Cicuta virosa
in der Homöopathie

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin | Unsere Quellenangaben | letzte Aktualisierung: 07.08.2018

Abbildung des homöopathischen Einzelmittels Cicuta virosa Abbildung
beispielhaft
Hauptanwendungsgebiete:
  • Gehirnerschütterung
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Hautausschläge
  • Krämpfe
Anwendungsgebiete im Detail
Typische Potenzen:
Cicuta virosa wird häufig in den Potenzen D6, D12, C30 und C200 angewendet. Seltener wird die Potenz D4 verordnet.
Verschreibungspflichtig: Cicuta virosa ist bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig.
Deutsche Bezeichnung: Wasserschierling, Gift-Wasserschierling, Wüterich, volkstümlich:
Stoffart: Heilpflanze
Abbildung von Cicuta virosa

Was ist Cicuta virosa?

Der Wasserschierling kommt in Europa, Sibirien und Asien in Gebieten mit gemäßigtem Klima vor. Er ist ein unangenehm riechendes, giftiges Doldenblütengewächs, welches bis zu 1,5 m hoch wird. Die Pflanze siedelt sich hauptsächlich in Feucht- bzw. Sumpfgebieten wie z.B. Teich-, See- und Gräbenufern und anderen feuchten Standorten an. Sein Bestand gilt derzeit in Europa als bedroht. Der frische Wurzelstock wird zur Blütezeit geerntet und homöopathisch aufbereitet. Darin enthalten sind Alkaloide (Cicutin und Cicutoxin), welche sehr bitter schmecken.

 

Anwendung von Cicuta virosa

Das Mittel wird angewendet bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Herzens und der Haut. Man reicht es bei Krampfzuständen und Spasmen wie Schluckauf, Muskelkrämpfen im Gesicht und in den Gliedmaßen, sowie bei epileptischen Anfällen, ebenso bei Herzbeklemmung und eitrigen Hautausschlägen. Cicuta virosa wird verabreicht beim Verschlucken eines Fremdkörpers, um diesen leichter aus der Speiseröhre entfernen zu können.

Erscheinungsbild

Die Patienten sind gegenwartsfremd und verlieren sich in Kindheitserlebnissen und Phantasien. Sie verhalten sich in Gestik und Mimik sehr auffällig, verdrehen dabei Arme und Hände, überstrecken den Kopf nach hinten. Ihr gesamtes Verhalten wirkt kindisch und retardiert. Sie sind melancholisch, missgelaunt und depressiv, meiden daher soziale Kontakte.

Wichtige Symptome für den Bedarf an Cicuta virosa sind Sehstörungen, wobei es zu Doppelbildern kommt. Die Augen zucken unruhig hin und her, beim Lesen verschwimmen die Buchstaben, haben eine Lichtaura. Oft erscheint alles Schwarz. Die Umstellung von Nah- auf Fern-Sehen bzw. umgekehrt ist erschwert. Man leidet unter extrem trockenen Schleimhauten und ständigem Durst, verlangt nach Kreide und Kohle. Man hat Atemnot, neigt zu Durchfällen, Bauchkrämpfen und -auftreibungen, übermäßigem Harndrang, Blähsucht sowie heftigem Schluckauf.

Man fühlt sich starr und eingeengt. Stolperiges Gehen, als würden die Beine beim nächsten Schritt einknicken. Frauen leiden an einschießenden Menstruationsschmerzen, Männer an Stichen in der Harnröhre mit spontanem Harnabgang. Als Leitsymptom gilt weiterhin ein brennender eitriger, pusteliger Ausschlag am ganzen Körper. Die Beschwerden können durch Kopfverletzungen, Gehirnerkrankungen (Meningitis, Encephalitis), Wurmerkrankungen und Zahnungsbeschwerden ausgelöst werden.

Darreichungsform von Cicuta virosa

Das Mittel wird oral als (Globuli, Tabletten) oder als Infusion in niedriger Potenz verabreicht. Bis einschließlich Potenz D3 ist Cicuta virosa verschreibungspflichtig.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Blähungen
Aufgetriebener Bauch, als würde man gleich platzen. Langanhaltender Abgang der Winde. Begleitender Schluckauf und Sehstörungen.
Blasenbeschwerden und Blasenentzündungen
Lähmung der Blase bei älteren Männern mit unwillkürlichem Harnabgang, ebenso Stiche in der Harnröhre. Die Beschwerden treten häufig nachts auf, sind von starken Ängsten begleitet.
Durchfall
Sehr flüssiger Stuhlgang, mehrmals täglich wie bei Cholera. Dabei ein unerträgliches Jucken im Enddarm.
Fieber
Fieberkrämpfe, bei denen der ganze Körper zuckt, Rücken und Gliedmaßen sich nach hinten verdrehen und überdehnen. Die Pupillen sind stark erweitert.
Herpes
Gelbkrustiger Ausschlag am linken Mundwinkel, juckend und brennend, mit scharfer hautreizender Sekretabsonderung. Die Bläschen steigen die linke Gesichtshälfte bis zur Wange hoch.
Kopfschmerzen/ Migräne
Nach Schädelverletzungen, bspw. Gehirnerschütterung oder andere Schädel- Hirntraumata, denen Krampfzustände folgen. Dazu gehören Meningitis und Encephalitis unklarer Genese. Auch begleitend bei bekannter Epilepsie-Erkrankung.
Krämpfe
Fieberkrämpfe, Kieferklemme, epileptische Anfälle und Chorea-Symptomatik. Dabei sehr weite Pupillen, auch Schaum vor dem Mund. Der Körper verdreht sich wie ein Flitzebogen nach hinten.
Menstruationsbeschwerden
Reißende und ziehende Schmerzen am Steißbein. Bei verspätetem Einsetzen der Periode treten unterschiedlich lokalisierte Körperkrämpfe auf.
Milchschorf
Milchschorf bei Kleinkindern mit hellgelben und trockenen Schuppen.
Schluckbeschwerden
Wird ein Fremdkörper verschluckt, und kommt es dadurch zu Schlundkrämpfen oder Atemnot, hilft das Mittel bei der Entkrampfung, um den Fremdkörper rasch entfernen zu können. Auch bei heftigem, langandauerndem oder chronischem Schluckauf.
Übelkeit und Erbrechen
Morgendliche Übelkeit, auch während des Essens. Man spuckt Blut und Galle. Auch bei morgendlichem Schwangerschaftserbrechen.
Verdauungsstörungen/ Magenverstimmung
Es brennt und pulsiert heiß in der Magengegend. Der Bauch ist aufgetrieben. Die Symptome treten nach dem Essen auf und sind von großer Müdigkeit begleitet. Dabei kommt es zu Blutandrang im Kopf und Schwindel.
Wurmbefall
Bei Darmparasiten, wenn der Befall zu Krämpfen führt.
Zahnschmerzen
Durch permanentes Zähneknisrchen hervorgerufene Zahnprobleme.

Dosierung, Wirkung und Zielgruppen

Anwendungsinformationen

Cicuta virosa Dosierung

Man reicht 5 Globuli oder eine Tablette dreimal täglich in Niedrigpotenz (D4 bis D12). Für hochpotenzige Langzeitgaben, Infusionstherapien als auch für Schwangere und Kinder gelten u.U. individuelle Gaben, die zuvor fachmännisch abgeklärt werden sollten.

Cicuta virosa Wirkung

Cicuta virosa wirkt auf das zentrale Nervensystem, die Haut, den Verdauungstrakt und die Blase.

Cicuta virosa in der Schwangerschaft

Schwangeren wird das Mittel bei morgendlichem Schwangerschaftserbrechen sowie beim Erbrechen durch Abwärtsbücken verabreicht. Man gibt es auch bei im Wochenbett auftretender Eklampsie.

Die Einnahme von Cicuta virosa sollte vorab medizinisch abgeklärt werden.

Cicuta virosa für das Baby

Cicuta virosa kann bei Babys und Kindern eingesetzt werden, die einen kaum juckenden Hautausschlag mit gelben Krusten haben. In den meisten Fällen sind Gesicht und Hände von dem Ausschlag betroffen.

Das Mittel hat sich bewährt bei der Behandlung von Krämpfen, die bei einer Wurmerkrankung oder während der Zahnung auftreten. Die Kinder überstrecken Kopf, Nacken und Wirbelsäule nach hinten.

Cicuta virosa bei Kindern

Cicuta virosa kann nach Impfreaktionen mit anschließend auftretenden Krämpfen sowie bei Fieberkrämpfen und krampfbegleiteteden Zahnungsbeschwerden verabreicht werden. Das Mittel eignet sich für hysterisch schreiende Säuglinge und Kleinkinder, die sich an Menschen und Gegenständen festklammern; auch für überempfindlich reagierende, hyperaktive, verhaltensauffällige oder autoaggressive Kinder.

Die Therapie sollte jedoch zuvor auf den Einzelfall mit einem Homöopathen oder Arzt abgestimmt werden. Von einer Eigenmedikation ist eher abzuraten.

Cicuta virosa für Hund, Pferd und Katze

Cicuta virosa kann bei Tieren mit Gehirnfunktionsstörungen durch eine Erkrankung oder eine Verletzung gegeben werden. Die Tiere leiden unter Krämpfen und Zuckungen. Kopf und Nacken der Tiere sind nach hinten überstreckt. Die Pupillen sind starr und nach außen gerichtet. Die Tiere möchten alleine sein.

Nebenwirkungen von Cicuta virosa

Neben- oder Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Es kann bei der ersten Einnahme zu einer kurzen Verschlimmerung der Beschwerden kommen. Das Mittel kann ergänzend zu einer schulmedizinischen Epilepsie-Medikation verabreicht werden,. Es ist erst ab Potenz D4 frei in Apotheken erhältlich.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Essen
  • Abgang von Blähungen
Verschlechterung:
  • Tabakrauch
  • Laute Geräusche
  • Berührung
  • Erschütterung
  • Kalte bzw. zugige Luft
  • Grelles Licht

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