Homöopathische Unterstützung bei

Schwangerschaft/Geburt

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Aktualisiert am: 16.04.2019



Homöopathische Mittel sind für Schwangere häufig eine natürliche und sanfte Alternative zu schulmedizinischen Präparaten. Weitestgehend nebenwirkungsfrei, bietet die Homöopathie Hilfe zu vielen klassischen Schwangerschaftsbeschwerden physischer und psychischer Natur, z.B. Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Dehnungsschmerz. Auch viele Alltagsbeschwerden wie Kopfschmerzen, Erkältungen, Allergiebeschwerden u.a., lassen sich in dieser sensiblen Zeit wirksam mit homöopathischer Arznei behandeln. Daneben zeigt die Homöopathie ein breites Anwendungsspektrum bei Fruchtbarkeitsproblemen, unter der Geburt und in der postnatalen Nachsorge.

Welche homöopathischen Mittel helfen?

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Schwangerschaft/Geburt, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Caulophyllum
Drohender Abort, Unterstützung der Wehentätigkeit, Erweichung des Muttermundes, Beschleunigung der Nachgeburt, Unterstützung der Heilung von Dammschnitten, Optimierung des Wochenflusses. Auch bei Schwierigkeiten in der Stillphase.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Magnesium phosphoricum
Stärkt die Wehentätigkeit, geeignet nach einer schwierigen Geburt zum Kräfte-Aufbau.

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Gelsemium
Verkürzt die Geburt nach Fruchtwasserabgang.

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Ferrum phosphoricum
Zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems, bei fieberhaften Erkältungen, Schwindel. Zur Stärkung der pränatalen Mutter-Kind-Bindung.

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Bryonia
Bei schmerzenden Brüsten während der Schwangerschaft und bei Brustentzündungen nach der Geburt bzw. in der Stillzeit. Auch geeignet bei Fieber im Wochenbett.

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Calcium carbonicum
Das Mittel hilft bei Heißhunger-Anfällen auf Deftiges und Abneigung gegen fettige Speisen. Auch bei Rückenschmerzen, die im Laufe der Schwangerschaft gehäuft auftreten können.

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Cantharis
Bei Blasenentzündungen, die mit schmerzhaftem Harntröpfeln einhergehen.

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Ipecacuanha
Körperliche Beschwerden bei der Nachgeburt, die sich in starken Blutungen und ausgeprägtem Schwächegefühl äußern.

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China officinalis
Nach starkem Blutverlust unter der Geburt.

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Argentum nitricum
Kopfschmerzen, begleitet von Unruhe, Durchfall, Ohrensausen.

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Petroleum
Wiederkehrendes Erbrechen in der Frühschwangerschaft.

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Cocculus
Kopfschmerz, der durch Schlafmangel auftritt.

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Ignatia
Starke Stimmungsschwankungen mit Tränenausbruch. Obst und Geruch nach Zigaretten führt zu großer Übelkeit.

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Staphisagria
Sodbrennen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, geeignet für Wöchnerinnen nach Dammschnitt und starken Nachwehen.

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Arnica
Anhaltende Beckenbodenschmerzen, sowohl während der Schwangerschaft bei Mutterbanddehnung als auch in der Rückbildungsphase.

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Coffea
Chronische Schlaflosigkeit bei grübelnden Gedanken. Auch bei Kopfschmerz, der sich an frischer Luft verstärkt. Geeignet bei plötzlich auftretendem Zahnschmerz.

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Cimicifuga
In der Spätschwangerschaft zur Geburtserleichterung. Das Mittel mindert Schmerzen am Kreuzbein.

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Zincum metallicum
Bewegungsdrang in der Nacht, Kopfschmerz, der von der Nasenwurzel ausgeht, tiefsitzende Rückenbeschwerden.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Acidum aceticum
Schwangerschaftsübelkeit mit Sodbrennen und häufigem Erbrechen. Die Frauen haben großen Durst.

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Acidum lacticum
Übelkeit frühmorgens oder auch den ganzen Tag über. Die Übelkeit wird begleitet von übermäßigem Speichelfluss, Sodbrennen, Würgen und Erbrechen. Nach dem Essen geht es den Schwangeren kurz besser. Rauchen oder der Geruch von Tabak verschlimmern die Übelkeit.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Aletris farinosa
Schwangerschaftserbrechen in Verbindung mit großer Schwäche. Die Frauen leiden unter großer Übelkeit und Ekelgefühle beim Essen. Bereits kleine Mengen aufgenommener Nahrung verursachen Magenschmerzen. Zusätzlich leiden die Frauen während der Schwangerschaft unter Muskelschmerzen.

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Carbo animalis
Nächtliche Schwangerschaftsübelkeit mit großer Kälteempfindlichkeit und Erschöpfung.

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Cedron
Fehlgeburt immer im selben Schwangerschaftsmonat.

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Apomorphinum hydrochloricum
Unstillbares Erbrechen mit Schwitzen, vermehrtem Speichelfluss und geweiteten Pupillen.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Weitere Tipps und Hinweise zur Behandlung

Auch das heranreifende Kind kann von der Gabe homöopathischer Mittel profitieren. Während der Schwangerschaft sollte man sich intensiv mit dem jeweiligen Erscheinungs- bzw. Arzneimittelbild des homöopathischen Mittels beschäftigen. Einige Mittel eignen sich besonders für das erste Schwangerschaftstrimester, um z.B. eine Frühgeburt zu verhindern. Andere wiederum können Wehen auslösen und dürfen darum erst in einem sehr späten Stadium bei entsprechender Indikation verabreicht werden.

Im Zweifelsfall sollten Schwangere daher die Einnahme der homöopathischen Arzneien und die jeweiligen Potenzen mit einem Homöopathen, einem homöopathisch arbeitenden Gynäkologen oder der Hebamme abstimmen.

Dosierung für Schwangere

Für Schwangere eignen sich zur Akutbehandlung in der Regel Niedrigpotenzen, die mehrfach täglich verabreicht werden dürfen. Bei chronischen Beschwerden sind oftmals höhere Potenzen in längerfristigen Intervallen erforderlich, was jedoch idealerweise medizinisch abgeklärt werden sollte.

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.

Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

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Unsere Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 16.04.2019