Homöopathische Hilfe bei Verdauungsstörungen

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin | Unsere Quellenangaben | letzte Aktualisierung: 07.08.2018

Abbildung zu Verdauungsstörungen/ Magenverstimmung
© Pathathai Chungyam / Fotolia

Wenn Verdauungsstörungen im Erwachsenenalter auftreten, dann handelt es sich in der Regel um das Krankheitsbild der Dyspepsie. Wie alle Befindlichkeitsstörungen, die mit funktionellen Beschwerden einhergehen, gehört auch die Dyspepsie zum psychosomatischen Formenkreis.

Ziel einer homöopathischen Behandlung ist die Linderung von Beschwerden wie Blähungen, Aufstoßen, Völlegefühl, Druckgefühl oder Schmerzen. Zudem sollen homöopathische Mittel das seelische Befinden harmonisieren. 

Unterstützende homöopathische Mittel

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Verdauungsstörungen/ Magenverstimmung, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Arsenicum album
mit Erbrechen und Durchfall, weil Fisch, Saures, Früchte und kalte Getränke nur schwer verdaut werden. Auch bei Brechdurfall durch verdorbene Nahrung. Haufig mit kaltem Schweiß, Zittern und großem Durst.
Lycopodium
Sodbrennen, Blähungen und Verdauungsstörungenen nach zu kohlehydratreicher Kost. Enges um den Bauch wird nicht vertragen. Großes Verlangen nach Süßigkeiten und nächtlicher Hunger.
Carbo vegetabilis
sauer-fauliges Aufstoßen und starke Blähungen. Träge Verdauung mit großem Völlegefühl, Magendruck und dünnem, stinkendem Stuhlgang. Abneigung gegen fette Speisen, Milch und Alkohol.
Bryonia
mit Übelkeit bis zu Erbrechen zusammen mit dem Gefühl als läge ein Stein im Magen gleich nach dem Essen. Verstopfung und Durchfall wechseln sich ab. Trockenes Mundgefühl und großer Durst.
Pulsatilla
mit Übelkeit, ranzigem Aufstoßen und Erbrechen nach Fett, Eis oder Durcheinanderessen. Abneigung gegen Wärme und Hitze, Verlangen nach frischer Luft, wenig bis keinen Durst.
Nux vomica
sauer-bitteres Aufstoßen, krampfartige Blähungen oder Magenschmerzen etwa eine halbe Stunde nach dem Essen. Brech- und Würgereiz ohne erbrechen zu können. Auslöser sind zu schweres Essen, übermäßiger Alkohol- oder Nikotingenuss.
Okoubaka
Sodbrennen, Übelkeit und Blähungen mit Durchfall oder Verstopfung durch Nahrungsmittelunverträglichkeit oder verdorbene Speisen. Patient fühlt sich appetitlos, schwach und müde. Sehr geeignet auf Reisen, kann auch vorbeugend eingenommen werden.
Cina
Bei Behandlung und Nachsorge bei Wurmbefall im Magen-Darm-Trakt, insbesondere bei Spulwürmern, der sich durch Heißhunger nach Nahrungsaufnahme, Übelkeit, Erbrechen und Nabelschmerzen äußert, begleitet von unerklärbarer Abmagerung sowie bläulich-schattierten Erschöpfungszeichen im Gesicht, insbesondere unter den Augen und in der Mundregion.
Medorrhinum
Übel riechende Blähungen unabhängig von der Nahrungsaufnahme. Morgens große Übelkeit bis hin zu Brechreiz. Ein Stuhlabgang ist nur beim Zurücklehnen möglich, der After ist dabei stark gerötet, juckt oder brennt entzündlich.
Hydrastis canadensis
Dumpfes Drücken im Magen mit Schwächegefühl. Die Verdauung ist allgemein träge und langsam, häufig treten Verstopfungen auf. Leber- und Gallenfunktion sind gestört und gestaut.
Antimonium crudum
Unmittelbar nach dem Essen fühlt man sich wie ein Ballon aufgebläht. Brechreiz und Übelkeit, wechselseitig Verstopfung und Durchfall. Die Zunge zeigt einen dicken weißen Belag.
Acidum benzoicum
Dünne, sauer riechende Durchfälle, teilweise blutig oder weiß aufgeschäumt. Saure Blähungen und Sodbrennen. Brennender Druck im Magen.
Magnesium carbonicum
Kolikartige Krämpfe in Magen und Darm mit saurem Aufstoßen und bitterem Erbrechen. Wässrige, teilweise blutschleimige oder cremig-grüne Durchfälle, die sauer riechen. Man mag weder Fett noch Fleisch. Der Gallenfluss ist behindert, es kommt zu stechenden Krämpfen in der Lebergegend, die sich nach hinten bis unter das rechte Schulterblatt ausdehnen.
Dioscorea villosa
Krampfartige Magenschmerzen, Koliken in der Nabelgegend, es poltert im Darm, begleitet von Aufstoßen und heißen, feuchten Blähungen.
Sabadilla
Periodisch wandernde Magenschmerzen, Würgen und Brechreiz. Galliger Reflux und Fremdkörpergefühl in der Speiseröhre. Schleimige, braune Durchfälle, die auf dem Wasser liegen. Laute Blähungen im Sitzen vor voluminösem Stuhlgang, anschließendes Bauchbrennen. Symptome wie bei Wurmbefall.
Jodum
Entzündungen des Magens und Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm. Der Stuhl ist graustichig, teilweise blutig, fettig, es kommt zu Durchfällen und / oder massiver Verstopfung.
Chelidonium
Übelkeit nach fetthaltigem Essen. Fauliger Mundgeruch. Gelber Stuhlgang. Abwechselnd Verstopfung und Durchfall.
Calendula
Sodbrennen, Übelkeit, aufgetriebener, beklemmter Oberbauch, gleichzeitig Gänsehaut
Flor de piedra
Recht weicher, gelbgefärbter Stuhlgang, oft sehr voluminös. Sodbrennen nach dem Essen.
Mandragora
Wiederkehrende Verstopfung mit grauem oder gelbem, knolligem Stuhl.
Millefolium
Magenbrennen, unabhängig von der Nahrungsaufnahme. Begleitet von Darmkrämpfen.
Magnesium chloratum
Harte Verstopfung, der Kot geht in Knollen ab, ist trocken. Schluckbeschwerden, als hätte sich im Hals etwas festgesetzt. Häufiger Schluckauf. Der Oberbauch ist verhärtet und vorgewölbt. Man stößt nach faulen Eiern oder Zwiebeln auf, muss teilweise erbrechen. Salz und Milch verursachen eine Beschwerdeverschlimmerung.
Abies nigra
Bei Magenbrennen und Völlegefühl. Die Symptome treten unmittelbar nach dem Essen auf. Man fühlt sich, als wäre der Magen mit Steinen gefüllt. Die Verdauung ist träge. Laute Darmgeräusche, es brennt im Mastdarm.
Cicuta virosa
Es brennt und pulsiert heiß in der Magengegend. Der Bauch ist aufgetrieben. Die Symptome treten nach dem Essen auf und sind von großer Müdigkeit begleitet. Dabei kommt es zu Blutandrang im Kopf und Schwindel.
Iberis amara
Völlegefühl mit Druck im rechten Oberbauch und eingeschnürtem Brustkorb. Es kommt zu weichem, tlw. auch wässrig-schleimigem Stuhlgang. Die Symptome verstärken sich in Stress- und Angstsituationen, häufig in Prüfungssituationen.
Spiraea ulmaria
Wärme und Brennen beim Schlucken, als wäre die Speiseröhre eingeschnürt , dazu Aufstoßen. Starkes Pressen bei Stuhlgang erforderlich, was zu Reizungen und Wundsein im Mastdarm führt. Als Folge häufig nach Verwesung stinkender Durchfall.
Argentum metallicum
Klebriger, zäher Stuhlgang, grau. Man hat das Gefühl, halb getrockneten Sand ausscheiden zu müssen. Manchmal eitrig durchsetzt. Der Stuhlgang ist unregelmäßig, man leidet unter Blähungen, fühlt sich eingequetscht. Die Beschwerden sind mehr links orientiert. Nächtlicher Harndrang mit trübem, übel riechendem Urin.

