Homöopathische Unterstützung bei

Durchfall

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Aktualisiert am: 16.04.2019



Durchfall (medizinisch: Diarrhoe) bezeichnet die krankhafte Veränderung des Stuhls, welcher im Normalzustand fest bis cremig sein soll. Bei Durchfall hat der Stuhlgang eine flüssige Konsistenz, verursacht bei den Betroffenen das ständige Gefühl "aufs Klo zu müssen" und reizt den Schließmuskel und die Darminnenwände.

Homöopathische Mittel werden angewendet, um den Durchfall und begleitende Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Abgeschlagenheit zu lindern.

Unsere Empfehlung: Finden Sie mehr Informationen zum Thema Durchfall bei Kindern in unserem Ratgeber Homöopathie für Kinder

Welche homöopathischen Mittel helfen?

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Durchfall, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Argentum nitricum
nervöser Durchfall durch Aufregungen z. B. durch Prüfungsangst. Häufig in Verbindung mit Magenschmerzen.

Weitere Informationen zum Mittel Argentum nitricum

Gelsemium
nervöser Durchfall, der vor oder nach geistiger Anspannung auftritt. Häufig einhergehend mit einem Schweregefühl in den Beinen.

Weitere Informationen zum Mittel Gelsemium

Arsenicum album
Brechdurchfall in Verbindung mit kaltem Schweiß und großem Durst. Auch bei leichter Lebensmittelvergiftung (vor allem bei Fisch und Fleisch). Patient fühlt sich erschöpft und zittrig.

Weitere Informationen zum Mittel Arsenicum album

Bryonia
der Durchfall tritt überwiegend in der warmen Jahreszeit auf, wenn im erhitzten Zustand Kaltes getrunken wird, oder nach dem Genuß von sauren Früchten. Er ist schmutzig gelb und übel riechend.

Weitere Informationen zum Mittel Bryonia

Calcium phosphoricum
bei chronischem Durchfall in Verbindung mit übel riechenden Blähungen und Erschöpfungszuständen. Nach kalten Getränken oder Fruchtsäften mit grünlicher Farbe. Durchfällen während des Zahnens.

Weitere Informationen zum Mittel Calcium phosphoricum

Chamomilla
der Durchfall wirkt unverdaut, hat eine grüne Farbe und stinkt nach faulen Eiern. Sehr hilfreich auch bei Kindern während des Zahnens.

Weitere Informationen zum Mittel Chamomilla

Sulfur
chronischer Durchfall, der häufig morgens auftritt. Er hat eine gelbliche Färbung und einen sauren Geruch.

Weitere Informationen zum Mittel Sulfur

Capsicum
Heftige, aggressive Durchfälle, die mit blutigem Schleim durchsetzt sind. Die Hautregion um den After ist gereizt und brennt sehr stark. Meist sind die Patienten von Hämorrhoiden betroffen, die unter dieser Symptomatik extrem schmerzen. Hinzu kommen Magendrücken, Sodbrennen und ein saurer Geschmack im Mund, verbunden mit starkem Mundgeruch.

Weitere Informationen zum Mittel Capsicum

Petroleum
Schleimig-blutige Durchfälle, nach denen scih ein Heißhungergefühl einstellt.

Weitere Informationen zum Mittel Petroleum

Podophyllum
Stinkende gussartige, gallige Durchfälle, sehr voluminös, chronisch, mit Schleimbeimengungen (sogen. "Hydrantenstühle"). Anschließend brennendes Rektum und Leeregefühl im Bauch. Gefahr eines Mastdarmvorfalls.

Weitere Informationen zum Mittel Podophyllum

Ferrum metallicum
Diarrhoe (auch Erbrechen) mit unverdauten Nahrungsbestandteilen. Der Durchfall ist schmerzlos, tritt spontan auf, auch nachts. Für Kinder, die im Sommer vermehrt unter Durchfällen leiden.

Weitere Informationen zum Mittel Ferrum metallicum

Dioscorea villosa
Morgendlicher Durchfall, heiß, gelb-schleimig, riecht nach Galle.

Weitere Informationen zum Mittel Dioscorea villosa

China officinalis
Nach Obstverzehr auftretende gelbe Diarrhoe mit unverdauten Nahrungsbestandteilen.

Weitere Informationen zum Mittel China officinalis

Aloe
Schleim- und blutdurchsetzter, übelriechender, strahlartiger Durchfall bei Darmentzündungen. Morgendlicher Durchfall nach Bierkonsum. Man fühlt sich anschließend schwach und sehr hungrig.

Weitere Informationen zum Mittel Aloe

Allium ursinum
Bei Aufregung, Stress, emotionaler Anspannung

Weitere Informationen zum Mittel Allium ursinum

Asarum europaeum
Graufarben, mit Schleim versehen.

Weitere Informationen zum Mittel Asarum europaeum

Eucalyptus
Blutige, dünnflüssige und übelriechende Durchfälle. Erhöhtes Durstgefühl.

