Schlafstörungen homöopathisch behandeln

Abbildung zu Schlafstörungen
© Andrey Popov / Fotolia

Unter Schlafstörungen leiden Menschen, die schlecht einschlafen oder durchschlafen und die durch verschiedene Faktoren vom Schlafen abgehalten werden. Je nach Ausprägung der Störung sind Patienten mehr oder weniger von den Auswirkungen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Erschöpfung betroffen. Bestehen die Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum hinweg, kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt sein. 

Homöopathische Mittel erleichtern das Ein- und das Durchschlafen. Der Patient kann sich während der Nacht wieder ausreichend erholen und ist tagsüber leistungsfähig und fit. 

 

Unterstützende homöopathische Mittel

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Schlafstörungen, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Körper und Geist sind erregt und hellwach, unregelmäßiger Herzschlag und schneller Puls. Patient hat intensive Träume, wacht häufig gegen 3.00 Uhr auf.
Albträume durch seelische Belastungen und Angst, besonders geeignet im Alter.
mit großer Unruhe, begleitet von Angst z. B. vor Einbrechern und Tod.
durch Unruhe und Aufregung vor einem bevorstehenden Ereigniss, z. B. Prüfung oder Vorstellungsgespräch.
wegen geistiger Erschöpfung oder nach großen körperlichen oder geistigen Anstrengungen.
bei Übermüdung nach körperlicher Anstrengung, häufig mit Muskelschmerzen. Patient wälzt sich im Bett hin und her und findet keine Ruhe.
sehr leichter Schlaf durch frischen Kummer. Patient muss häufig gähnen und seufzt viel.
Einschlafstörungen wegen eines lang zurückliegenden traurigen Ereignisses oder eines lang anhaltenden Kummers.
wach liegen wegen Zorn und Ärger. Sehr gut geeignet für Kinder während des Zahnens, die reizbar oder ärgerlich sind und herumgetragen werden möchten.
nach übermäßigem Genuss von Kaffee, Nikotin oder Alkohol. Bei eher reizbaren, ärgerlichen Patienten, die in den frühen Morgenstunden aufwachen und z. B. wegen Gedanken an die Arbeit nicht mehr einschlafen können.
Trotz großer Erschöpfung und Müdigkeit ist der Schlaf unruhig, oberflächlich, von häufigem Aufwachen oder Einschlafschwierigkeiten gestört. Die Gedanken kreisen unaufhörlich ("Gedankenkarussell").
Der nächtliche Schlaf ist oberflächlich und durch Zähneknirschen beeinträchtigt. Tagsüber macht sich ein häufiges Gähnen bemerkbar.
Der Schlaf ist über einen längeren Zeitraum erheblich gestört, wird ständig unterbrochen durch Geräuschwahrnehmungen. Auch bei stressbedingten Schlafunregelmäßigkeiten, wo das grüblerische Denken die Nachtruhe beeinträchtigt.
Nächtliches Erwachen durch unruhige Beine (Restless Legs).
Man kann trotz großer Müdigkeit nicht einschlafen, ist rastlos, muss umherwandern.
Leichter Schlaf, der häufig und langzeitig unterbrochen wird, mangelnde Tiefschlafphase. Erschwertes Einschlafen durch Grübeleien.
Träume vom Fliegen und von Spinnen, wiederkehrende Schlaflosigkeit / nächtliches Aufwachen durch innere Unruhe.
Man wälzt sich ruhelos von einer Seite auf die andere, grübelt, verspürt Hunger. Erst nach Mitternacht kann man einschlafen.
Das Ein- und Durchschlafen fällt schwer, trotz größter Müdigkeit.
Unruhiger Schlaf, nächtliches Erwachen durch Schweißausbrüche und Albträume. Erhöhtes Schlafbedürfnis am Nachmittag.
Einschlafstörungen durch Pulsierungsgefühl am ganzen Körper, eventuell auch starken Hunger. Man kommt erst nach Mitternacht zur Ruhe, träumt dann sehr lebhaft, meist von Ärger und Streit.
Ständiges Aufwachen und unruhige Träume. Man erwacht, als hätte man nicht geschlafen, fühlt sich total erschöpft, wie nach einem Übermaß an Alkohol ("Katergefühl").
Husten in der Nacht. Der Hals fühlt sich verschwollen an, kann schmerzen. Man hat starken Durst. Die Atmung ist schnell. Obwohl man müde ist, kann man nicht ein- und durchschlafen, ist sehr unruhig, wälzt sich im Bett.
Obwohl man sich müde fühlt, fällt das Ein- und Durchschlafen schwer. Man träumt nicht, wälzt sich ruhelos umher. Einseitiges Liegen bereitet Schmerzen. Tagsüber muss man ständig gähnen, weil der Schlaf fehlt.
Insbesondere für Kinder geeignet. Sie schlafen schnell ein, erwachen plötzlich voller Tatendrang. Arme und Beine sind in ständiger Bewegung. Umherwandern im Bett, wildes Gestikulieren und Plaudern, ausgeprägte Suche nach Spielzeug.
Man kann abends nicht einschlafen, weil man über die eigene Vergangenheit grübelt und über Wiedergutmachung persönlicher Fehler nachdenkt.
Häufiges Aufwachen durch Schweißausbrüche. Man knirscht mit den Zähnen. Lebhafte Träume, in denen man gefressen, gebissen, geschlagen oder lebensbedrohend verfolgt wird. Tagsüber ist man unausgeglichen, ruhelos, gereizt, hat Kopfschmerzen. Der ganze Körper fühlt sich matt und gerädert an.
Trotz großer Müdigkeit kann man vor lauter Sorgen nicht einschlafen, wird nachts durch Albträume geweckt. Die Gedanken kreisen ständig um existenzbedrohende Themen.
Erwachen durch Übelkeit und Albträume vom Fallen ins Bodenlose.
Die Patienten können aufgrund von geistiger Erschöpfung, körperlicher Überanstrengung oder innerer Unruhe nur schwer einschlafen. Der Schlaf ist unruhig und die Betroffenen wachen häufig während der Nacht auf.
Die Patienten schlafen unruhig und werfen sich im Bett hin und her. Sie träumen wild und wachen erschreckt auf. Beim Aufrichten wird ihnen schwindelig.
Vor Mitternacht finden die Patienten nicht in den Schlaf. Sie sind hellwach und fühlen sich, als hätten sie zu viel Kaffee getrunken. Ab 3 Uhr in der Nacht sind sie wieder wach und können nicht mehr einschlafen.
Schlafstörungen bei Kindern in Verbindung mit unruhigen Beinen und Zähneknirschen.
Frühmorgendliches Erwachen und Tagesschläfrigkeit.
Andauernde Schlaflosigkeit und Aussetzung der Atmung beim Einschlafen. Die Patienten wachen auf, mit dem Gefühl zu ersticken. Sie haben Angst davor, wieder einzuschlafen.

