Phosphorus
in der Homöopathie

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin | Unsere Quellenangaben | letzte Aktualisierung: 07.08.2018

Abbildung des homöopathischen Einzelmittels Phosphorus Abbildung
beispielhaft
Hauptanwendungsgebiete:
  • Ängste
  • Nasenbluten
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Heuschnupfen
  • Magen- und Darmbeschwerden
Anwendungsgebiete im Detail
Typische Potenzen:
Phosphorus wird meist in den Potenzen D6, D12, C30 und C200 angewendet.
Verschreibungspflichtig: Phosphorus ist bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig.
Deutsche Bezeichnung: Gelber Phosphor
Stoffart: Mineralstoff

Was ist Phosphorus?

Phosphor kommt in der Natur ausschließlich in Form von Phosphaten (Salzen) vor, die an andere Mineralien gebunden sind. Die häufigsten bzw. am meisten genutzten Verbindungen bestehen zu Apatiten und Phosphoriten in vulkanischen Regionen. Sie werden weltweit in großen Mengen gefördert und in so genannten Lichtbogenöfen zusammen mit Koks und Quarzsand erhitzt. Das ab 1.400°C austretende Gas wird zu weißem Phosphor kondensiert. Unter hohen Temperaturen bzw. hohem Druck entsteht daraus roter oder violetter bzw. schwarzer Phosphor. Ihre hauptsächliche Verwendung finden die vier Arten als Dünge-, Trocken- und Flammschutzmittel; weitere Einsatzgebiete sind die Herstellung von Munition und Streichholzköpfen. In biologischen Organismen ist Phosphor für den Aufbau zentraler Bestandteile und die Aufrechterhaltung ihrer Funktion verantwortlich. Er begünstigt den Energiefluss in den Muskeln und aktiviert aufgenommenes oder enthaltenes Kalzium. Obwohl der Begriff "Phosphoros" in der griechischen Mythologie als Beiname für Licht und Helligkeit bringende Wesen steht, war Phosphor in der Antike unbekannt.

Er wurde erst im 17. Jahrhundert durch den deutschen Alchimisten Hennig Brand entdeckt, der das Rezept an seinen Kollegen Johann Daniel Kraft verkaufte. Fortan wurde Phosphor sowohl als Medizin als auch zur Herstellung von Feuerwerkskörpern und Zündhölzern verwendet. Die gesundheitlichen Folgen für die Patienten und Arbeiter waren fürchterlich; ein Zusammenhang zwischen den Leiden und ihrem Auslöser wurde aber erst knappe 200 Jahre später erkannt. Um das von Hahnemann geprüfte Mittel Phosphorus zu gewinnen, wird weißer Phosphor in Alkohol gelöst, anschließend gefiltert, mehrmals verdünnt und verschüttelt.

Anwendung von Phosphorus

Phosphorus kommt gegen Ängste, Kehlkopfentzündungen und Magenschwäche sowie lang anhaltende, schwer zu stillende Blutungen zum Einsatz. Desweiteren hilft Phosphor gegen Erbrechen, das durch warme Speisen oder Getränke ausgelöst wurde. Gibt der Patient seinem dadurch auftretenden Durst auf kaltes Wasser nach, führt auch dieses zum Erbrechen, sobald es sich im Magen erwärmt hat. Die Beschwerden nehmen bei Lärm, Gewitter, linksseitiges Liegen und die Aufnahme heißer Nahrung zu; durch frische Luft, Kälte, Trost, Ruhe und Schlaf tritt Besserung ein.

Erscheinungsbild von Phosphorus

Entsprechend der Leuchtkraft des Phosphors "strahlen" auch typische Phosphorus-Patienten. Sie sind angenehme, offene und liebenswürdige Menschen, die schon auf den ersten Blick sympathisch wirken. Da sie gern ihre Gefühle zeigen, sind sie leicht zu verletzen und verlangen dann viel Trost. Äußerlich fällt Phosphorus durch einen hohen, feingliedrigen Körperbau und rötliches oder rot-blondes Haar auf. Er leidet unter diversen Ängsten, macht sich Sorgen um seine Gesundheit und fürchtet sich vor Gewitter, Dunkelheit oder Alleinsein. Als besonders typisch gelten eine ausgeprägte Blutungsneigung und die rasche Ausbildung von blauen Flecken.

