Agnus castus

in der Homöopathie

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

🖊 Aktualisiert am: 28.02.2020



Was ist Agnus castus?

Agnus castus ist ein bewährtes homöopathisches Mittel zur Behandlung von Menstruations- und Klimakteriumsbeschwerden, bei prämenstruellem Syndrom, Unfruchtbarkeit und Impotenz. Es wird auch gegeben bei depressiven Zuständen.

Leitsymptome

  • Geistesabwesend
  • Impotenz bei Männern
  • Gelber Ausfluss bei Frauen
  • Juckreiz
  • Niedergeschlagenheit
  • Angst, besonders um die eigene Gesundheit
  • Versiegender Milchfluss während der Stillzeit

Informationen zum Mittel

Woran erkennt man Patienten, die Agnus castus benötigen?

Allgemein zeigt sich Agnus castus müde und geschwächt. Man fühlt sich benommen und geistesabwesend, fröstelt oder schwitzt stark, ist oft traurig und müde. Die Beine schwellen abends an, beim Gehen knickt man schnell um. Die träge Verdauung ist von starken, stinkenden Blähungen begleitet. Der Geschlechtstrieb ist unterentwickelt oder wird unterdrückt. Regelblutungen bleiben aus, kommen unregelmäßig und mit ziehenden Schmerzen vor und während der Periode. Bei Männern zeigen sich angeschwollene, kalte Hoden, aus der Harnröhre fließt gelbliches Sekret, beim Stuhlgang wird Prostata-Sekret beigemengt. Es kommt zu Erektionsstörungen.

Agnus castus-Erwachsene sind ängstlich besorgt um die eigene Gesundheit. Sie sind niedergeschlagen, verzweifelt und befürchten, bald sterben zu müssen.

Agnus castus-Kinder sind faul und hören weder auf die Eltern noch auf die Lehrer. Sie ertragen keinen Widerspruch. Die Kinder haben wenig Selbstvertrauen und sind daher vor Prüfungen oder Klassenarbeiten besonders aufgeregt. Beim Lernen oder Lösen von neuen Aufgaben geben sie schnell auf und sind dann unglücklich.

Modalitäten

Modalitäten im Begriffslexikon erklärt

Agnus castus ist bei allen typischen Symptomen angezeigt, die sich durch folgende Modalitäten verbessern oder verschlechtern:

Verbesserung:
  • Wärme
  • Warme Kleidung
Verschlechterung:
  • Kälte
  • Nässe
  • Alkohol
  • Druck
  • Berührung

Was sind typische Anwendungsgebiete für Agnus castus?

  • Menstruationsbeschwerden
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Erschöpfungszustände
  • Depressionen

Anwendungsgebiete im Detail

Abnehmen

Abnehmen in den Wechseljahren. Bei verlangsamtem Stoffwechsel und zusätzlichen Stimmungsschwankungen

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Abnehmen im Detail
Akne

Behandlung von Akne, die durch Einnahme der Pille hervorgerufen wird.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Akne im Detail
Drüsen

Stillprobleme - Zuviel oder zu geringe Milchproduktion, bei dauerhaftem Milchfluss und Abstillschwierigkeiten.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Drüsen im Detail
Impotenz

Geringe Libido und Zeugungsunfähigkeit. Die Geschlechtsorgane fühlen sich kalt an, es kommt zu Missempfindungen.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Impotenz im Detail
Menstruationsbeschwerden

Unregelmäßige, übermäßige oder sehr geringe Regelblutung mit schmerzhaften Krämpfen.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Menstruationsbeschwerden im Detail
Wechseljahresbeschwerden (Klimakteriumsbeschwerden)

Bei Hitzewallungen und Depressionen.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Wechseljahresbeschwerden (Klimakteriumsbeschwerden) im Detail

Anwendungsinformationen

Darreichungsformen von Agnus castus

Man therapiert oral in den Potenzen D4 bis D12, bei chronischen Beschwerden auch mit Globuli D30 und als Injektion.

Agnus castus Dosierung

Einnahme und Dosierung

Bei Beschwerden der Geschlechtsorgane oder prämenstruellem Syndrom gibt man dreimal täglich fünf Globuli Agnus castus in der Potenz D12 oder D4. Zur Unterstützung der Empfängnis wird mit einer D30 Potenz therapiert, die man einmal wöchentlich mit fünf Streukügelchen gibt. In der zweiten Zyklushälfte kann stattdessen gewechselt werden auf fünf Globuli täglich in der Potenz D4. Zur positiven Unterstützung von Risikoschwangerschaften reicht man Globuli in höheren Potenzen. Über die endgültige Dosierung und Einnahmedauer sollte hierbei im Einzelfall ein Arzt oder ein erfahrener Homöopathen bestimmen.

Agnus castus Wirkung

Agnus castus wirkt regulierend auf den Hormonhaushalt und somit auf vielerlei Beschwerden, die durch Hormonschwankungen entstehen.

Agnus castus in der Schwangerschaft

Homöopathie während der Schwangerschaft

Die therapeutische Wirkung des Mönchspfeffers wird schon vor der Schwangerschaft genutzt. Man gibt es bei unerfülltem Kinderwunsch zur Zyklusoptimierung und zur Stimulierung des Gelbkörperhormons. Bei bestehender Schwangerschaft mit eventueller Neigung zum frühzeitigen Abort, kann das Mittel im ersten Drittel der Schwangerschaft weiterhin gegeben werden. Die Schwangere sollte sich am besten mit ihrem Arzt oder einem Homöopathen abstimmen.

Agnus castus für das Baby

Homöopathie für Säuglinge und Babys

Agnus castus ist ein bewährtes Mittel zur Behandlung von Durchfall bei gestillten Kindern. Sie leiden häufig unter Schluckauf. Das Mittel ist hilfreich, wenn Babys mitten im Schlaf ganz plötzlich und erschreckt erwachen.

Agnus castus für Hund, Pferd und Katze

Homöopathie für Tiere

Übermäßiger Geschlechtstrieb bei Hunden, Katzen und Pferden wird häufig mit Agnus castus behandelt.

Nebenwirkungen von Agnus castus

Nebenwirkungen von Agnus castus sind nicht bekannt. Bei bestehender Schwangerschaft sollte das Mittel nicht eigenständig verabreicht werden.

Ähnliche Mittel

Caladium

Agnus castus und Caladium werden häufig bei Impotenz angewendet, da sie in Bezug darauf Ähnlichkeiten aufweisen. Bei Caladium ist die Impotenz oft mit sexueller Erregung verbunden. Der Penis bleibt vollkommen schlaff. Die Genitalien sind auffällig kalt.

Typische Potenzen:
Agnus castus wird meist in den Potenzen D6, D12, C6 und C12 eingesetzt.
Deutsche Bezeichnung:
Mönchspfeffer, Keuchschlamm
Stoffart:
Pflanze

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

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Unsere Quellenangaben

  • Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, Roger Morrison, Kai Kröger Verlag für homöopathische Literatur, Groß Wittensee, 1. Auflage, 1995
  • Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre, William Boericke, Narayana Verlag, Kandern, 3. Ausgabe, 2010
  • Leitsymptome homöopathischer Arzneimittel, Henry C. Allen, Urban & Fischer Verlag, 5. Auflage, 2017

Letzte Aktualisierung: 28.02.2020