Homöopathie für Kinder

Kinder sind noch weitgehend unbelastet von schädlichen Einflüssen. Gerade deshalb wünschen sich viele Eltern eine Behandlung jenseits der Schulmedizin. Sie fürchten Nebenwirkungen und wünschen sich eine sanfte Behandlung ihrer Kinder.

Leichte akute Erkrankungen können Eltern selbst mit homöopathischen Mitteln behandeln. Einen Leitfaden zur Selbstbehandlung soll dieser Ratgeber bieten. Mir ist es jedoch sehr wichtig, dass Eltern immer das Wohl des Kindes im Auge behalten und sich im Zweifel die Unterstützung eines homöopathischen Therapeuten suchen und die Selbstbehandlung mit dem behandelnden Kinderarzt absprechen.

Warum gerade Eltern zu homöopathischen Mitteln greifen

Gerade bei Kindern möchte man Nebenwirkungen vermeiden und den kindlichen Organismus so wenig wie möglich schulmedizinischen Arzneien mit ihren Nebenwirkungen aussetzen.

Deshalb vertrauen viele Eltern auf die sanfte homöopathische Behandlung, die - bei richtigem Einsatz – frei von Nebenwirkungen ist und die Beschwerden schnell und wirksam lindert.

Selbstmedikation

Gehen Sie mit ihrem Kind zum Arzt:

  • Wenn Ihr Säugling fiebert.
  • Durchfall/Erbrechen beim Säugling.
  • Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder aber unter der Selbstbe handlung weiterbestehen.
  • Mit Kindern unter 2 Jahren sollten Sie immer zum Arzt gehen.

Sind Sie sich unsicher, welches Mittel Sie geben sollen oder wie Sie den Krankheitsverlauf beurteilen sollten, dann gehen sie mit Ihrem Kind lieber zum Arzt oder Heilpraktiker. Die Behandlung chronischer Erkrankungen sollte von einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden.

Einnahme und Dosierung

Homöopathische Mittel sollen dem Körper ein Signal (eine Information) geben, um die Selbstheilungskräfte anzuregen. Eine Gabe eines homöopathischen Mittels besteht bei Kindern aus 3 Kügelchen/Globuli. Diese werden unter die Zunge oder in die Wangentasche gelegt und lösen sich dort langsam auf. Da ihre Aufnahme über die Mundschleimhaut erfolgt, sollte 15 Minuten vor und nach der Einnahme nichts gegessen oder getrunken werden.

Wenn die Beschwerden abgeklungen sind, wird das ausgewählte Mittel nicht weiter eingenommen.

Treten andere Symptome als die Ursprünglichen auf, sollte die Mittelwahl überdacht werden.

Homöopathische Mittel sollten niemals über einen längeren Zeitraum regelmäßig genommen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass ihr Kind genau die Symptome beibehält, gegen die das Mittel eigentlich wirken sollte.

Weitere Informationen zur Einnahme und Dosierung

Potenzen

Zur Selbstbehandlung haben sich die Potenzen D6 und D12 etabliert. Ein homöopathisches Mittel in der Potenz D6 wird bis zu dreimal täglich und ein Mittel in der Potenz D12 wird bis zu zweimal täglich eingenommen.

Potenz

Verdünnungsverhältnis

Bemerkung

D-Potenz

1:10

D = Dezimal

C-Potenz

1:100

C = Centesimal

Q-Potenz

1:50000

Q = Quinquagintamillesimal

Ist das Allgemeinbefinden der Kinder sehr schlecht, so kann nach der ersten trockenen Gabe das homöopathische Mittel in einem Glas Wasser aufgelöst werden. Von dieser Mischung kann – je nach Bedarf – in kurzen Abständen jeweils ein Teelöffel eingenommen werden. Vor jeder Einnahme muss die Lösung kräftig umgerührt werden. Bei eintretender Besserung vergrößern sich die Einnahmeabstände.

Hinweis zur Mittelwahl: Nicht alle Symptome eines Mittels müssen auf Ihr Kind zutreffen. Wählen Sie das Mittel aus, welches dem Beschwerdebild ihres Kindes am ähnlichsten ist.

Weitere Informationen zur Potenzierung in der Homöopathie

Das hilft bei Neugeborenen und Säuglingen

Zahnung

Zahnung

Arsenicum album

Ihr Kind ist blass, schwach und reizbar. Es möchte schnell herumgetragen werden. Eventuell wird die Zahnung von Fieber begleitet. Ihr Kind ist unruhig und ängstlich. Es fröstelt. Wärme lindert die Beschwerden.

Belladonna

Ihr Kind leidet unter Fieber, welches sich schnell entwickelt. Der Kopf ist hochrot und die Pupillen sind erweitert. Das Gesicht ist heiß und trocken, aber Hände und Füße sind kalt. Das Zahnfleisch ist schmerzhaft geschwollen und hochrot an der Stelle, an welcher der Zahn durchbricht. Ihrem Kind geht es nachmittags und nachts nach Mitternacht am schlechtesten. Es ist äußerst empfindlich gegenüber Gerüchen, Geräuschen, Musik und Licht. Am liebsten mag ihr Kind den Kopf erhöht haben. Im Liegen geht es ihm schlechter.