Darreichungsformen von Phosphorus

Bis einschließlich D3 ist Phosphorus verschreibungspflichtig; die üblichen Gaben liegen bei Potenzen zwischen D6 und D12.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Ängste
Angst vor Dunkelheit, Gewitter, Alleinsein besonders bei sensiblen, eher schreckhaften und furchtsamen Menschen mit Neigung zu Schwermut.
Brustschmerzen bei Erkältung und Husten
mit einem Druckgefühl auf der Brust und in der Herzgegend. Das Reden schmerzt, die Stimme ist rau, heiser oder verschwindet komplett.
Durst, groß
Großer Durst auf kalte Getränke, dann aber Neigung zu Brechreiz.
Haarausfall
Das Haar fällt in Büscheln aus. Bei einem geschwächten Allgemeinzustand verursacht durch eine kräftezehrende Krankheit.
Heiserkeit
bei schmerzhafter Heiserkeit, die bis zur Stimmlosigkeit führen kann. Häufig in Verbindung mit trockenem, hartem Reizhusten.
Herbstdepression
Schwächezustände, Überempfindlichkeit gegen Licht und Geräusche D12, dreimal täglich
Husten/ Bronchitis
bei trockenem, hartem Husten mit rauer Stimme oder Stimmverlust.
Magenübersäuerung
Empfindlichkeit gegen Säure allgemein, mit brennenden Magenschmerzen und Blähungen.
Menstruationsbeschwerden
hellrote, langanhaltende Blutungen mit der Neigung zu Nasenbluten. Der Zyklus kann durch starke Gefühle beeinflusst und dadurch unregelmäßig werden.
Migräne
Kopfschmerzen in Verbindung mit Übelkeit, Erbrechen und Schwindel sowie Sehstörungen wie Flackern und Blitze. Dabei sehr empfindlich bei lauten Geräuschen, Licht und Gerüchen. Auslöser sind geistige Überanstrengung und Ärger. Patient ist erschöpft, depressiv und schreckhaft. Beschwerden verschlimmern sich durch kalte Luft und in warmen Räumen. Besserung durch Ruhe und Schlaf. Verschreibungspflichtig bis einschließlich D3.
Nasenbluten
bei häufigem Nasenbluten, das spontan und ohne ersichtlichen Grund auftritt. Das Blut ist hellrot.
Sodbrennen/ saures Aufstoßen
empfindlich gegen Säure allgemein, mit brennenden Magenschmerzen und Blähungen. Patient hat großes Verlangen nach kalten Getränken, die erbrochen werden, sobald sie sich im Magen erwärmt haben.
Übelkeit und Erbrechen
mit Sodbrennen und nagenden Schmerzen. Sofortiges Erbrechen bei kaltem Essen oder Trinken. Auch bei nervöser Übelkeit wegen bevorstehender Prüfungen.

Dosierung, Wirkung und Zielgruppen

Anwendungsinformationen

Phosphorus Dosierung

Die für Phosphorus übliche Potenz D12 wird dreimal täglich mit fünf Globuli oder einer Tablette gereicht. Bei Durchfällen kann das Mittel stündlich mit drei Globuli genommen werden. Bei Besserung der Beschwerden wird es abgesetzt. Gefühlsschwankungen werden über mehrere Tage behandelt. Man gibt hier fünf Globuli D12 zweimal täglich, jedoch nicht über einen längeren Zeitraum hinweg.

Phosphorus Wirkung

Phosphorus wirkt auf die Atemwege, das Blut, das Nervensystem, den Verdauungstrakt, die Nieren und die Haut.

Phosphorus in der Schwangerschaft

Mit Phosphorus wird in der Schwangerschaft weniger häufig therapiert. Man kann es geben bei nächtlichem Heißhunger, Sodbrennen und Durchfall, bei Heiserkeit und Reizhusten. Es hilft ängstlichen, besorgten Schwangeren, die über Morgenübelkeit und Schwindel klagen, dazu stark negative Phantasien über den Verlauf der Schwangerschaft, die Geburt und die Gesundheit des Kindes entwickeln. Der Phosphorus-Bedarf zeigt sich bei Schwangeren meistens in damit verbundenen extremen Gefühlsschwankungen.

Phosphorus für Babys

Phosphorus kann geeignet sein für Babys, die häufig unter Nasenbluten leiden und schnell blaue Flecken bekommen.
Bei Erkältungen und Heuschnupfen mit großem Durst auf kalte Getränke wird es ebenfalls häufig eingesetzt.

Zum Arzneibild von Phosphorus gehören morgendliche Durchfälle. Der Stuhl ist dünn wie Wasser und kann unverdaute Nahrungsbestandteile enthalten. Die Kinder zeigen großen Durst auf kaltes Wasser, welches aber den Durchfall eher verstärkt.

Phosphorus für Hund, Pferd und Katze

Phosphorus gilt bei Tieren als großes Verletzungsmittel. Selbst kleine Verletzungen bluten sehr schnell und sehr lange. Das Blut ist leuchtend rot.

Das Mittel wird vor allem ängstlichen und übererregbaren Tieren gegeben. Wenn Tiere bei lauten Geräuschen sehr schreckhaft sind oder besonders ängstlich bei Sylvester-Knallerei, sollte an Phosphorus als Mittel gedacht werden. Die Tiere sind ganz allgemein eher ängstlich und bleiben nicht gerne alleine.

Nebenwirkungen von Phosphorus

Die Gabe von Phosphorus in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte möglichst nur unter fachkundlicher Aufsicht erfolgen. Das Mittel darf nicht langfristig oder bei unpassendem Erscheinungsbild verabreicht werden. Tritt nach einigen Tagen keine Besserung ein, sollte das Mittel nicht weiter gegeben werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Essen
  • Schlaf
  • frische Luft
  • Kälte
  • kaltes Essen und kalte Getränke
  • liegen auf der rechten Seite
  • Massagen
  • Ruhe
  • Trost
Verschlechterung:
  • am Abend
  • Bewegung
  • Elektrosmog
  • Gestank
  • Gewitter
  • kalte Luft
  • Lärm
  • links liegen
  • nach warmen Essen oder Trinken
  • Reden
  • seelische Belastung
  • stickige Räume
  • Überanstengung
  • Wasseradern
  • wenn das Wetter von kalt nach warm wechselt

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