Weitere Informationen zum Mittel Eucalyptus

Aristolochia
Heftige Krämpfe im unteren Bauch mit großem Verlangen, sich zu entleeren. Der Stuhlgang kann unvermutet kommen, zum Teil auch haltlos, ist von Schleim begleitet. Der Stuhldrang bleibt anschließend erhalten. Vermehrt auftretend nach Genuss von Milch oder Milchprodukten.

Weitere Informationen zum Mittel Aristolochia

Aethusa
Schleimige, grüngelbe Durchfälle, darin enthalten sind unverdaute Nahrungsreste. Dazu Bauchkrämpfen und schwallartiges Erbrechen. Die Symptome tauchen urplötzlich auf, meist nach dem Genuss von Milch. Auch bei Sommerdiarrhö oder Durchfällen, die beim Zahnen auftreten.

Weitere Informationen zum Mittel Aethusa

Cicuta virosa
Sehr flüssiger Stuhlgang, mehrmals täglich wie bei Cholera. Dabei ein unerträgliches Jucken im Enddarm.

Weitere Informationen zum Mittel Cicuta virosa

Rheum
Bedingt durch den Zahnungsprozess oder im Sommer. Es kommt zu starken Blähungen, der Stuhl wird angestrengt herausgepresst, wobei der Kopf sich rötet. Der After ist rot und wund. Der Stuhl riecht sehr sauer, ist dunkelbraun oder grünlich, meist schleimig. Es kann zu Blutbeimengungen als Folge starker Pressung kommen.

Weitere Informationen zum Mittel Rheum

Bovista
Ältere Menschen mit chronischem Durchfall, der während der Nacht oder am frühen Morgen am schlimmsten ist.

Weitere Informationen zum Mittel Bovista

Rauwolfia
Morgendliche Bauchkrämpfe mit wässrigem und faulig riechendem Durchfall.

Weitere Informationen zum Mittel Rauwolfia

Ailanthus
Sommerdurchfall bei Kindern mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen und großer Erschöpfung. Der Stuhl ist wässrig und blutig.

Weitere Informationen zum Mittel Ailanthus

Bromum
Sommerdurchfall nur nachmittags ab 14 Uhr ohne weitere Beschwerden. Vormittags ist der Stuhl normal.

Weitere Informationen zum Mittel Bromum

Cistus canadensis
Morgendlicher Durchfall nach dem Verzehr von Obst oder Kaffee. Der Stuhl ist dünn, gelb und die Patienten müssen dringend zur Toilette.

Weitere Informationen zum Mittel Cistus canadensis

Croton tiglium
Sommerdurchfall mit plötzlichen, gelblichen und wässrigen Stühlen. Die geringste Menge Essen oder Trinken verschlimmern den Durchfall. Nach der Stuhlentleerung sind die Patienten außerordentlich erschöpft.

Weitere Informationen zum Mittel Croton tiglium

Kalium nitricum
Darmentzündung mit starken Bauchkrämpfen und Durchfall. Der Durchfall kann wässrig, schleimig oder blutig sein. Die Patienten haben ein auffallend großes Verlangen nach Fett.

Weitere Informationen zum Mittel Kalium nitricum

Mercurius corrosivus
Blutiger, schleimiger und wundmachender Durchfall. Starke Bauchkrämpfe.

Weitere Informationen zum Mittel Mercurius corrosivus

Stannum metallicum
Krampfartige Bauchschmerzen mit Durchfall. Der Durchfall erschöpft die Patienten stark. Die Schmerzen werden durch Zusammenkrümmen oder durch harten Druck gelindert.

Weitere Informationen zum Mittel Stannum metallicum

Acalypha indica
Durchfall mit brennenden Bauchschmerzen und Krämpfen. Der Stuhl spritzt unter dem Abgang von lauten Blähungen heraus. Blutungen aus dem After. Verschlechterung am Morgen.

Weitere Informationen zum Mittel Acalypha indica

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Ursachen für eine Durchfallerkrankung

  • Infektionen (Bakterien, Viren)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -vergiftungen
  • Alkohol- und Medikamentenmissbrauch
  • chronische Darmentzündung
  • seltener Tumorerkrankungen
  • schwere Infektionserkrankungen (als Begleiterscheinung)

Begleitende Symptome bei Durchfall

Behandlung von Durchfall

Lang anhaltender Durchfall führt zu einem erhöhten Flüssigkeitesverlust, was unbehandelt sogar zum Tod führen kann. In schweren Fällen werden Elektrolyte und Flüssigkeit per Tropf zugeführt. Leichter Durchfall darf selbst behandelt werden, indem die Nahrung  umgestellt wird. Hierfür gibt es kostenlos Nahrungspläne in den Apotheken. Auch natürliche Wirkstoffe können helfen, den Stuhl wieder zu verfestigen.

Durchfall, der mehrere Tage anhält, deutet auf eine Infektion hin und muss unbedingt medizinisch abgeklärt werden. Hierfür wird eine Stuhlprobe im Labor analysiert. Weiterhin können häufige Durchfälle die Folge einer chronischen Darmentzündung sein und bedürfen ebenfalls einer ärztlichen Behandlung. Hygiene und vermehrte Flüssigkeitszufuhr sind bei einer Durchfallerkrankung lebenswichtig.

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.

Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin

Unsere Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 16.04.2019