Calcium carbonicum

Die Zähne kommen verspätet. Ihr Kind leidet unter Husten oder Durchfall während der Zahnung. Es schwitzt sehr stark, besonders am Kopf. Die Durchfälle und der Schweiß riechen sauer. Eventuell muss ihr Kind sich übergeben. Das Erbrochene riecht sauer. Auch Hautausschläge können während der Zahnung auftreten. Ihrem Kind geht es morgens und bei feuchtkaltem Wetter am schlechtesten.

Calcium phosphoricum

Die Zähne kommen verspätet. Die Zahnung ist schwierig. Ihr Kind jammert und ist unzufrieden und kann sich nicht länger mit einer Sache beschäftigen. Wärme tut ihrem Kind jetzt gut.

Chamomilla

Ihr Kind ist übellaunig, gereizt und zornig. Es verlangt nach etwas (zum Beispiel einem Spielzeug oder Trinken), will es dann aber nicht mehr, wenn man es ihm gibt. Es mag nicht angesprochen werden. Es möchte herumgetragen werden. Eine Wange ist rot, die andere Wange blass. Das Zahnfleisch ist rot und geschwollen und neigt zum Bluten. Übelriechender, schmerzhafter, grünlicher Durchfall ist möglich. Ihr Kind mag keine Wärme. Abends und vor Mitternacht sind die Beschwerden schlimmer.

Coffea

Während der Zahnung haben die Kinder große Schlafprobleme. Sie sind abends putzmunter und finden nicht in den Schlaf.

Ferrum phosphoricum

Die Kinder haben zwar Fieber, sind in ihrem Allgemeinbefinden aber nicht weiter beeinträchtigt.

Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)

Während der Zahnung leidet ihr Kind unter Bauchkrämpfen. Die Beschwerden treten vor allem nachts auf. Die Zahnung wird nicht von Fieber begleitet. Die Schmerzen werden schlimmer beim Essen und Trinken, besonders beim Trinken von kalten Getränken. Wärme lindert die Beschwerden. Die Schmerzen kommen und gehen blitzartig. Ihr Kind möchte gut zugedeckt sein und mag nicht berührt werden.

Dreimonatskoliken

Dreimonatskoliken

Die wichtigsten Mittel bei Dreimontaskoliken:

Chamomilla | Colocynthis

Chamomilla

Ihr Kind ist zornig und schlecht gelaunt. Die Haut ist feucht und warm, vor allem im Gesicht. Eine Wange ist rot, die andere blass. Der Säugling wälzt sich unruhig hin und her oder biegt sich nach hinten. Ihr Kind verlangt danach herumgetragen zu werden. Es möchte nicht am Bauch berührt werden. Der Bauch ist aufgetrieben.

Colocynthis

Ihr Kind leidet unter heftigen Schmerzen, besonders im Nabelbereich. Besserung durch Nach-Vorne-Beugen beziehungsweise Zusammen- krümmen oder durch Druck auf den Bauch. Ihr Kind ist zornig, wütend, unruhig. Nach Abgang der Blähungen geht es ihrem Kind nicht besser.

Lycopodium

Der Bauch ihres Kindes ist aufgebläht. Ein lautes Gluckern ist zu hören. Das Baby schreit den ganzen Tag. Am schlimmsten ist es zwischen 16 und 20 Uhr. In der Nacht schläft es. Morgens nach dem Erwachen ist es reizbar, übellaunig und mürrisch. Besonders angezeigt, wenn die stillende Mutter Blähendes (Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln) gegessen hat.

Magnesium phosphoricum

Druck und Zusammenkrümmen bessern, wie bei Colocynthis. Magnesium phosphoricum ist angezeigt, wenn Colocynthis nicht hilft und wenn Besserung durch heiße Anwendungen auffällt. Die Schmerzen kommen und gehen blitzartig. Ihr Kind schreit vor Schmerzen. Es mag nicht aufgedeckt werden. Auch mag es keine Berührung am Bauch.

Das hilft bei Erkältungskrankheiten

Fieber

Fieber

Die wichtigsten Mittel bei Fieber:

Aconitum | Arsenicum | Belladonna | Ferrum phosphoricum | Gelsemium

Aconitum

Auslöser der Beschwerden sind trockene Kälte und kalter Wind. Plötzlicher Beginn mit schnellem Fieberanstieg und Schüttelfrost. Das Fieber steigt sehr hoch. Ihr Kind ist unruhig und ängstlich. Es wirft sich im Bett hin und her. Das Gesicht ihres Kindes ist rot, wenn es sich aufsetzt, wird das Gesicht blass. Die Haut ist trocken und heiß, ihr Kind schwitzt nicht. Im Anfangsstadium einer Erkältung ist häufig Aconitum angezeigt. Wenn das Kind anfängt zu schwitzen, sollte kein Aconitum mehr gegeben werden. Es besteht großer Durst auf kaltes Wasser. Ihrem Kind geht es schlimmer nachts, im warmen Zimmer und durch kalten-trockenen Wind. Besserung erfährt ihr Kind in der frischen Luft.

Arsenicum

Ihr Kind leidet unter Fieber und wird dadurch stark geschwächt. Es ist sehr durstig, will aber nur kleine Schlucke trinken. Zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens ist die Temperatur am höchsten und dann noch mal am Nachmittag. Ihr Kind ist unruhig und ängstlich, es möchte schnell herumgetragen werden. Oder aber es möchte mal in diesem Bett, mal in jenem liegen. Es mag nicht angesehen werden. Es fröstelt stark. Wärme (warme Umschläge, heiße Getränke) bessert das Befinden ihres Kindes.

Belladonna

Das Fieber tritt plötzlich auf und ist sehr hoch. Vor allem bei feucht- kaltem Wetter oder wenn ihr Kind im verschwitzten Zustand Zugluft ausgesetzt gewesen ist. Die Haut ist heiß und feucht. Der Kopf ist heiß, während die Hände und die Füße kalt sind. Das Gesicht ist hoch- rot und die Pupillen sind erweitert. Die Beschwerden ihres Kindes werden verschlimmert durch Licht, Geräusche, Bewegung und Erschütterung. Ruhe und Wärme bessern die Beschwerden.

Vergleich von Aconitum und Belladonna

 

Aconitum

Belladonna

Auslöser

trockene Kälte und kalter Wind

feuchtkaltes Wetter und Verkühlung nach Schwitzen

Fieber

Schüttelfrost und hohes Fieber

hohes Fieber ohne Schüttelfrost

Stimmung

unruhig und ängst- lich

unruhig, wird schnell wütend

Gesicht

rot, wird beim Auf- sitzen blass

hochrot

Augen

Pupillen verengt

geweitete Pupillen und rote, glänzende Augen

Haut

trocken und heiß

heiß und verschwitzt

Hitze

heiße Hände und kalte Füße

heißer Kopf und eis- kalte Hände und Füße

Durst

großer Durst auf kaltes Wasser

kein Durst

Verschlimmerung

nachts im warmen Zimmer durch kalten-trockenen Wind

Licht Geräusche Bewegung Erschütterung

Besserung

frische Luft

Ruhe Wärme

Ferrum phosphoricum

Das Fieber kommt nicht plötzlich, wie bei Aconitum oder Belladonna, sondern setzt langsam ein. Vor allem bei kaltem-trockenen Wind erkältet sich ihr Kind. Das Gesicht ist abwechselnd blass und rot, die Hände sind schweißig. Eventuell leidet ihr Kind unter Nasenbluten. Die Beschwerden verschlimmern sich durch Berührung, Hitze und Bewegung. Abkühlung in jeder Form verschafft ihrem Kind Linderung. Wenn ihr Kind zwar fiebert, dabei aber t ist und spielt, dann ist Ferrum phosphoricum angezeigt.

Gelsemium

Ihr Kind ist schwach und apathisch und fühlt sich wie zerschlagen. Die Augenlider sind schwer und fallen zu. Ihrem Kind ist schwindelig. Es fröstelt und ist zittrig. Sobald es anfängt zu schwitzen, fühlt es sich gleich besser. Ihr Kind möchte allein sein und sich nicht unterhalten. Fieber entwickelt sich vor aufregenden Dingen wie einer bevorstehenden Reise aber auch nach einem Schreck oder Situationen, in denen es sich geängstigt hat. Typisch für Gelsemium-Fieber ist der fehlende Durst.

Nux vomica

Ihr Kind hat eine Abneigung gegen Kälte oder kalte Luft. Es fröstelt schon bei der geringsten Bewegung und bekommt Fieber, sobald es aufgedeckt wird. Ihr Kind möchte in jedem Fieberstadium dick zugedeckt sein. Der ganze Körper ist heiß. Das Gesicht ist rot und heiß. Trotzdem fröstelt es, sobald nur eine Hand oder ein Fuß nicht zugedeckt ist. Ihr Kind ist überempfindlich gegen Geräusche, Gerüche, Licht und Musik.

Pulsatilla

Ihr Kind fröstelt während des Fiebers und hat auch keinen Durst. Im warmen Zimmer geht es ihm am schlechtesten. Daher möchte ihr Kind an die frische Luft, aber dann möchte es warm eingepackt sein. Typisch für Pulsatilla sind wechselhafte, widersprüchliche Beschwer- den: Eine Stunde geht es ihrem Kind gut, in der nächsten fühlt es sich äußerst elend. Kein Fieberschauer ähnelt dem anderen. Ihr Kind ist weinerlich und zuwendungsbedürftig. Es ist abends hellwach und möchte nicht ins Bett. Wenn es dann endlich einschläft, ist der Schlaf nur leicht. Erst wenn es Zeit zum Aufwachen ist, schläft es tief und fest und erwacht dann matt und unausgeruht.

Schnupfen

Schnupfen

Die wichtigsten Mittel bei Schnupfen:

Pulsatilla | Aconitum | Allium cepa | Arsenicum | Belladonna | Euphrasia | Hepar sulfuris | Kalium bichromicum

Pulsatilla

Die Nase ist im Liegen verstopft. An der frischen Luft läuft die Nase. Das Nasensekret ist dick, mild und gelblichgrün. Die Lippen sind auf- gesprungen. Ihr Kind ist weinerlich und braucht viel Zuwendung und Trost. Es verspürt keinerlei Durst. Ihrem Kind geht es an der frischen Luft besser. Aber auch kalte Getränke und kaltes Essen, sowie kalte Anwendungen lindern die Beschwerden ihres Kindes.

Aconitum

Erste Anzeichen eines Schnupfens wie heftiges Frieren und Niesen zeigen sich an einem kalten Tag mit trockener Luft. Ihr Kind ist ängstlich, unruhig und hat großen Durst. Die Haut ist heiß und trocken. Das Gesicht ist rot und wird beim Aufrichten blass. Ihr Kind hat ein großes Verlangen nach frischer Luft. Der Schnupfen wird abends und nachts im warmen Zimmer schlimmer.

Allium cepa

Die Nase ihres Kindes läuft stark. Das Nasensekret ist wässrig und wundmachend. Es ätzt und brennt an der Oberlippe und der Nase. Die Augen tränen sehr stark. Die Tränen sind aber sehr mild. Ihr Kind ist schläfrig. Die Beschwerden sind abends und im warmen Zimmer schlimmer. Sobald ihr Kind an die frische Luft kommt, geht es ihm besser.

Arsenicum

Das Nasensekret ist dünn-wässrig und macht die Nasenränder und die Oberlippe wund. Bei jedem Wetterwechsel bekommt das Kind Schnupfen. Die Nase juckt, aber das Jucken hört auch nach dem Niesen nicht auf. Die Nase bleibt auch nach dem Niesen verstopft. Ihr Kind ist kälteempfindlich und fühlt sich an der frischen Luft gar nicht wohl. Meist ist ihm kalt und es möchte zugedeckt werden. Wenn ihm so richtig warm ist, geht es ihm besser. Es ist unruhig, ängstlich und mag nicht angesehen werden. Ihr Kind hat Durst.

Belladonna

Die Erkrankung tritt plötzlich, wie aus heiterem Himmel auf. Die Nase fühlt sich heiß brennend an und ist gerötet. Ihr Kind verspürt einen Druck im Kopf, während gleichzeitig die Nase verstopft ist. Der Kopf ist hochrot, die Pupillen sind erweitert. Die verstopfte Nase verschlimmert sich beim Hinlegen.

Euphrasia

Die Augen ihres Kindes tränen sehr stark. Die Tränen sind stark beißend und wundmachend. Die Nase läuft sehr stark. Das Nasensekret ist aber sehr mild. Besonders morgens läuft die Nase sehr stark. Sobald ihr Kind an die frische Luft kommt, geht es ihm besser.

Hepar sulfuris

Besonders bei trockenem kalten Wetter hat das Kind Niesanfälle, sobald es an die kalte Luft kommt. Das Nasensekret ist am Anfang wässrig, dann wird es dicker und gelb. Die Erkältung macht sich mit Kratzen im Hals bemerkbar. Ihr Kind ist mürrisch, ärgerlich und gereizt. Es verlangt nach Wärme und möchte dick eingehüllt werden.

Kalium bichromicum

Die Nase ist verstopft. Ihr Kind verspürt einen starken Druck an der Nasenwurzel. Das Nasensekret ist gelbgrün, zäh, übelriechend und fadenziehend. Druck- und Kopfschmerzen über den Augenbrauen an einer kleinen Stelle sind typisch. Ihr Kind will niemanden sehen.

Mercurius solubilis

Ihr Kind schwitzt sehr stark, besonders nachts. Der Schweiß riecht oft übel. Die Nase läuft stark und ist rot und wund. Das Nasensekret riecht nach altem Käse. Die Augen können mit betroffen sein. Die Wangen sind rot und geschwollen. Es besteht starker Speichelfluss.

Husten

Husten

Aconitum

Zu Anfang ist der Husten trocken. Später kann es zu pfeifenden Geräuschen bei der Ausatmung kommen. Der Hals brennt vor Trockenheit und ist wie zusammengeschnürt. Ihr Kind fasst sich beim Husten an den Hals. Es hat großen Durst auf große Mengen kalten Wassers. Es ist ängstlich und unruhig. Oftmals rufen kalte, trockene Luft oder kalter Wind den Husten hervor. Abends und nachts ist der Husten am schlimmsten.

Belladonna

Der Husten ist krampfartig und trocken. Das Gesicht ist rot und heiß. Ihr Kind leidet unter berstenden Kopfschmerzen. Der Hals ist stark entzündet und brennt. Der Husten kommt bei feuchtkaltem Wetter. Ihr Kind ist unruhig. Wenn es sich hinlegt, geht es ihm schlechter.

Bryonia

Harter, trockener Husten, der sehr quälend für ihr Kind ist und bei dem wenig Schleim abgehustet wird. Stechende Schmerzen im Brustkorb, ihr Kind seufzt und versucht tief zu atmen. Das aber verschlimmert die Schmerzen. Bewegung verstärkt den Husten, Ruhe bessert das Befinden. Druck auf den Brustkorb bessert. Ihr Kind hält sich den Brustkorb beim Husten. Es hat großen Durst auf kaltes Wasser, da alle Schleimhäute stark ausgetrocknet sind. Ihr Kind hat starke Kopfschmerzen. Es ist brummig, abweisend, reizbar, möchte in Ruhe gelassen werden. Ihr Kind möchte nicht getragen oder hochgehoben werden. Essen und Trinken verschlimmert. Insgesamt geht es dem Kind nachts besser als bei Tag.

Drosera

Ihr Kind leidet unter nächtlichen Hustenanfällen. Es erwacht zwischen 6 und 7 Uhr morgens und hört nicht auf zu husten, bis eine große Menge zähen Schleims hochgekommen ist. Zusätzlich zu den Hustenanfällen kann ihr Kind Nasenbluten bekommen. Auch kann der Husten mit Brechreiz und Erbrechen einhergehen. Drosera ist angezeigt, wenn ihr Kind unter einem ständigen, nächtlichen Kitzelhusten leidet, sobald der Kopf ihres Kindes das Kissen berührt.

