Durchfall homöopathisch behandeln

Abbildung zu Durchfall
© martinfredy / Fotolia

Durchfall (medizinisch: Diarrhoe) bezeichnet die krankhafte Veränderung des Stuhls, welcher im Normalzustand fest bis cremig sein soll. Bei Durchfall hat der Stuhlgang eine flüssige Konsistenz, verursacht bei den Betroffenen das ständige Gefühl "aufs Klo zu müssen" und reizt den Schließmuskel und die Darminnenwände.

Homöopathische Mittel werden angewendet, um den Durchfall und begleitende Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Abgeschlagenheit zu lindern.

Unsere Empfehlung: Finden Sie mehr Informationen zum Thema Durchfall bei Kindern in unserem Ratgeber Homöopathie für Kinder

Unterstützende homöopathische Mittel

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Durchfall, das am besten zu Ihrer Situation passt.

nervöser Durchfall durch Aufregungen z. B. durch Prüfungsangst. Häufig in Verbindung mit Magenschmerzen.
nervöser Durchfall, der vor oder nach geistiger Anspannung auftritt. Häufig einhergehend mit einem Schweregefühl in den Beinen.
Brechdurchfall in Verbindung mit kaltem Schweiß und großem Durst. Auch bei leichter Lebensmittelvergiftung (vor allem bei Fisch und Fleisch). Patient fühlt sich erschöpft und zittrig.
der Durchfall tritt überwiegend in der warmen Jahreszeit auf, wenn im erhitzten Zustand Kaltes getrunken wird, oder nach dem Genuß von sauren Früchten. Er ist schmutzig gelb und übel riechend.
bei chronischem Durchfall in Verbindung mit übel riechenden Blähungen und Erschöpfungszuständen. Nach kalten Getränken oder Fruchtsäften mit grünlicher Farbe. Durchfällen während des Zahnens.
der Durchfall wirkt unverdaut, hat eine grüne Farbe und stinkt nach faulen Eiern. Sehr hilfreich auch bei Kindern während des Zahnens.
chronischer Durchfall, der häufig morgens auftritt. Er hat eine gelbliche Färbung und einen sauren Geruch.
Heftige, aggressive Durchfälle, die mit blutigem Schleim durchsetzt sind. Die Hautregion um den After ist gereizt und brennt sehr stark. Meist sind die Patienten von Hämorrhoiden betroffen, die unter dieser Symptomatik extrem schmerzen. Hinzu kommen Magendrücken, Sodbrennen und ein saurer Geschmack im Mund, verbunden mit starkem Mundgeruch.
Schleimig-blutige Durchfälle, nach denen scih ein Heißhungergefühl einstellt.
Stinkende gussartige, gallige Durchfälle, sehr voluminös, chronisch, mit Schleimbeimengungen (sogen. "Hydrantenstühle"). Anschließend brennendes Rektum und Leeregefühl im Bauch. Gefahr eines Mastdarmvorfalls.
Diarrhoe (auch Erbrechen) mit unverdauten Nahrungsbestandteilen. Der Durchfall ist schmerzlos, tritt spontan auf, auch nachts. Für Kinder, die im Sommer vermehrt unter Durchfällen leiden.
Morgendlicher Durchfall, heiß, gelb-schleimig, riecht nach Galle.
Nach Obstverzehr auftretende gelbe Diarrhoe mit unverdauten Nahrungsbestandteilen.
Schleim- und blutdurchsetzter, übelriechender, strahlartiger Durchfall bei Darmentzündungen. Morgendlicher Durchfall nach Bierkonsum. Man fühlt sich anschließend schwach und sehr hungrig.
Bei Aufregung, Stress, emotionaler Anspannung
Graufarben, mit Schleim versehen.
Blutige, dünnflüssige und übelriechende Durchfälle. Erhöhtes Durstgefühl.
Heftige Krämpfe im unteren Bauch mit großem Verlangen, sich zu entleeren. Der Stuhlgang kann unvermutet kommen, zum Teil auch haltlos, ist von Schleim begleitet. Der Stuhldrang bleibt anschließend erhalten. Vermehrt auftretend nach Genuss von Milch oder Milchprodukten.
Schleimige, grüngelbe Durchfälle, darin enthalten sind unverdaute Nahrungsreste. Dazu Bauchkrämpfen und schwallartiges Erbrechen. Die Symptome tauchen urplötzlich auf, meist nach dem Genuss von Milch. Auch bei Sommerdiarrhö oder Durchfällen, die beim Zahnen auftreten.
Sehr flüssiger Stuhlgang, mehrmals täglich wie bei Cholera. Dabei ein unerträgliches Jucken im Enddarm.
Bedingt durch den Zahnungsprozess oder im Sommer. Es kommt zu starken Blähungen, der Stuhl wird angestrengt herausgepresst, wobei der Kopf sich rötet. Der After ist rot und wund. Der Stuhl riecht sehr sauer, ist dunkelbraun oder grünlich, meist schleimig. Es kann zu Blutbeimengungen als Folge starker Pressung kommen.
Ältere Menschen mit chronischem Durchfall, der während der Nacht oder am frühen Morgen am schlimmsten ist.
Morgendliche Bauchkrämpfe mit wässrigem und faulig riechendem Durchfall.
Sommerdurchfall bei Kindern mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen und großer Erschöpfung. Der Stuhl ist wässrig und blutig.
Sommerdurchfall nur nachmittags ab 14 Uhr ohne weitere Beschwerden. Vormittags ist der Stuhl normal.
Morgendlicher Durchfall nach dem Verzehr von Obst oder Kaffee. Der Stuhl ist dünn, gelb und die Patienten müssen dringend zur Toilette.
Sommerdurchfall mit plötzlichen, gelblichen und wässrigen Stühlen. Die geringste Menge Essen oder Trinken verschlimmern den Durchfall. Nach der Stuhlentleerung sind die Patienten außerordentlich erschöpft.
Darmentzündung mit starken Bauchkrämpfen und Durchfall. Der Durchfall kann wässrig, schleimig oder blutig sein. Die Patienten haben ein auffallend großes Verlangen nach Fett.
Blutiger, schleimiger und wundmachender Durchfall. Starke Bauchkrämpfe.
Krampfartige Bauchschmerzen mit Durchfall. Der Durchfall erschöpft die Patienten stark. Die Schmerzen werden durch Zusammenkrümmen oder durch harten Druck gelindert.
Durchfall mit brennenden Bauchschmerzen und Krämpfen. Der Stuhl spritzt unter dem Abgang von lauten Blähungen heraus. Blutungen aus dem After. Verschlechterung am Morgen.