Die Schlafstörungen lassen sich durch ihre Symptome und Ursachen in über 80 verschiedene Formen unterscheiden. Die Einteilung der Schlafstörung kann grob in

  • Einschlafstörung und
  • Durchschlafstörung erfolgen.

Einschlafstörung
Eine mögliche Einschlafstörung trifft dann zu, wenn die Betroffenen Probleme haben abends zur Ruhe zu kommen und über eine halben Stunde wach im Bett liegen.

Durchschlafstörung
Eine Durchschlafstörung zeichnet sich dadurch aus, dass die Betroffenen nach weniger als sechs Stunden Schlaf ohne ersichtlichen Grund erwachen und anschließend keinen Schlaf mehr finden.Um von einer Störung zu sprechen, sollte dieser Zustand mindestens 3x wöchentlich auftreten. Bei konstanten Schlafstörungen können zusätzlich

Mögliche äußere Ursachen meiden

Die Schlafstörung kann unzählige Ursachen haben. Äußere Einwirkungen, wie

  • Lärm,
  • ein unbequemes Bett,
  • Lichtquellen oder
  • zu hohe bzw. zu niedrige Raumtemperatur

können die Schlafgewohnheiten stören und gilt es daher zu vermeiden.

  • Bei auftretenden Schlafstörungen sollten Getränke die Koffein enthalten, nach 16 Uhr vermieden werden.
  • Außerdem können sich Videospiele oder Fernsehen kurz vor dem Schlafengehen negativ auf das Schlafverhalten auswirken.
  • Psychische Belastung, ausgelöst durch Ängste, Sorgen, Probleme oder Kummer, kann ebenfalls zu Schlafstörungen führen.

Behandlung bei anhaltenden Schlafentzug

Hält der Schlafentzug über mehrere Nächte an und kann somit in den darauf folgenden Nächten nicht ausgeglichen werden, sollten verschiedene Möglichkeiten einer Behandlung in Erwägung gezogen werden. Dabei können

  • Entspannungstechniken,
  • natürliche Mittel,
  • pflanzliche Mittel und
  • homöopathische Mittel

die Beschwerden reduzieren.

Schlafstörungen bei Kindern

Erste Anzeichen für Schlafstörungen bei Kindern können sein:

  • Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule oder Kita
  • Große Müdigkeit am Vormittag
  • gesteigerter Bewegungsdrang (wildes Toben, nicht still sitzen können)
  • Niedergeschlagenheit
  • auffällige Verhaltensweisen (wie Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Kindern oder Trennungsängste)

Typische Ursachen für Schlafprobleme bei Kindern

  • Ängste, Sorgen und Schulstress
  • Alpträume, Schlafwandeln und der Nachtschreck
  • Großer/übermäßiger Medienkonsum, vor allem am Abend (Fernsehen, Handy und Videospiele)
  • Zu spätes Zubettgehen (10 Std. Netto-Schlafzeit sollten es schon sein)
  • Ungünstige Schlafgewohnheiten (Herumtragen zum Einschlafen oder an Mamas Haaren zupfen um in den Schlaf zu kommen)
  • Licht und Lärm
  • üppige und schwere Mahlzeiten am Abend
  • koffeinhaltigen Getränke wie Eistee oder Cola

Voraussetzungen für eine schlafreiche Nacht bei Kindern

  • Ausgelastete Kinder schlafen besser (viel Bewegung an der frischen Luft, kreative Beschäftigungen die zum Denken anregen)
  • Gewohnte Abläufe, regelmäßiger Tagesablauf und Routine helfen beim Zubettgehen
  • Einschlafrituale erleichtern den Start in die Nacht
  • Ein klarer Schlafplatz schafft Verlässlichkeit und schenkt Geborgenheit
  • Mit „Bettgesprächen“ können Kinder den Tag besser abschließen
  • Kuscheltiere, Schnuffeltücher & Co. als Schlafbegleiter

Wann zum Arzt?

Hält die Schlafstörung trotz der Vorkehrungen weiter an, sollte eine fachmännische Beratung beim Arzt erfolgen, um mögliche körperliche oder psychische Erkrankungen auszuschließen.

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.

Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin
Unsere Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 17.04.2019