Ursachen für Verdauungsstörungen

Psychosoziale Faktoren spielen wie bei allen Erkrankungen des Verdauungstrakts eine große Rolle als Verursacher. Dazu gehören

  • altersbedingte Lebenskrisen (Pubertät, Familiengründung, Berufswechsel),
  • existentielle Verlustsituationen,
  • besondere berufliche Belastungen (Schichtarbeit, Mobbing, Burn Out),
  • Überforderung,
  • ständiger Zeitdruck,
  • lang andauernde Angst oder
  • Abscheu und
  • Ekelgefühle.

Weiterhin verantwortich für Verdauungsstörungen und Magenverstimmungen können sein:

  • Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten,
  • übermäßiger Konsum von fettigen Nahrungsmitteln,
  • übermäßiger Konsum von Süßigkeiten,
  • Kaffee,
  • Alkohol und
  • Zigaretten (Nikotin). 

Symptome von Verdauungsstörungen

Weitere Tipps und Hinweise zur Behandlung von Verdauungsstörungen

Verwendet werden neben der rein symptomatischen Behandlung mit herkömmlichen pharmazeutischen Arzneien auch

  • Medikationen aus der Pflanzenheilkunde,
  • aus der Homöopathie und
  • der traditionellen chinesischen Medizin.

Neben der medikamentösen Behandlung können auch andere Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen:

  • Akupunktur
  • Entspannungstechniken
  • Massagen
  • psychotherapeutische Verfahren

Vorbeugung von Verdauungsstörungen

Um Verdauungsstörungen vorzubeugen sollte man

  • Stress meiden,
  • sich Entspannungen gönnen,
  • bewusst Zeit planen,
  • sich ausgewogen und gesund ernährenund auf
  • Zigaretten und Alkohol verzichten.

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.
Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

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Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

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