Viburnum opulus

in der Homöopathie

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

🖊 Aktualisiert am: 18.05.2020



Was ist Viburnum opulus?

Viburnum opulus ist ein typisches homöopathisches Frauenmittel. Man setzt es ein bei starken Regelbeschwerden, damit zusammenhängenden Magen-Darm- und Blasenbeschwerden sowie bei Gebärmutterkrämpfen und drohenden Fehlgeburten.

Das Mittel eignet sich auch zur Behandlung junger Patientinnen und für Frauen, die unter Endometriose leiden.

Leitsymptome

  • Ruhelosigkeit
  • Übelkeit in Verbindung mit Beckenbeschwerden
  • Depressive Verstimmung
  • Verwirrtheit
  • Hämmernde Kopfschmerzen bei jedem Husten
  • Geschwollene, schmerzende Nebenhoden
  • Krampfartige Schmerzen im Bereich der Eileiter und Eierstöcke
  • Menstruationsschmerzen, die bis in die Oberschenkel ausstrahlen
  • Drohende Fehlgeburt
  • Plötzliche Bauchkrämpfe

Informationen zum Mittel

Woran erkennt man Patienten, die Viburnum opulus benötigen?

Das Erscheinungs- bzw. Arzneimittelbild von Viburnum opulus wurde bisher noch wenig erforscht. Generell erscheinen die Patienten ruhelos, können weder still sitzen noch ausgestreckt liegen. Sie leiden unter nervöser Unruhe, sind schnell aufbrausend. Im Unterleib herrscht ein Druckgefühl mit Zug nach unten. In der Schamgegend kommt es zu unregelmäßigen Schmerzen, die in die Oberschenkel ausstrahlen. Man neigt zu starker Verstopfung, leidet an Übelkeit, hat vermehrten Harndrang. Es fühlt sich an, als würden die Eingeweide heraustreten. Das Gesicht ist heiß, die Augen gerötet und gereizt. In der Zeit zwischen den Blutungen kommt es zu brennendem Weißfluß. Die Schamgegend ist wund und gerötet.

Modalitäten

Modalitäten im Begriffslexikon erklärt

Viburnum opulus ist bei allen typischen Symptomen angezeigt, die sich durch folgende Modalitäten verbessern oder verschlechtern:

Verbesserung:
  • Bewegung
  • Druck in der Schmerzgegend
  • Ruhe
Verschlechterung:
  • Stillsitzen oder Stillliegen
  • Ruckartige Bewegung
  • Feuchtkalte Witterung
  • Nachts
  • Schlecht belüftete Räume
  • Essen

Was sind typische Anwendungsgebiete für Viburnum opulus?

  • Blasenentzündungen
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung

Anwendungsgebiete im Detail

Appetit, vermindert

Man mag auf Grund von Übelkeit und Brechreiz nichts zu sich nehmen. Trotz Appetitlosigkeit und Übelkeit lindert Nahrungsaufnahme die regelbegleitenden Beschwerden.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Appetit, vermindert im Detail
Blasenbeschwerden und Blasenentzündungen

Während der Menstruation ständiger Harndrang, teilweise bis hin zur Inkontinenz.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Blasenbeschwerden und Blasenentzündungen im Detail
Kopfschmerzen/ Migräne

Quetschender Kopfschmerz, als würde sich der Kopf zwischen Schraubzwingen befinden. Tritt auf während der Menstruation, begleitet von Schwindel, der bei Bewegung verstärkt wird.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Kopfschmerzen/ Migräne im Detail
Menstruationsbeschwerden

Heftige, wehenartige Unterleibskrämpfe, insbesondere in der Region der Eierstöcke, mit starken Rückenschmerzen und Ausstrahlung in die Oberschenkel. Die Blutung ist massiv, geht in großen Klumpen ab, als würde die Gebärmutter herausdrängen, riecht unangenehm. Oft setzt die Periode verfrüht oder verspätet ein.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Menstruationsbeschwerden im Detail
Übelkeit und Erbrechen

Starke Appetitlosigkeit und spontanes Erbrechen - auch nüchtern - während der Periode. Essen lindert die Beschwerden.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Übelkeit und Erbrechen im Detail
Verstopfung (Obstipation)

Tritt hauptsächlich während der Menses auf. Der Stuhlgang ist hart und trocken, begleitet von messerscharfen Schmerzen. Kann beim Abgang kleine Risse bzw. Fissuren in der Analhaut verursachen.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Verstopfung (Obstipation) im Detail

Anwendungsinformationen

Darreichungsform von Viburnum opulus

Das Mittel wird als Tropfen (Urtinktur) oder als Globuli bis D12, üblicherweise jedoch D6, gereicht.

Viburnum opulus Dosierung

Einnahme und Dosierung

Viburnum opulus gilt als Akutmittel, welches bei Beschwerden im Abstand von 10 bis 15 Minuten mit fünf Globuli oder Tropfen gereicht werden kann bis sich die Symptomatik merklich bessert. Mehr als sechs Gaben pro Stunde sollten nicht erfolgen. Tritt eine Besserung ein, wird die Dosis auf bis auf maximal drei Gaben täglich herabgesetzt bzw. auf das Mittel verzichtet.

Viburnum opulus in der Schwangerschaft

Homöopathie während der Schwangerschaft

Das Mittel kann bei drohender Fehlgeburt gereicht werden, auch bei starker Schwangerschaftsübelkeit und Appetitlosigkeit. Schwangeren ist jedoch grundsätzlich aufgrund der Erstverschlimmerung davon abzuraten, Viburnum opulus in Eigenmedikation zu verwenden. Man sollte daher bei Schwangerschaftsbeschwerden zur Mittelwahl einen Homöopathen oder Arzt zu Rate ziehen.

Nebenwirkungen von Viburnum opulus

Es sind keine Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verzeichnet. Die Ersteinnahme kann zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Symptome führen.

Typische Potenzen:
Urtinktur bis D12
Deutsche Bezeichnung:
Gemeiner Schneeball, Wasserschneeball, Herzbeer, Blutbeer
Stoffart:
Heilpflanze

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin

Unsere Quellenangaben

  • Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, Roger Morrison, Kai Kröger Verlag für homöopathische Literatur, Groß Wittensee, 1. Auflage, 1995
  • Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre, William Boericke, Narayana Verlag, Kandern, 3. Ausgabe, 2010
  • Leitsymptome homöopathischer Arzneimittel, Henry C. Allen, Urban & Fischer Verlag, 5. Auflage, 2017

Letzte Aktualisierung: 18.05.2020