Homöopathische Unterstützung bei

Zahnschmerzen

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Aktualisiert am: 07.08.2018



Als Zahnschmerzen werden allgemein kontinuierliche Schmerzen im Mundraum, und speziell an und um die Zähne bezeichnet. Meist ist der Ort des Schmerzes auch die Befallszone der Erkrankung. Zähne sind robust und fest. Dennoch besitzen sie empfindliche Nervenstränge.

Homöopathische Mittel werden eingesetzt, um Schmerzen zu lindern. Bei zahnärztlichen Behandlungen werden sie begleitend gegeben, um Komplikationen zu vermeiden,Beschwerden nach der Behandlung vorzubeugen und zu lindern.

Unsere Empfehlung: Finden Sie mehr Informationen zum Thema Zahnung bei Kindern in unserem Ratgeber Homöopathie für Kinder

Welche homöopathischen Mittel helfen?

Nachfolgend beschrieben sind körperliche Symptome. Wählen Sie ein homöopathisches Mittel bei Zahnschmerzen, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Arnica
mit ziehenden oder dumpfen Schmerzen z. B. nach dem Bohren oder Zahnextraktion. Auch bei Verletzungen des Zahnfleischs oder Druckbeschwerden durch Zahnersatz sowie bei geschwollener Wange.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Aconitum
bei plötzlich auftretenden, heftigen, schießenden Zahnschmerzen. Auslöser können Zugluft, kalter Wind, eine beginnende Erkältung oder Ärger sein. Verschlimmerung abends und in der Nacht.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Belladonna
bei plötzlich auftretenden, klopfenden oder pochenden Zahnschmerzen. Die betroffene Wangenseite kann rot und geschwollen sein, auch das Zahnfleisch ist tiefrot. Verbesserung der Schmerzen abends. Verschlechterung durch frische Luft, Kälte und Berührung.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Calcium fluoratum
bei kariösen Zähnen sowie Zahnfleischentzündung bei Kieferschwund.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Chamomilla
unerträglich heftige Schmerzen. Eine Gesichtshälfte ist heiß und rot, die andere blass. Verschlimmerung in der Nacht, durch kalte Luft sowie durch warme Speisen oder Getränke. Patient ist sehr gereizt und unruhig. Sehr geeignet auch für Kinder und Säuglinge während des Zahnens.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Coffea
stechende, schießende Schmerzen, die kommen und gehen. Wangen sind heiß und rot. Verbesserung durch eiskaltes Wasser oder Eiswürfel, Verschlimmerung nachts und durch Wärme.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Hypericum
Schmerzen strahlen in den Ober- oder Unterkiefer aus, obwohl der Zahn entfernt wurde. Verbesserung durch Kühlung, Verschlimmerung durch Wärme.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Mercurius solubilis
bei entzündeten Zahnwurzeln, Geschwüren und Zahnfleischbluten. Starke Speichelbildung und übler Mundgeruch bei schleimig belegter, geschwollener Zunge mit Zahneindrücken.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Plantago major
Starke kariöse Zahnschmerzen mit reichlich Speichelfluss.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Acidum hydrofluoricum
Kariöse Zähne und entzündetes Zahnfleisch mit Schwund. Früher Karies bzw. schwache Zähne bei Babys und Kleinkindern und bei dadurch angegriffenen Zahnwurzeln. Auch bei verspäteter Zahnung. Das Mittel dient der Kräftigung der Zähne und kann bei Karies und Zahnproblemen wie Fistelbildung auch Erwachsenen helfen.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Tuberculinum
Vermehrte Zahnsteinbildung und nächtliches Zähneknirschen. Erhöhte Kariesdisposition mit starkem Mundgeruch. Auffallende Schmerz- und Temperaturempfindlichkeit. Lose bzw. locker sitzende Zähne.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Calcium sulfuricum
Bei Entzündungen des Zahnfleisches und Parodontose, zur Linderung von schmerzhaftem Brennen des Zahnfleisches . Auch zur Kariesbehandlung und -prophylaxe geeignet. Kinder profitieren von dem Mittel bei verspätetem Zahndurchbruch.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Verbascum
Reißende Wurzelschmerzen, wie von Messerstichen verursacht.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Millefolium
Zahnfleischbluten , Parodontitis, auch bei anderen Entzündungen des Zahnfleisches. Kennzeichnend sind hellrote Blutungen, z.B. nach dem Zähneputzen.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Cicuta virosa
Durch permanentes Zähneknisrchen hervorgerufene Zahnprobleme.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Rheum
Bei Säuglingen und Kleinkindern, wenn die Zähne durchbrechen. Es zeigt sich reichlich Speichelfluss. Das Zahnfleisch ist rot und geschwollen. Die Nahrungsaufnahme wird verweigert, es kommt begleitend zu Durchfall. Zusätzlich stark gereizte Stimmung.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Cypripedium pubescens
Für zahnende Kinder, die nachts nicht zur Ruhe finden. Das Gesicht ist dabei gerötet, die Kinder fühlen sich warm an, haben aber kein Fieber.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Hekla lava
Chronische Karies-Erkrankung. Häufig treten parallel Augenentzündungen oder Fisteln an den Augen auf. Geeignet nach zahnärztlichen oder kieferchirurgischen Eingriffen.

Weitere Infos: Mittelbeschreibung / Anwendungshinweise / