Homöopathische Behandlung bei Erschöpfungs- & Schwächezustände

Abbildung zu Erschöpfung/ Schwäche
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Erschöpfung oder Schwäche kann ein akuter Zustand sein, der durch zu wenig Schlaf oder zu viel geistiger bzw. körperlicher Anstrengung hervorgerufen wird. Betroffen fühlen sich müde, antriebslos und schlapp. Hält die Belastungssituation über einen längeren Zeitraum an, kann sich ein chronischer Erschöpfungszustand (Burn-Out) einstellen. Hinter Erschöpfung kann sich aber auch eine körperliche Erkrankung verbergen, die behandelt werden muss.

Homöopathische Mittel können dazu beitragen, dass Betroffene wieder mehr Energie und Kraft haben. Bei einem Burn-Out kann die Homöopathie begleitend angewendet werden.

Unterstützende homöopathische Mittel

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Erschöpfung/ Schwäche, das am besten zu Ihrer Situation passt.

nach geistigen oder körperlichen Anstrengungen, auch bei Erschöpfung nach langen Reisen oder Jetlag durch Zeitverschiebung. Nimmt man Arnica vorsorglich ein kann man Müdigkeit als auch Muskelkater vermeiden. bei Jetlag im Wechsel mit Nux vomica
bei Müdigkeit besonders nach geistger Überarbeitung mit Tendenz zu Burn-out. Häufig in Verbindung mit Kopfschmerzen. Typisch ist ein allgemeines Schwächegefühl sowie ein nervöser Magen. Besserung bei leichter Bewegung.
starke Erschöpfung und Müdigkeit mit dem Gefühl der Hinfälligkeit, jede noch so kleine Anstrengung wird als zuviel empfunden. Auslöser ist häufig eine Krankheit mit Durchfall oder Erbrechen. Man fühlt sich zittrig und hat einen blassen Teint.
nervöse Erschöpfung und Müdigkeit vor allem bei sensiblen, zu Blutarmut neigenden Erwachsenen und Kindern. Schulkinder neigen zu stressbedingten Kopfschmerzen.
geistige Erschöpfung, die ausgelöst wird durch Prüfungsangst, Termindruck oder Versagensängste. In der Nacht wird man von Alpträumen geplagt, morgens wacht man zitternd auf.
Zerschlagenheitsgefühl nach Stress, vor Terminen oder in ungewohnten Situationen. Schlappes, energieloses Körpergefühl mit Benommenheit und evtl. Schwindel. Oft in Verbindung mit nervösem Durchfall.
Erschöpfung durch Überarbeitung, häufig in Verbindung mit Kopfschmerzen, Zerstreutheit und Vergesslichkeit. Aus Angst vor Misserfolg und Mangel an Selbstvertrauen, kann es bis zu einem Blackout/Kollaps kommen.
Symptome vegetativer Dystonie und des "Burn-out-Syndroms". Tiefe geistige Erschöpfungszustände, der Kopf fühlt sich schwer und überladen an. Man ist unruhig, vergessslich, reizbar und reagiert hysterisch auf Kleinigkeiten. Ambra-Menschen fühlen sich chronisch überfordert. Sie ziehen sich vom sozialen Umfeld zurück und entwickeln depressive Verstimmungen.
Altersschwäche - Gefäßverkalkung und altersbedingte körperliche Auszehrung, gepaart mit Verdruss, mangelndem Antrieb und Hypochondrie. Der Gang ist zittrig, es kann zu schlaffen Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen kommen. Gelblich verfärbte Haut ohne Spannkraft. Bei Männern kommt es zu Prostatavergrößerung, Hodenverhärtung, Impotenz, vorzeitigem Samenerguss.
Der Patient zeigt eine ausgeprägte Trägheit, er mag sich weder körperlich bewegen noch geistig anstrengen. Er erschrickt sich oft und ist sehr empfindlich gegenüber Außenreizen.
Bis an Teilnahmslosigkeit reichendes Desinteresse am täglichen Leben mit Gedächtnisdefiziten. Anzeichen von Apathie. Das Interesse an körperlichen, geistigen und sexuellen Aktivitäten ist kaum noch vorhanden. Stattdessen tritt ein übergroßes Verlangen tagsüber nach Schlaf und Ruhe auf, während die Nachtruhe gestört sein kann. Häufige zeigen sich die Symptome im Rahmen einer Rekonvaleszenz. Kinder leiden zudem unter periodischem Kopfschmerz aufgrund geistiger Überforderung.
Gedächtnisverlust, überwiegend Namen können schnell vergessen werden. Stark vermindertes Erinnerungsvermögen und Wortfindungsstörungen sowie große Konzentrationsschwäche oder ausgeprägte Mängel beim Lesen und Schreiben. Der Patient hat ein verzerrtes Zeitgefühl und empfindet das Tagesgeschehen als endlos, ist zugleich sehr reizbar und neigt zu Weinerlichkeit.
Tagsüber Müdigkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis. Man fühlt sich abgespannt und matt, kann sich auf nichts konzentrieren.
Körperliche und geistige Leistungsschwäche, man fühlt sich ständig matt und übermüdet, hat regelmäßig Kopfschmerzen. Das Immunsystem ist geschwächt, man neigt zu Infektionen, hat häufig Nervenschmerzen.
Bei großer geistiger Anstrengung, z.B. Prüfungsvorbereitungen, wenn man sich völlig übermüdet und nicht mehr aufnahmefähig fühlt.
Tiefste Erschöpfungszustände, wie sie auch bei Pfeifferschem Drüsenfieber auftauchen; nervöse Erschöpfung mit Bauchkrämpfen
Chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit. Auch indiziert bei Kräfteverfall durch Alkoholmissbrauch.
Symptome der vegetative Dystonie wie Schlafstörungen, Schwindel, Herz- und Magenbeschwerden, Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen.
Große Schwäche und Müdigkeit nach geistiger Überanstrengung. Die Patienten können sich kaum noch konzentrieren. Begleitend treten dumpfe Kopfschmerzen in Hinterkopf und Nacken auf.
Schwäche und Erschöpfung mit Schwindelanfällen. Auslöser sind häufig Flüssigkeitsverluste (Blutungen, Erbrechen, Durchfall, Stillen) oder Unterernährung. Die Patienten sind sehr müde und werden vor allem morgens durch Übelkeit geplagt. Diese wird durch Kaffee oder Essen besser.
Erkältung mit Schnupfen und Husten. Die Nase ist verstopft und es wird ein wässriges oder schleimiges Sekret abgesondert. Das Nasensekret ist ätzend und macht die Lippen und den Naseneingang wund. Die Patienten sind heiser und haben brennende Halsschmerzen. Der Husten ist während der Nacht trocken. Nachmittags wird schleimiger Auswurf abgehustet.
Große Schwäche und Erschöpfung. Die Patienten wirken melancholisch und ängstlich. Sie sitzen lange gedankenverloren und meditieren. Auffällig ist eine große Kälteempfindlichkeit.
Die Patienten sind erschöpft und verspüren ein Gefühl der Wundheit und Zerschlagenheit am ganzen Körper. Verschlimmerung der Erschöpfung durch Bewegung. Besserung durch Ruhe, Wärme und beim Liegen.
Erschöpfung in Verbindung mit Unterleibsbeschwerden. Besser bei der Arbeit. Die Nerven sind überreizt und die Stimmung niedergeschlagen.
Körperliche Erschöpfung mit schneller Ermüdung, niedergeschlagener Stimmung und Verlust von Körpergewicht. Jegliche noch so kleine Anstrengung sowie Gemütserregungen und Sprechen verschlimmern die Beschwerden.
Schwere Erkrankungen mit Entkräftung, Erbrechen und großer Frostigkeit.

