesicht ist blass und kann gelblich verfärbt sein. Die Frauen leiden unter Kopfschmerzen, welche durch Kälte und Zugluft schlimmer werden.

China officinalis für das Baby

China officinalis wird häufig bei Babys nach der Geburt gegeben, wenn diese unter Atemnot oder Gelbsucht leiden. Das Neugeborene ist schlapp, trinkt schlecht und wirkt teilnahmslos.

Wenn Babys nach jeder Mahlzeit unter Blähungen und Bauchkrämpfen leiden, kann China officinalis hilfreich sein. Geht die Luft beim Aufstoßen oder als Blähung ab, werden die Bauchschmerzen nicht besser.

China officinalis für Hund, Pferd und Katze

China officinalis gilt als ein gutes Mittel zur Stärkung nach kräftezehrenden Erkrankungen. Die Tiere sind äußerst erschöpft und schwach nach dem Verlust von Körperflüssigkeiten wie Durchfall, Schwitzen oder Blut bei Verletzungen. Auffällig ist ein Zittern in den Gelenken und den Extremitäten.

Das homöopathische Mittel wird auch häufig bei Koliken mit großer Gasansammlung gegeben. Berührung können die Tiere nur sehr schlecht ertragen. Fester Druck bessert jedoch die Beschwerden.

China officinalis Nebenwirkungen

China officinalis sollte während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht in der Urtinktur eingenommen werden. Bei bekannter Chininüberempfindlichkeit sollte das Mittel bis zur Potenz D6 und zur Potenz C3 nicht eingenommen werden.

Bis zur Potenz D6 sind in seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen wie Fieber oder allergische Reaktionen der Haut beobachtet worden. Ab der Potenz D6 gibt es keine Hinweise mehr auf Nebenwirkungen. Lediglich zu Beginn der Behandlung und bei zu häufiger Einnahme kann es zu einer Verschlechterung des Befindens kommen. Die Einnahme ist dann zu pausieren.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Wärme
  • Druck
Verschlechterung:
  • Kälte
  • Nässe
  • Luftzug
  • Berührung
  • nach dem Essen
  • nachts
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Inhaltliche Betreuung: Ulrike Schlüter | Quellen

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Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

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