Ferrum phosphoricum

Der Husten kommt nicht plötzlich und ist nicht sehr stark, sondern entwickelt sich langsam. Vor allem bei kaltem, trockenen Wind. Der Husten wird schlimmer durch kalte Luft, frühmorgens und nach dem Essen. Er ist trocken und abgehackt. Ihr Kind hat das Gefühl es kitzelt im Hals, daher hustet es dauernd. Dieses Hüsteln ist sehr schmerzhaft. Beim Einatmen und während des Hustens klagt ihr Kind über einen stechenden Schmerz. Es hat wenig Appetit, mag keine Milch und kein Fleisch, sondern eher saure Speisen. Der Husten wird von Heiserkeit begleitet. Auch leichtes Fieber kann sich einstellen. Das Gesicht Ihres Kindes ist blass mit plötzlich hektisch geröteten Wan- gen.

Hepar sulfuris

Ihr Kind ist am Hals insgesamt sehr empfindlich gegen Kälte und Zugluft. Es erkältet sich sofort, sobald es draußen an der frischen Luft ist. Vor allem bei trocken-kaltem Wetter. Ihr Kind möchte bis zum Gesicht warm eingepackt sein, sogar bei warmem Wetter. Es verträgt es nicht, unbedeckt zu sein oder im Bett aufgedeckt zu sein. Sobald irgendein Teil des Körpers entblößt wird, fängt es an zu Hus- ten. Der Husten ist bellend, würgend, erstickend und wird verschlimmert durch kalte Luft. Der Husten wird begleitet von Heiserkeit und Schleimrasseln. Ihr Kind ist aber zu schwach, um den Schleim auszuhusten. Es hat das Gefühl eines Splitters oder einer Fischgräte im Hals. Der Husten ist nach Mitternacht oder gegen Morgen am schlimmsten.

Ipecacuanha

Jedes Mal beim Einatmen, kommt es zu heftigem Husten. Hörbares Rasseln über der Brust beim Husten und beim Einatmen. Der Schleim kann jedoch nicht abgehustet werden. Es kann zu Übelkeit, Erbre- chen und sogar zu Atemnot kommen. Ihr Kind ist blass und hat kalten Schweiß auf der Stirn. Bei Bewegung wird der Husten schlimmer. An der frischen Luft geht es ihrem Kind besser.

Pulsatilla

Trockener Husten abends und nachts, morgens löst sich der Schleim. Der Husten ist schlimmer im Liegen und im warmen Zimmer. Ihr Kind hat keinen Durst und verlangt nach frischer Luft und einem kühlen Zimmer, dann wird der Husten besser. Ihr Kind ist weinerlich und verlangt nach Zuwendung.

Halsschmerzen

Halsschmerzen

Die wichtigsten Mittel bei Halsschmerzen:

Aconitum | Apis | Arsenicum | Belladonna | Hepar sulfuris | Ignatia | Lachesis | Mercurius solubilis | Phytolacca

Aconitum

Auslöser der Halsschmerzen ist trockenes, kaltes Wetter. Die Hals- schmerzen kommen ganz plötzlich. Der Hals ist innen rot entzündet und fühlt sich trocken an. Ihr Kind hat großen Durst auf kaltes Wasser, das Schlucken ist aber schmerzhaft. Das Fieber klettert sehr hoch. Die Haut ist trocken und heiß. Ihr Kind ist unruhig und ängstlich.

Apis

Stechende, brennende Schmerzen beim Schlucken. Der Hals ist innen und außen geschwollen. Ihr Kind verträgt keine Wärme und keine Berührung am Hals. Die Halsschmerzen sind nach dem Schlafen schlimmer, aber besser nach dem Husten. Ihr Kind hat ein Verlangen nach kühler, frischer Luft. Kalte Getränke tun gut, aber das Kind hat kaum Durst. Es ist apathisch und abwesend.

Arsenicum

Brennende Halsschmerzen. Die Schmerzen werden besser durch warmes Essen und Trinken, schlimmer durch Kaltes. Auf der rechten Seite sind die Schmerzen stärker. Ihr Kind hat großen Durst auf Wasser, trinkt dann aber immer nur kleine Schlucke. Es ist unruhig und ängstlich.

Belladonna

Der Hals fühlt sich plötzlich heiß und trocken an. Die Augen und das Gesicht sind rot. Der Kopf ist heiß, Hände und Füße sind kalt. Ihr Kind hat das Verlangen zu schlucken, was aber sehr schmerzhaft ist. Der Hals fühlt sich wie zusammengeschnürt an. Dieses Gefühl verstärkt sich beim Essen und Trinken.

Hepar sulfuris

Gefühl einen Fremdkörper (Fischgräte, Splitter) im Hals zu haben. Die Stiche können bis zum Ohr ausstrahlen. Ihr Kind erträgt keine Berührung am Hals. Es möchte warm eingepackt sein, weil es schnell friert. Schon wenn eine Hand im Bett nicht zugedeckt ist, beginnt es sogar bei warmem Wetter zu frösteln. Ihr Kind ist sehr empfindlich gegen kalte Luft und gegen Zugluft. Es merkt sofort, wenn im Nebenzimmer eine Tür geöffnet wird. Ihr Kind ist schnell verärgert und beleidigt.