Ursachen von kurzzeitiger Erschöpfung/Schwäche
Erschöpfung oder Schwäche steht nicht für ein bestimmtes Krankheitsbild, sondern stellt vielmehr ein Symptom dar. Die normale Erschöpfung beziehungsweise Schwäche ist vielen bekannt, denn sie tritt häufig bei stressreichen Situationen auf wie z. B.

  • Prüfungsvorbereitungen,
  • Umzug,
  • Jetlag und
  • Schlafmangel sowie bei
  • Mangelernährung oder als
  • Medikamentennebenwirkungen.

Diese Form verschwindet in der Regel kurze Zeit nach der auslösenden Situation.

Ursachen von länger andauernde Erschöpfung/Schwäche 
Sollte die Erschöpfung oder Schwäche über einen längeren Zeitraum andauern oder ist kein Auslöser bekannt, dann sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Denn das Symptom kann auch auf schwerwiegende Erkrankungen hinweisen, wie z. B.

  • Herzschwäche
  • Burnout
  • Erkrankungen von Herz, Nieren, Leber oder Lungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Entzündungen
  • chronisches Erschöpfungssyndrom
  • Erkältung (beginnende Infekte)
  • Blutarmut oder
  • Krebserkrankungen verantwortlich für die allgemeine Abgeschlagenheit sein.

Um dieses abklären zu lassen, sollte unbedingt ein Bluttest vorgenommen werden.

Symptome von Erschöpfungs- und Schwächezuständen

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Unlust
  • Desintresse
  • Konzentrationsstörungen
  • Leistungsstörungen (verminderte Leistungsfähigkeit)
  • Motivationsmangel
  • muskuläre Schwäche
  • Schlafstörungen
  • Kopf-und Gelenkschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Traurigkeit
  • Symtome eines Burn-out-Syndroms

Erschöpfung und Schwächezustände bei Kindern
Auch Kinder können schon unter Erschöpfungs- und Schwächezuständen leiden.

Die Symptome ähneln denen von Erwachsenen. Zusätzlich können auch noch

  • Essstörungen,
  • schulische Probleme,
  • Aggressivität oder
  • Klammern auftreten

Ursachen für Erschöpfung/Schwäche bei Kindern

  • Soziale Isolation und Vernachlässigung
  • Reizüberflutung
  • Schulstress
  • Schlafmangel
  • Mangelernährung
  • zu hoher Leistungsdruck (z. B. im Sportverein)
  • Krankheiten und Infektionen

Behandlung von Erschöpfungs- und Schwächezuständen
Die Therapie richtet sich nach den jeweiligen Ursachen. Sollte Stress ursächlich für die Schwäche oder Erschöpfung sein, dann sollte der Stress deutlich reduziert werden. Hierfür können beispielsweise auch spezielle Entspannungsmethoden (wie zum Beispiel das Autogene Training) hilfreich sein.

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.

Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin
Unsere Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 17.04.2019