Neuralgien (Nervenschmerzen) homöopathisch behandeln

Abbildung zu Nervenschmerzen
© Siam / Fotolia

Nervenschmerzen (Neuralgien) treten im Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Nerven auf. Neben ziehenden Schmerzen sind auch Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle typische Symptome einer Neuralgie. Es gibt verschiedene Formen von Neuralgien. So können Nervenschmerzen im Gesicht (Trigeminusneuralgie), im Rücken (Ischias-Syndrom) oder aber auch im Kopf, in den Beinen oder Füßen auftreten.

Die Behandlung von Nervenschmerzen richtet sich nach der Ursache. Begleitend können homöopathische Mittel die quälenden Schmerzen lindern. Die Mittelwahl richtet sich nach der Art der Schmerzen (stechend, ziehend usw.) sowie nach dem Ort des Auftretens.

Unterstützende homöopathische Mittel

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Nervenschmerzen, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Arme und Beine kribbeln, als würden Ameisen darüber laufen, fühlen sich taub und gelähmt an. Es treten Nervenschmerzen wie bei einer Gürtelrose auf.
Stechende Schmerzen im Gesicht im Bereich des Trigeminus-Nervs, die bis in die Zähne ausstrahlen.
Linksseitige Trigeminusneuralgie mit Ohrenschmerzen und Geräuschempfindlichkeit, Schwindel sowie einschießenden Zahnschmerzen. Auch bei neuralgischem Schmerz im Auge, der anfallsweise im Augenwinkel auftritt (Ziliarneuralgie).
Bei Wetterwechsel auftretende neuralgische Gesichts- bzw. Trigeminus-, Zahn- und Ohrenschmerzen.
Gesichts-, Trigeminus- und Zahnnerv-Neuralgien. Die Schmerzen sind stechend, beginnen im Kiefer und breiten sich über das Gesicht aus.
Die Extremitäten kribbeln, fühlen sich kalt und taub an, insbesondere die kleinen Finger und Großzehen. Wadenkrämpfe. Die Schmerzen äußern sich krampfartig und verlaufen wellenförmig. Arme und Beine werden schlaff, können sich nicht erheben. Auch bei Scheidenkrampf während des Geschlechtsverkehrs.
Neuralgische Schmerzen im Bereich der Eierstöcke oder der Leisten. Besonders geeignet bei Nervenschmerzen nach Operationen.
Nervenschmerzen in der linken Schläfe und im Unterkiefer. Reiben lindert die Schmerzen.
Schmerzen, die vom Oberkiefer ausgehen und dann durch die Zähne und über die Wangenknochen bis in die Schläfen ziehen. Gleichzeitig schwitzen die Patienten am Kopf und im Gesicht.
Nervenschmerzen im Kopf- und Gesichtsbereich. Die Schmerzen kehren regelmäßig täglich zur selben Uhrzeit oder mit längeren Pausen wieder.
Periodisch wiederkehrende Nervenschmerzen. Trigeminusneuralgie jeden Tag zur selben Uhrzeit oder periodisch wiederkehrend.
Ziehende und reißende Nervenschmerzen. Die Schmerzen kommen und gehen allmählich. Die Intensität der Schmerzen wird von der Sonne beeinflusst. Zum höchsten Stand der Sonne am Mittag sind auch die Schmerzen am heftigsten.

Dosierempfehlung

Das ausgewählte Mittel wird je nach Bedarf in der Potenz D6 bis zu dreimal täglich und in der Potenz D12 bis zu zweimal täglich eingenommen.

Woher kommen Nervenschmerzen?

Ist das Nervensystem geschädigt, kommt es zu Nervenschmerzen. Das Besondere an dieser Schmerzform ist, dass die Schmerzen, da wo sie empfunden werden, nicht entstehen. Grund dafür ist die Schädigung oder Störung des Schmerzleitenden Systems durch

  • Verletzungen,
  • Infektionen,
  • Stoffwechselerkrankungen oder
  • durch falsche Bewegungen.

Häufig sind auch nur einzelne Nervenwurzeln oder Nerven des peripheren Nervensystems (Nervensystem, das außerhalb des Gehirns und Rückenmarks liegt) betroffen, wie z. B. nach

  • Operationen,
  • Bandscheibenvorfällen,
  • Herzinfarkten oder
  • Gürtelrosen.

Für Nervenschmerzen - auch neuropathische Schmerzen genannt - können auch

  • Gewebewucherungen,
  • Narben,
  • amputierte Gliedmaßen
  • Alkoholmissbrauch oder
  • Diabetes mellitus verantwortlich sein.

Ist das zentrale Nervensystem (Rückenmark, Gehirn) betroffen kann ein

  • Schlaganfall,
  • Epilepsie,
  • Parkinson oder eine
  • Querschnittslähmung der Auslöser für die Schmerzen sein.

Symptome für Neuralgien (Nervenschmerzen)

Charakteristisch für Nervenschmerzen sind Beschwerden wie ein

  • Kribbeln (Ameisenlaufen) in den Füßen und Händen,
  • Taubheitsgefühl (vor allem in den Beinen)
  • stechende und brennende Schmerzen
  • Einschlafen der Gliedmaßen (vorrangig die Hände) und
  • eine verminderte Hautempfindlichkeit bei Druck-, Kälte-Hitzereizen.
  • Dabei können die Schmerzen plötzlich auftreten und wieder verschwinden oder über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Die Lebensqualität Betroffener ist eingeschränkt und es folgen Symptome wie Schlaflosigkeit, Angstzustände oder innere Unruhe.

Anzeige

Kaufen

Homöopathische Mittel können Sie bei der Versandapotheke medpex bestellen.

Dort finden Sie eine große Auswahl zu günstigen Preisen.
zur Versandapotheke

Aktuelles aus der Homöopathie

19.08.2019

Das Projekt setzt sich dafür ein, dass auch Menschen in Not von einer homöopathischen Behandlung profitieren können.

02.08.2019

Messen oder Kongresse, die sich speziell mit der Homöopathie befassen, gibt es in Deutschland nur wenige. Sie richten sich meist an Therapeuten. Die Veranstaltungen der Internationalen Woche der Homöopathie sprechen speziell Laien an.

26.07.2019

Erfahren Sie mehr über die neuen Schüßler-Salze und ihre Anwendungsmöglichkeiten.

Kostenloses E-Book

"Das Wesen der Homöopathie"

In diesem Ratgeber vermitteln wir Allgemeinwissen zur Homöopathie und zeigen Behandlungsansätze für Schwangere, Kinder, Babys und Tiere.

jetzt herunterladen

Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.

Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin
Unsere Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 21.03.2019