Ursachen für eine Durchfallerkrankung

  • Infektionen (Bakterien, Viren)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -vergiftungen
  • Alkohol- und Medikamentenmissbrauch
  • chronische Darmentzündung
  • seltener Tumorerkrankungen
  • schwere Infektionserkrankungen (als Begleiterscheinung)

Begleitende Symptome bei Durchfall

Behandlung von Durchfall

Lang anhaltender Durchfall führt zu einem erhöhten Flüssigkeitesverlust, was unbehandelt sogar zum Tod führen kann. In schweren Fällen werden Elektrolyte und Flüssigkeit per Tropf zugeführt. Leichter Durchfall darf selbst behandelt werden, indem die Nahrung  umgestellt wird. Hierfür gibt es kostenlos Nahrungspläne in den Apotheken. Auch natürliche Wirkstoffe können helfen, den Stuhl wieder zu verfestigen.

Durchfall, der mehrere Tage anhält, deutet auf eine Infektion hin und muss unbedingt medizinisch abgeklärt werden. Hierfür wird eine Stuhlprobe im Labor analysiert. Weiterhin können häufige Durchfälle die Folge einer chronischen Darmentzündung sein und bedürfen ebenfalls einer ärztlichen Behandlung. Hygiene und vermehrte Flüssigkeitszufuhr sind bei einer Durchfallerkrankung lebenswichtig.

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.

Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin
Unsere Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 16.04.2019