Depressive Verstimmungen homöopathisch behandeln

Abbildung zu Depressive Verstimmungen
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Depressive Verstimmungen (Dysthymie) liegen dann vor, wenn Betroffene über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen eine deutliche Niedergeschlagenheit bis hin zu Suizidgedanken sowie Interessenverlust oder Ermüdbarkeit beziehungsweise Unruhe verspüren. Hinzu können weiter Symptome kommen, etwa

Demnach ist eine Depression keine „grundlose Traurigkeit“, sondern vielmehr ein „Gefühl der Gefühllosigkeit“. Häufig entstehen zudem körperliche Beschwerden, wie Schmerzen oder andere Missempfindungen.

Homöopathische Mittel haben sich bei der Behandlung von leichten depressiven Verstimmungen bewährt. Mittelschwere und schwere Depressionen können begleitend homöopathisch behandelt werden. 

Unterstützende homöopathische Mittel

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Depressive Verstimmungen, das am besten zu Ihrer Situation passt.

bei stillem Kummer durch verletzte Gefühle oder Liebeskummer. Man möchte Tränen zurück halten, was zu Schluchzen führ. Die Stimmung ist wechselhaft verbunden mit hysterischen Reaktionen. Körperlich kann es zu Muskelzuckungen und Spasmen im Gesicht, Hals- und Brustbereich kommen.
melancholische Stimmung und Niedergeschlagenheit in Verbindung mit innerer Unruhe besonders in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren. Angstgefühle, Gefühllosigkeit und das Bedürfnis nach Freiheit und/oder Unabhängigkeit.
Stimmungsschwankungen besonders bei Frauen während der Wechseljahren. Gefühl des Stillstandes, der Gleichgültigkeit und dem Wunsch nach Ruhe und allein sein. Trost verschlechtert die Stimmung zusätzlich und macht reizbar.
große Trauer aber unfähig zu weinen. Furcht vor Enttäuschung und Zurückweisung, daher eher verschlossen und introvertiert. Möchte kein Mitleid und sucht die Einsamkeit. Häufig impulsive und unüberlegte Handlungen.
ständig schlechte Laune verbunden mit Ängste, die täglichen Aufgaben nicht bewältigen zu können. Mangelndes Selbstwertgefühl wird mit einem aufgeblasenen, überheblichen Auftreten überspielt. Widerpsruch wird kaum ertragen.
Man fühlt sich erschöpft und niedergeschlagen, leidet an starken Stimmungsschwankungen und Schlafproblemen.
Antriebslosigkeit und Arbeitsunlust. Man sucht Entspannung und Stimmungserhellung durch Alkohol, Nikotin oder andere Rauschmittel.
Antriebslosigkeit und Grübelneigung. Wenn Fehler passieren, zeigt man sich untröstlich, kann nicht mehr schlafen, sucht die Schuld bei anderen.
Man ist vor Einsetzen der Periode reizbar, hat einen erhöhten Appetit / Heißhunger, wünscht keine sozialen Kontakte.
Die Patienten sind müde und abgeschlagen. Sie leiden unter Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisschwäche. Sie sind sehr schnell erregt und innerlich unruhig. Zu Anfang können die Patienten unter schnellen Stimmungswechseln leiden, später dominiert die Niedergeschlagenheit.
Regelmäßig niedergeschlagene Stimmung vor der Monatsblutung bei ängstlichen, erschöpften und unsicheren Frauen.

Ursachen lassen sich nicht eindeutig klären

Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, wahrscheinlich ist es eine Kombination aus

  • erblicher Vorbelastung und
  • aktuellen Belastungssituationen.

Dabei geht man davon aus, dass Personen mit genetischer Prädisposition zur Depression generell emotional instabiler reagieren, sich häufiger überfordert führen und zu negativen Emotionen neigen. In schwierigen Lebenssituationen (z. B. starker beruflicher Stress, Tod von Angehörigen, Scheidung) kann dann eine depressive Verstimmung entstehen.

Behandlung von depressiven Verstimmungen/Depressionen

Therapeutisch kann die Störung durch eine

  • antidepressive Medikation und
  • psychotherapeutische Verfahren behandelt werden.

Dabei werden

  • negative Überzeugungen hinterfragt (kognitive Therapie),
  • ungünstige Handlungsmuster abtrainiert (Verhaltenstherapie) oder
  • belastende Ereignisse aufgearbeitet (tiefenpsychologische Therapie).

Diese Verfahren können auch vorbeugend zum Einsatz kommen, um die Manifestation einer depressiven Verstimmung zu verhindern.

Winterdepressionen

Viele Menschen leiden im Winter unter Stimmungstiefs, so genannten Winterdepressionen oder dem Winterblues. Betroffen sind vor allem ältere Menschen und Frauen.

Typische Symptome von Winterdepressionen sind:

Behandlung von Winterdepressionen:

  • Lichttherapie (Betroffene werden bis zu zwei Stunden täglich sehr starkem Licht ausgesetzt)
  • Alternativ: Täglich mindestens eine Viertelstunde lang nach draußen gehen und Tageslicht „tanken“.
  • Ausdauersport wie Laufen, Walken und Radfahren
  • Kombination aus Sport und hoch dosierte pflanzliche Johanneskraut-Präparate (500 bis 800 mg Trockenextrakt pro Tag)
  • Freizeitbeschäftigungen unternehmen und so der depressiven Stimmung entgegenwirken (wie Kinobesuche, Verabredungen mit Freunden, etc.)

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.

Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin
Unsere Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 21.03.2019