Calendula

in der Homöopathie

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

🖊 Aktualisiert am: 16.06.2020



Was ist Calendula?

Die Wirkung von Calendula ähnelt der von Arnica montana, eignet sich hierbei insbesondere bei schnell reizbaren Patienten. Man nutzt das Heilmittel in der Schmerzbehandlung, insbesondere bei Wunden, Ausschlägen und Geschwüren, hier vorwiegend im Mundbereich und am Stützapparat. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn man Calendula innerlich und äußerlich parallel anwendet. Das Mittel wirkt blutstillend und entzündungshemmend, es hilft vorwiegend bei der Heilung von verschmutzten und vereiterten Wunden.

Leitsymptome

  • Schürfwunden, Risswunden, Operationswunden, offene Wunden
  • Schlecht heilende Wunden
  • Wundheilung mit Narbenbildung
  • Erschöpfung nach starken Schmerzen und Blutverlust

Informationen zum Mittel

Woran erkennt man Patienten, die Calendula benötigen?

Auch wenn ein selbstständiges Arzneimittelbild nicht vorliegt, sind folgende Charakteristika typisch für Calendula-Menschen: Man empfindet eine starke allgemeine Schwäche, ist unruhig, sucht Ruhezonen. Wunden bilden schnell Eiterzonen, fühlen sich taub an. Bei Rachenerkrankungen ist die rechte Seite mehr betroffen als die linke. Husten, Schnupfen und Entzündungen der Nasenschleimhaut sind meist einseitig und von grüngelben Schleimabsonderungen begleitet. Es kann zu einem Gefühl der Eingeschnürtheit im Oberbauch kommen, verbunden mit Sodbrennen und Übelkeit. Bei Frauen typisch ist ein abgesenkter Muttermund. Auch ältere Verletzungen, z.B. Amputationswunden, finden durch Calendula Linderung.

Calendula-Erwachsene sind von Natur aus eher schreckhaft, scheuen laute Geräusche, sind schnell missmutig.

Calendula-Kinder haben ein schwaches Immunsystem. Sie sind häufig erkältet, besonders bei feuchtem Wetter. Die Kinder ermüden sehr schnell, sowohl körperlich wie geistig.

Modalitäten

Modalitäten im Begriffslexikon erklärt

Calendula ist bei allen typischen Symptomen angezeigt, die sich durch folgende Modalitäten verbessern oder verschlechtern:

Verbesserung:
  • Wärme
  • Ruhiges Liegen in Stille
  • Leichte Bewegung durch Umhergehen
Verschlechterung:
  • Kaltes, feuchtes oder schwüles Wetter
  • Am Abend
  • Zugluft
  • Körperliche Berührung

Was sind typische Anwendungsgebiete für Calendula?

  • Erkältungen
  • Magenbeschwerden
  • Verletzungen

Anwendungsgebiete im Detail

Halsschmerzen

Schmerzhaft geschwollene Lymphknoten, auch Mandeln; überwiegend rechts. Ziehende, rechtsseitige Halsschmerzen mit vergrößerten Mandeln, evtl. mit Eiterstippchen.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Halsschmerzen im Detail
Husten/ Bronchitis

Grüngelber Auswurf

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Husten/ Bronchitis im Detail
Kopfschmerzen/ Migräne

Reißendes Kopfweh

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Kopfschmerzen/ Migräne im Detail
Schnupfen

Allgemeine Erkältungsneigung, Beschwerden einseitig mit eitrigem, grüngelbem Auswurf

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Schnupfen im Detail
Verdauungsstörungen/ Magenverstimmung

Sodbrennen, Übelkeit, aufgetriebener, beklemmter Oberbauch, gleichzeitig Gänsehaut

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Verdauungsstörungen/ Magenverstimmung im Detail
Verletzungen

Quetschungen, Einrisse, Narben, wildes Fleisch

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Verletzungen im Detail
Warzen

Warzen am Muttermund, gesenkter Muttermund

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Warzen im Detail

Anwendungsinformationen

Darreichungsform von Calendula

Man gibt das Mittel vorzugsweise in Niedrigpotenz D1 bis D4 oral dreimal täglich, bei gleichzeitiger äußerlicher Anwendung, z.B. Salbeneinreibung oder Spülung mit der Urtinktur.

Calendula Dosierung

Einnahme und Dosierung

Äußerlich trägt man Calendula-Salbe mehrmals täglich auf die betreffenden Bereiche auf. Die orale Gabe erfolgt dreimal täglich mit fünf Globuli in Niedrigpotenz. Bei chronischen Leiden kann eine höhere Potenz verwendet werden.

Calendula In der Schwangerschaft

Homöopathie während der Schwangerschaft

Calendula findet eher in der postnatalen Nachsorge Anwendung. Es wird gereicht bei postnatalen, vorwiegend eitrigen Gebärmutterentzündungen. Hie können auch Spülungen vorgenommen werden. Das Mittel hilft bei der Heilung nachgeburtlichen Wunden wie Dammschnitt, Muskeleinrissen und Kaiserschnitt. Es lindert beim Stillen wunde Brustwarzen und schmerzhafte Verhärtungen der Brustdrüsen.

Nebenwirkungen von Calendula

Nebenwirkungen oder Kontraindikationen von Calendula sind nicht bekannt. Das Mittel kann begleitend zu anderen Therapien eingesetzt werden. Bei einer Allergie gegen Korbblütler sollte eine höhere Potenz (ab D30) angewendet oder das Alternativmittel Arnica montana in Erwägung gezogen werden.

Ähnliche Mittel

Arnica

Bei Verletzungen sind Calendula und Arnica ähnlich. Arnica ist das Erstmittel bei jeglichen Verletzungen.

Fachwissen für Homöopathen

Typische Potenzen:
D1 bis D4
Deutsche Bezeichnung:
Ringelblume
Stoffart:
Heilpflanze

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin

Unsere Quellenangaben

  • Leitsymptome homöopathischer Arzneimittel, Henry C. Allen, Urban & Fischer Verlag, 5. Auflage, 2017
  • Homöopathie für Ärzte und Apotheker, Dr. med. Wiesenauer, Deutscher-Apotheker-Verlag, Band 3, 2019
  • Das kleine Buch der Arzneimittel-Beziehungen, I. Seider, Barthel & Barthel Verlag, 11. Auflage 2007

Letzte Aktualisierung: 16.06.2020