Ignatia

Die Halsschmerzen werden paradoxerweise besser durch Schlucken von Essen oder Trinken, aber schlimmer beim Leerschlucken. Ihr Kind neigt dazu tief Einzuatmen und häufig zu Seufzen. Auslöser der Beschwerden sind oft Kummer und unterdrückte Gefühle.

Lachesis

Ihr Kind verträgt keine warmen Getränke. Um den Hals herum darf nichts einengen. Die Beschwerden sind auf der linken Seite stärker, oder auch wandernd von links nach rechts während der Erkrankung. Der Hals fühlt sich wie zusammengeschnürt an oder als ob ein Stückchen Brot im Hals stecken würde, deshalb muss das Kind ständig schlucken. Besonders schlecht geht es Ihrem Kind morgens beim Aufwachen oder allgemein nach dem Schlafen. Seltsamerweise sind Flüssigkeiten beim Schlucken schmerzhafter als festes Essen.

Mercurius solubilis

Ihr Kind riecht schlecht aus dem Mund und hat den ständigen Drang zu schlucken. Es schwitzt sehr stark in der Nacht und hat einen starken Speichelfuß, so dass das Kopfkissen morgens richtig nass ist. Bei jeder Erkältung hat das Kind Halsschmerzen, welche nachts und beim Schlucken am schlimmsten sind. Ihr Kind ist sehr durstig. Die Zunge ist gelb belegt.

Phytolacca

Auslöser der Beschwerden ist feuchtes Wetter. Ihr Kind muss ständig schlucken, denn es hat das Gefühl, als würde sich im Hals ständig Schleim ansammeln. Im Hals fühlt es sich an, als säße dort ein Klumpen, wodurch das Kind den ständigen Drang zu schlucken hat. Beim Schlucken hat ihr Kind stechende Schmerzen, die vom Hals bis zu den Ohren ziehen. Zusätzlich besteht ein Gefühl von Trockenheit und Brennen im Hals. Kalte Getränke bessern. Heiße Getränke können gar nicht getrunken werden.

Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen

Die wichtigsten Mittel bei Ohrenschmerzen:

Aconitum | Belladonna | Chamomilla | Ferrum phosphoricum | Hepar sulfuris | Pulsatilla

Aconitum

Kalter Wind löst die stechenden oder pochenden Ohrenschmerzen aus. Sie kommen ganz plötzlich und sind nachts am schlimmsten. Das Ohr ist rot, heiß und geschwollen. Ihr Kind hat großen Durst auf große Mengen kalter Getränke. Es ist ängstlich und unruhig.

Belladonna

Die Ohrenschmerzen treten ganz plötzlich auf. Sie kommen und gehen in Wellen. Das Ohr fühlt sich heiß an, ist gerötet und sehr berührungsempfindlich. Auch das Gesicht ihres Kindes ist rot. Ihr Kind ist sehr geräuschempfindlich. Die Ohrenschmerzen werden beim Hinlegen schlimmer, daher möchte das Kind lieber sitzen oder stehen.

Chamomilla

Ihr Kind ist sehr gereizt, mag nicht berührt werden und wird schnell wütend. Es schreit viel. Herumtragen hilft bei kleinen Kindern. Eine Wange ist blass und kalt, eine Wange rot und heiß.

Ferrum phosphoricum

Die Ohrenschmerzen sind stechend und beginnen langsam. Ferrum phosphoricum ist im Anfangsstadium einer Ohrenentzündung angezeigt. Ihr Kind ist weinerlich und greift oft an die Ohren.

Hepar sulfuris

Kälte verschlimmert die Ohrenschmerzen. Schon ein kalter Luftzug reicht. Ihr Kind möchte schön warm eingepackt sein, besonders am Kopf. Sobald es aufgedeckt wird, auch wenn es nur eine Hand oder ein Fuß ist, werden die Ohrenschmerzen schlimmer. Das Ohr ist sehr berührungsempfindlich. Ihr Kind ist reizbar und wird schnell wütend.

Pulsatilla

Ihr Kind ist reizbar, weinerlich, anhänglich und zuwendungsbedürftig. Die Ohrenschmerzen entwickeln sich langsam, wahrscheinlich erst nach ein paar Tagen im Rahmen einer Erkältung. Nachts und im warmem Zimmer sind die Ohrenschmerzen am schlimmsten. Ihr Kind verträgt keine warmen Anwendungen und hat keinerlei Durst. Aus den Ohren kann ein dicker, gelbgrüner Ausfluss fließen.

Das hilft bei Magen-Darm-Beschwerden

Bauchschmerzen

Bauchschmerzen

Die wichtigsten Mittel bei Bauchschmerzen:

Chamomilla | Colocynthis | Magnesium phosphoricum | Nux vomica | Lycopodium clavatum

Chamomilla

Ihr Kind ist reizbar und verdrießlich. Es lässt sich nur beruhigen, wenn es umhergetragen wird. Es schreit viel, ist zornig und abweisend. Ständig fordert es etwas, das es dann aber doch nicht haben möchte. Es leidet unter sehr starken Schmerzen. Eine Wange ist rot und heiß, die andere blass und kalt.

