Sabina

in der Homöopathie

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

🖊 Aktualisiert am: 07.05.2020



Was ist Sabina?

Sabina ist ein wichtiges homöopathisches Mittel zur Behandlung von Frauenkrankheiten. Man gibt es bei starken Regelblutungen, Menstruationsbeschwerden und klimakterischen Blutungen, auch bei anhaltenden Blutungen nach Geburten oder Fehlgeburten.

ntzündungen der Eierstöcke, Eileiter und gutartige Gebärmuttertumoren können mit Sabina therapiert werden, ebenso Feigwarzen und eitriger Vaginalausfluss.
Auch rheumatische Beschwerden zählen zu den Anwendungsgebieten.

Leitsymptome

  • Musik macht nervös
  • Ziehende Schmerzen im unteren Rücken bis zum Schambein
  • Neigung zu Fehlgeburten
  • Hellrote, klumpige Menstruationsblutung

Informationen zum Mittel

Woran erkennt man Patienten, die Sabina benötigen?

Sabina-Patienten reagieren hysterisch auf Geräusche, insbesondere ertragen sie keine Musik. Sie fühlen eine tiefe innere Unruhe, die sie antriebslos und melancholisch macht. Sie zeigen sich blass mit tiefen Augenringen, schwarzen Hautporen und Mundgeruch. Der Puls ist hart, schnell, bei Anstrengung fühlt man das Pulsieren des Blutes im ganzen Körper. Der Geschlechtstrieb ist sehr hoch. Man neigt zu Fehl- oder Totgeburten am Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels. Die Menstruation verläuft wehenartig schmerzhaft, klumpig, unregelmäßig. Im Abstand von 14 Tagen kommt es zu eitrigem, stinkendem Weißfluss mit Jucken an den Geschlechtsteilen und im Afterbereich Der Urin ist mit Blut durchsetzt. Es schmerzt reißend in den Gelenken und großen Knochen, über den kleinen Gelenken kommt es zu Schwellungen wie bei Gicht.

Modalitäten

Modalitäten im Begriffslexikon erklärt

Sabina ist bei allen typischen Symptomen angezeigt, die sich durch folgende Modalitäten verbessern oder verschlechtern:

Verbesserung:
  • Frischluft
Verschlechterung:
  • Wärme
  • kleinste Bewegung
  • nachts

Was sind typische Anwendungsgebiete für Sabina?

  • Myome
  • Eierstockentzündungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Rheuma

Anwendungsgebiete im Detail

Geschlechtskrankheiten

Entzündungen der inneren weiblichen Geschlechtsorgane wie Eierstock- oder Eileiterentzündung. Zur Behandlung von Myomen, Kondylomen (Feigwarzen) und eitrigem Weißfluss.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Geschlechtskrankheiten im Detail
Menstruationsbeschwerden

Während der Periode treten Krämpfe auf, die vom Kreuz zum Schambein und bis in die Oberschenkel ziehen. Die Blutung ist übermäßig und hellrot.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Menstruationsbeschwerden im Detail
Rheuma

Rheumatische, gichtartige Gelenkbeschwerden mit Schwellungen über den Gelenken.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Rheuma im Detail

Anwendungsinformationen

Darreichungsformen von Sabina

Therapiert wird mit Globuli in Niedrigpotenz. In Akutfällen kann das Mittel stündlich eingenommen werden, ansonsten empfiehlt sich eine dreimalige Gabe pro Tag. Bis D3 ist Sabina verschreibungspflichtig.

Sabina Dosierung

Einnahme und Dosierung

Bei einer drohenden Fehlgeburt wird fünfmal täglich eine Tablette Sabina D6 verabreicht, im Akutfall auch D6 Globuli im Viertel- bis Halbstundenrhythmus. Andere Symptome behandelt man vorzugsweise mit Sabina D12 und gibt fünf Globuli dreimal am Tag, alternativ Sabina D30 einmal täglich.

Sabina in der Schwangerschaft

Homöopathie während der Schwangerschaft

Sabina ist ein homöopathisches Mittel zur Verhinderung von Fehlgeburten. Es findet bei plötzlich auftretenden, überwiegend klumpigen Blutungen und vorzeitiger Wehentätigkeit in der Frühschwangerschaft bzw. bis zur 24. Schwangerschaftswoche seine Hauptanwendung. Bei frühzeitigen Wehen kann das Mittel auch in der späteren Schwangerschaft noch verabreicht werden. Schwangere sollten das Mittel in jedem Fall nur unter fachkundlicher Aufsicht einnehmen. Das Mittel kann während der Geburt den Wehenschmerz erleichtern. Nach der Entbindung gibt man Sabina zur Stillung von starken Gebärmutternachblutungen.

Nebenwirkungen von Sabina

Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Allerdings sollte das Mittel sofort abgesetzt werden, wenn die Symptome abklingen. Bei Schwangeren muss ein genauer Vergleich mit dem Erscheinungsbild erfolgen, bevor Sabina verabreicht wird. Von einer Eigenmedikation ist abzuraten.

Typische Potenzen:
D3 bis D6
Verschreibungspflichtig:
Bis D3
Deutsche Bezeichnung:
Sadebaum, Gift-Wacholder, Stink-Wacholder
Stoffart:
Giftstrauch

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin

Unsere Quellenangaben

  • Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, Roger Morrison, Kai Kröger Verlag für homöopathische Literatur, Groß Wittensee, 1. Auflage, 1995
  • Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre, William Boericke, Narayana Verlag, Kandern, 3. Ausgabe, 2010
  • Leitsymptome homöopathischer Arzneimittel, Henry C. Allen, Urban & Fischer Verlag, 5. Auflage, 2017

Letzte Aktualisierung: 07.05.2020