Psorinum

in der Homöopathie

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

🖊 Aktualisiert am: 02.07.2020



Was ist Psorinum?

Psorinum wird dann eingesetzt, wenn andere homöopathische Mittel nicht die gewünschte Wirkung zeigen.
Man nutzt es bei chronischen, rezidivierenden Infekten im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, bei gynäkologischen Infektionen und bei Hautkrankheiten.

Leitsymptome

  • Zukunftsängste mit Ruhelosigkeit
  • Frostigkeit
  • Empfindlichkeit gegenüber Zugluft
  • Infektanfälligkeit
  • Eitrige, stinkende Absonderungen
  • Verlangen danach, den Kopf zu bedecken
  • Schmutzig wirkendes Gesicht
  • Aphthen
  • Heuschnupfen
  • Husten mit Atemnot, besser durch Rückenlage
  • Ungeheuer juckende Ausschläge, besonders betroffen sind die Gelenkfalten
  • Schwächezustände
  • Stinkende, eitrige Absonderungen
  • Ständig hungrig, tags und nachts
  • Ständiges Schwitzen
  • Hoffnungslosigkeit, Depression, Niedergeschlagenheit

Informationen zum Mittel

Woran erkennt man Patienten, die Psorinum benötigen?

Psorinum ist charakterisiert von Juckreiz, Kratzgefühlen und unangenehm riechenden Ausflüssen. Die Haut sieht schmutzig-schmierig, braunstichig aus, riecht ungewaschen. Die Haare sind verfilzt. Es kommt zu Ekzemen in Hautfalten und Gelenkbeugen, die stark jucken und sich eitrig entzünden. Durch nachhaltiges Kratzen bilden sich Furunkel.

Kehle und Rachen sind staubig ausgetrocknet, das Husten ist qualvoll trocken und mit Erstickungsgefühlen begleitet, die Brust fühlt sich erdrückt an. Das Zahnfleisch schwillt schmerzhaft an, in der Mundhöhle klebt zäher Schleim, es zeigen sich auf der rechten Seite Geschwüre an den Zähnen. Die Zunge ist weiß belegt, trocken, das Geschmacksvermögen stark eingeschränkt. Es brennt beim Schlucken.

Man klagt über typische Tinnitus-Geräusche und bissige Schmerzen in den Ohren bei gleichzeitig auftretendem übelriechendem Ausfluss. Im Außenohrbereich kommt es zu eitrigen, krustigen und stinkenden Ausschlägen. Die Nase ist extrem ausgetrocknet, zeigt einen bohrenden Schmerz, sondert wässriges Sekret ab. Einatmen durch die Nase scheint unerträglich schmerzhaft. Die Augen fühlen sich trocken-kratzig an, wie mit Sand gefüllt.

Patientinnen sind von Scheidenpilz mit hartnäckigem Ausfluss, Juckreiz und Brennen befallen; die Beschwerden wirken sich negativ auf das Sexualleben aus. Begleiterscheinungen sind diffuse Kopfschmerzen, stechend, stoßend, drückend, oft in der Stirnregion beginnend. Die Patienten sind antriebslos, alltagsträge, fatalistischer Natur. Sie frösteln stark, sind übermäßig anfällig für Erkältungen. Warme Kleidung verschafft ihnen keine Linderung. Sie haben einen gesteigerten Appetit.

Modalitäten

Modalitäten im Begriffslexikon erklärt

Psorinum ist bei allen typischen Symptomen angezeigt, die sich durch folgende Modalitäten verbessern oder verschlechtern:

Verbesserung:
  • Wärme
  • warme Kleidung
Verschlechterung:
  • Kaffee
  • Wetterwechsel

Was sind typische Anwendungsgebiete für Psorinum?

  • Husten

Anwendungsgebiete im Detail

Husten/ Bronchitis

Quälender Reizhusten und Husten mit viel Eiterauswurf. Man hat das Gefühl, zu ersticken.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Husten/ Bronchitis im Detail

Anwendungsinformationen

Darreichungsformen von Psorinum

Tabletten oder Globuli bis D6.

Psorinum Dosierung

Einnahme und Dosierung

Die Wirkung von Psorinum kann unter Umständen erst nach einer oder zwei Wochen erfolgen. Dennoch wird das Mittel nur in größeren Abständen verabreicht. Juckende Hautbeschwerden behandelt man mit Psorinum D12 mit einer Gabe von fünf Globuli pro Woche. Bei wiederkehrenden Pilzinfektionen im Vaginalbereich gibt man das Mittel in der Potenz D30 im zweiwöchigen Rhythmus. Patienten mit hartnäckigen Atemwegsinfekten erhalten eine Gabe Psorinum D30 pro Woche.

Psorinum in der Schwangerschaft

Homöopathie während der Schwangerschaft

Psorinum hilft Schwangeren, deren Immunsystem so geschwächt ist, dass es zu immer wiederkehrenden Infektionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten kommt. Dazu gehören Atemwegserkrankungen - insbesondere Asthma und Entzündungen mit zäher Schleimbildung -, Ohrentzündungen, vaginale Pilzinfektionen, aber auch eitrige Hautausschläge. Das Mittel kann während der gesamten Schwangerschaft verabreicht werden. Eine Konstitutionstherapie mit Psorinum bei Schwangeren sollte nur nach fachkundiger Rücksprache erfolgen.

Nebenwirkungen von Psorinum

Es kann bei erstmaliger Gabe von Psorinum zu einer vorübergehenden Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Eventuell zeigt der Patient auch andere Symptome, die dem Erscheinungsbild zugeordnet sind. Halten die Beschwerden länger als einige Stunden oder einen Tag an, sollte das Mittel abgesetzt und medizinischer Rat eingeholt werden.

Fachwissen für Homöopathen

Ergänzende Mittel

Gut folgend

Unverträglich/feindlich

Antidote

Ähnliche/Verwandte Mittel

Typische Potenzen:
D12
Deutsche Bezeichnung:
Krätzenosode
Stoffart:
Krankheitserreger

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin

Unsere Quellenangaben

  • Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, Roger Morrison, Kai Kröger Verlag für homöopathische Literatur, Groß Wittensee, 1. Auflage, 1995
  • Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre, William Boericke, Narayana Verlag, Kandern, 3. Ausgabe, 2010
  • Leit- und wahlanzeigende Symptome der Homöopathie, Adolf Voegeli, Haug Verlag, Stuttgart, 5. Auflage, 2002
  • Das kleine Buch der Arzneimittel-Beziehungen, I. Seider, Barthel & Barthel Verlag, 11. Auflage 2007

Letzte Aktualisierung: 02.07.2020