Colocynthis

Ihr Kind krümmt sich vor Schmerzen, zieht die Beine an den Bauch, drückt sich ein Kissen in den Bauch oder wälzt sich vor Schmerzen im Bett oder auf dem Boden herum. Dabei schreit es viel. Nach dem Essen oder Trinken sind die Schmerzen am schlimmsten. Eine Wärmflasche hilft.

Magnesium phosphoricum

Die Schmerzen kommen plötzlich, sind aber nicht sehr stark. Ein Wärmekissen und leichter Druck auf den Bauchraum helfen. Ihr Kind neigt dazu, sich zusammenzukrümmen, mag aber gerne leicht massiert oder mit Öl eingerieben werden. Ein warmes Getränk bessert ebenfalls die Beschwerden. So plötzlich, wie die Schmerzen aufgetreten sind, so plötzlich verschwinden sie auch wieder.

Nux vomica

Nux vomica ist angezeigt bei einem verdorbenen Magen oder nach „Überessen“. Die Schmerzen sind krampfartig und sind typischerweise einige Stunden nach dem Essen und auch in den Morgenstunden am stärksten. Ihr Kind hat das Bedürfnis die Kleidung um den Bauch zu lockern. Es ist reizbar und nervös. Nach dem Essen wird es schläfrig. Ihr Kind mag sich nicht bewegen und möchte auch nicht berührt wer- den. Es reagiert überempfindlich auf Geräusche, Gerüche, Licht und Musik.

Lycopodium clavatum

Der Bauch ihres Kindes ist aufgebläht. Ein lautes Gluckern ist zu hören. Aufstoßen bessert die Beschwerden nicht. Am schlimmsten ist es zwischen 16 und 20 Uhr. Ihr Kind hat zuerst eine Abneigung gegen Speisen, bis es sie probiert hat. Dann bekommt es Heißhunger. Je mehr es aber isst, desto hungriger wird es. Ihr Kind hat ein starkes Verlangen nach Süßem. Die Schmerzen sind häufig auf der rechten Seite oder wandern von rechts nach links.

Verdauungsstörungen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)

Verdauungsstörungen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)

Die wichtigsten Mittel bei Verdauungsstörungen:

Arsenicum album | Antimonium crudum | Bryonia | Carbo vegetabilis | Ignatia | Ipecacuanha | Nux vomica | Pulsatilla

Arsenicum album

Wichtigstes Mittel für Beschwerden nach dem Genuss von verdorbener Nahrung. Es ist aber auch angezeigt, wenn Beschwerden auftreten nach zu viel Kaltem (Eis oder Getränke), nach zu viel Obst oder unreifem Obst oder aber nach Angst. Ihr Kind leidet unter Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, sowie brennenden Magenschmerzen und Krämpfe im Bauch. Ihr Kind fühlt sich schwach, ist dabei aber auch unruhig. Das Gesicht ist blass, das Kind friert und hat Durst. Meist trinkt das Kind nur sehr kleine Schlucke, dafür aber oft. Es kann passieren, dass die Flüssigkeit sofort wieder erbrochen wird. Die Beschwerden treten vor allem nachts auf. Eine Wärmflasche und auch warme Getränke bessern die Beschwerden.

Antimonium crudum

Die Beschwerden treten auf nach Überessen, kaltem Baden und dem Genuss von kalten Getränken. Insgesamt leidet ihr Kind sehr schnell an Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen. Durchfall schwächt ihr Kind sehr. Die Zunge ist dick und weiß belegt. Das Kind ekelt sich vor Essen während der Beschwerden, obwohl es normalerweise einen guten Appetit hat. Ihr Kind mag weder angesehen noch angefasst werden. Bei Wärme fühlt sich ihr Kind schwächer und möchte am liebsten liegen. Übermäßige Hitze oder ein kaltes Bad zur Abkühlung können dann schon zu einer Magenverstimmung führen. Im Allgemeinen ist ihr Kind eher empfindlich, gereizt und mürrisch.

Bryonia

Ihr Kind leidet unter stechenden Magen- oder Bauchschmerzen und Durchfall. Der Durchfall ist scharf und wund machend. Er riecht wie alter Käse. Bei der kleinsten Bewegung werden die Schmerzen schlimmer. Ihr Kind reagiert sehr empfindlich auf schnelle Temperaturwechsel von Warm zu Kalt. Es bekommt zum Beispiel Bauch- schmerzen, wenn es an heißen Tagen etwas Kaltes trinkt. Ihr Kind legt sich dann gerne auf den Bauch, weil die Schmerzen durch den Druck gelindert werden. Der Mund ist sehr trocken, das Kind hat großen Durst auf große Mengen kalten Wassers in großen Schlucken. Ihr Kind ist mürrisch und abweisend. Die Beschwerden können aber auch durch Ärger hervorgerufen werden. Wenn es ihrem Kind schlecht geht, möchte es mit niemandem sprechen, es zieht sich zurück. Erleichterung erfährt ihr Kind durch Aufstoßen.

