Cistus canadensis

in der Homöopathie

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

🖊 Aktualisiert am: 06.04.2020



Was ist Cistus canadensis?

Das homöopathische Mittel Cistus canadensis hat sich bewährt bei der Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen, wie zum Beispiel Schnupfen oder Nasennebenhöhlenentzündungen.

Das Mittel ist häufig dann angezeigt, wenn die Patienten über ein Kältegefühl im Körper berichten. Sie spüren zum Beispiel Kälte im Mund, Hals, Darm oder Magen. Jeder Ärger und jede Aufregung verschlimmern die Beschwerden.

Leitsymptome

  • Kälteempfindungen in einzelnen Körperteilen
  • Frostigkeit mit Verschlimmerung durch kalte Luft oder Kälte
  • Chronischer Schnupfen, chronische Nasennebenhöhlenentzündung
  • Geschwollene Halslymphknoten, bösartige Erkrankungen der Halsdrüsen
  • Vereitertes Zahnfleisch

Informationen zum Mittel

Woran erkennt man Patienten, die Cistus canadensis benötigen?

Cistus canadensis wirkt erschöpft, müde und schlaff. Die Patienten vertragen Kälte nur schlecht und frieren sehr schnell.

Cistus canadensis-Erwachsene fühlen sich bei Zorn wie gelähmt und entwickeln dann körperliche Beschwerden.

Cistus canadensis-Kinder entwickeln nach jeder Aufregung und nachdem sie sich geärgert haben körperliche Beschwerden.

Modalitäten

Modalitäten im Begriffslexikon erklärt

Cistus canadensis ist bei allen typischen Symptomen angezeigt, die sich durch folgende Modalitäten verbessern oder verschlechtern:

Verbesserung:
  • Essen
Verschlechterung:
  • Aufregung
  • Kalte Luft
  • Kälte
  • Winter
  • Geistige Anstrengung

Was sind typische Anwendungsgebiete für Cistus canadensis?

  • Schnupfen
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Parodontitis
  • Halsentzündungen

Anwendungsgebiete im Detail

Drüsen

Geschwollene Halslymphknoten bei chronischen Halsentzündungen mit Kältegefühl im Hals. Verschlimmerung durch Kälte.
Entzündung und Verhärtung der Brustdrüse. Die Brust ist sehr empfindlich gegenüber Kälte und sondert ein übel riechendes Sekret ab.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Drüsen im Detail
Durchfall

Morgendlicher Durchfall nach dem Verzehr von Obst oder Kaffee. Der Stuhl ist dünn, gelb und die Patienten müssen dringend zur Toilette.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Durchfall im Detail
Halsschmerzen

Chronische Halsentzündungen mit brennenden Halsschmerzen und Kältegefühl im Hals. Die Schleimhäute im Hals sind trocken. Schlucken verbessert die Trockenheit. Die Halslymhknoten sind geschwollen.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Halsschmerzen im Detail
Mundbeschwerden

Geschwollenes und eitriges Zahnfleisch, übel riechender Mundgeruch und Kältegefühl im Mund. Schmerzen beim Herausstrecken der Zunge. Schlimmer bei Kälte und beim Einatmen kalter Luft.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Mundbeschwerden im Detail
Nasennebenhöhlenentzündung

Chronische oder immer wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen mit dicken, gelben Sekreten und Kältegefühl in der Nase. Verschlimmerung des Kältegefühls durch Einatmen kalter Luft und durch Kälte im Allgemeinen.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Nasennebenhöhlenentzündung im Detail
Schnupfen

Chronischer oder immer wiederkehrender Schnupfen mit dicken, gelben Absonderungen und Kältegefühl in der Nase und im Rachen. Verschlimmerung durch Kälte und Einatmen kalter Luft.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Schnupfen im Detail

Anwendungsinformationen

Darreichungsformen von Cistus canadensis

Cistus canadensis wird in der Homöopathie als Einzelmittel oder als Bestandteil verschiedener Komplexmittel in Form von Globuli verordnet.

Dosierung von Cistus canadensis

Einnahme und Dosierung

Cistus canadensis wird in der Regel in der Potenz D6 dreimal täglich und in der Potenz D12 zweimal täglich eingenommen. Sobald sich die Beschwerden bessern, wird das Mittel nicht mehr eingenommen.

Wirkung von Cistus canadensis

Cistus canadensis wirkt auf die Atemwege, die Schleimhäute und die Drüsen.

Cistus canadensis in der Schwangerschaft

Cistus canadensis kann während der Schwangerschaft bei chronischen Atemwegsinfekten hilfreich sein. Typisch ist ein Kältegefühl in Nase, Mund oder Hals. Die Frauen sind sehr kälteempfindlich und fühlen sich bei jeder Aufregung und jedem Ärger schlechter.

Cistus canadensis für das Baby

Das homöopathische Mittel ist hilfreich bei Kindern, die im Winter extrem empfindlich auf Kälte und kalte Luft reagieren. Sie frieren stark und entwickeln immer wieder Atemwegsinfekte.

Cistus canadensis für Hund, Pferd und Katze

Cistus canadensis kann bei Tieren angezeigt sein, die unter chronischen Atemwegsinfekten leiden, die sich durch Kälte und Aufregung verschlimmern.

Nebenwirkungen von Cistus canadensis

Bislang gibt es keine Hinweise auf Nebenwirkungen bei der Einnahme von Cistus canadensis. Zu Beginn der Behandlung kann es zu einer kurzzeitigen Verschlimmerung der Beschwerden kommen.

Ähnliche Mittel

Hepar sulfuris

Bei Brustentzündungen sind Cistus canadensis und Hepar sulfuris ähnlich wirkende Mittel. Cistus canadensis ist bei Verhärtungen angezeigt, Hepar sulfuris bei Empfindlichkeit der Brust gegen Berührung und Kälte.

Phytolacca

Phytolacca ist ebenfalls bei Brustentzündungen angezeigt. Es wird gegeben bei Verhärtung der Brust und bei Eiterungen. Phytolacca hat keine Verschlimmerung durch Kälte. Die Beschwerden werden nachts und bei Wärme schlimmer.

Antimonium crudum und Ipecacuanha

Bei Durchfall und Obst sind Cistus canadensis, Antimonium crudum und Ipecacuanha ähnlich im Arzneimittelbild Antimonium crudum und Ipecacuanha werden vor allem gegeben, wenn der Durchfall nach dem Verzehr von saurem Obst auftritt.

Typische Potenzen:
Cistus canadensis wird häufig in den Potenzen D6 und D12 angewendet.
Deutsche Bezeichnung:
Kanadisches Sonnenröschen, Kanadische Zistrose
Stoffart:
Strauch

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin

Unsere Quellenangaben

  • Leitsymptome
  • • Kälteempfindungen in einzelnen Körperteilen
  • • Frostigkeit mit Verschlimmerung durch kalte Luft oder Kälte
  • • Chronischer Schnupfen, chronische Nasennebenhöhlenentzündung
  • • Geschwollene Halslymphknoten, bösartige Erkrankungen der Halsdrüsen
  • • Vereitertes Zahnfleisch
  • Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, Roger Morrison, Kai Kröger Verlag für homöopathische Literatur, Groß Wittensee, 1. Auflage, 1995
  • Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre, William Boericke, Narayana Verlag, Kandern, 3. Ausgabe, 2010
  • Leit- und wahlanzeigende Symptome der Homöopathie, Adolf Voegeli, Haug Verlag, Stuttgart, 5. Auflage, 2002

Letzte Aktualisierung: 06.04.2020