Carbo vegetabilis

Ihr Kind bekommt Beschwerden nach dem Genuss von Fettem, Schweine Fleisch und von verdorbenem Essen oder Getränken. Der Bauch ist nach dem Essen aufgebläht. Das kann krampfartige oder ziehende Schmerzen verursachen. Nach dem Aufstoßen werden die Schmerzen etwas besser. Ihr Kind leidet unter häufigen, unfreiwilligen, übelriechenden Durchfällen mit nachfolgendem Brennen. Das Kind ist blass, kaltschweißig, erschöpft und hat ein großes Verlangen nach frischer Luft. Außerdem möchte es die Kleidung am Bauch lockern. Ihr Kind mag keine Milch, liebt aber Salziges, Saures, und Süßes. Das Gesicht ihres Kindes ist kalt und feucht. Ihr Kind findet es angenehm, wenn Sie ihm kalte Luft zufächeln.

Ignatia

Die Beschwerden treten vor allem nach Aufregung und Kummer auf. Ihr Kind leidet unter Bauchschmerzen, Aufstoßen, Schluckauf, Übelkeit und Erbrechen. Trotz dieser Beschwerden verträgt es aber schwer verdauliche Speisen, die man ihm bei diesen Beschwerden eigentlich gar nicht anbieten möchte. Leicht Verdauliches, kann aber Beschwerden hervorrufen. Der Appetit ist insgesamt sehr wechselhaft. Oft hat ihr Kind Hunger, kann aber nicht sagen, worauf es Appetit hat. Das Kind ist sehr sensibel und schnell seelisch verletzt. Es seufzt oft auf. Das Kind ist in seinen Gefühlen und in seinem Verhalten sehr widersprüchlich, so dass sie oft nicht wissen, woran sie mit ihrem Kind sind. Auch ihr Kind leidet selbst an dieser Unausgeglichenheit, die dazu führt, dass ihm schnell etwas auf den Magen schlägt.

Ipecacuanha

Ihr Kind leidet unter andauernder Übelkeit mit Speichelfluss. Die Beschwerden treten auf, wenn ihr Kind etwas Unverträgliches oder viele Dinge durcheinandergegessen hat, wie etwa auf einem Kindergeburtstag. Ihr Kind leidet unter schneidenden Schmerzen mit Blähungen. Der Stuhl ist grasgrün und schleimig. Die Zunge ist glatt und nicht belegt. Nach dem Erbrechen ist dem Kind immer noch übel. Die Übelkeit wird verstärkt durch Essensgerüche oder dem Anblick von Essen.

Nux vomica

Die Beschwerden Ihres Kindes werden durch Überessen oder unverträgliche Nahrungsmitteln ausgelöst und setzen zwei bis drei Stunden nach der Nahrungsaufnahme ein. Ihr Kind leidet unter Übelkeit, Er- brechen, Sodbrennen und Verstopfung. Aber nichts bringt ihm Erleichterung. Selbst nach dem Erbrechen ist ihm noch übel und obwohl es Stuhldrang hat, kommt nichts. Ihr Kind ist ungehalten, ärgerlich und reizbar. Es hat Hunger, aber der Appetit fehlt. Wenn es überhaupt etwas isst, dann Pikantes, scharf Gewürztes. Morgens geht es Ihrem Kind am schlechtesten. Es wacht mit einem schlechten Geschmack im Mund auf und muss sich vielleicht schon morgens erbrechen. Sie haben ein sehr empfindsames Kind, dem schnell etwas auf den Magen schlägt.

Pulsatilla

Die Beschwerden werden hervorgerufen durch kalte Getränke, Eiscreme, Sahnetorte, Fettem (Gebackenes oder Fleisch), Viel-Essen oder wenn abends zu spät gegessen wurde. Das Kind ist nörgelig, quengelig, weinerlich und verlangt nach viel Zuwendung. Ihr Kind leidet unter Übelkeit, Erbrechen und vor allem nachts unter wässrigem, grüngelbem Durchfall. Es besteht ein großes Verlangen nach frischer Luft. Durst hat Ihr Kind überhaupt nicht.

Literaturverzeichnis

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  • Haidvogl, Max: Homöopathie in der pädiatrischen Praxis, Stuttgart, Hippokrates Verlag, 2005, ISBN 3-8304-5304-3
  • Lang, Martin und Rauh, Wilhelm: Homöopathische Behandlung von Kindern, Stuttgart, Karl F. Haug Verlag, 2013, ISBN 978-3-8304- 74821
  • Heé, Hansjörg und Foerster, Gisela: Homöopathische Behandlung von Jugendlichen, Stuttgart, Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304- 7274-2
  • Petrucci, Roberto: Kinder, Greifenberg, Hahnemann Institut für ho- möopathische Dokumentation, 2008, ISBN 978-3-929271-31-7
  • Pfeiffer, Herbert und Drescher Michael und Hirte Martin, Homöopa- thie in der Kinder- und Jugendmedizin, 2. Auflage, München, Urban & Fischer, 2007, ISBN 978-3-437-56311-9
  • Coulter, Catherine R.: Die großen Kindermittel in der Homöopathie, Kandern, Narayana-Verlag, 2011, ISBN 978-3-941706-62-0
  • Grandgeorge, Didier: Homöopathische Essenzen in der Kinderheil- kunde, Kandern, Narayana-Verlag, 2012, ISBN 978-3-941706-87-3
  • Vermeulen, Frans: Kindertypen in der Homöopathie, 7. Auflage, Stutt- gart, Sonntag Verlag, 2007, ISBN 978-38304-9185-9

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Inhaltliche Betreuung: Ulrike Schlüter | Quellen


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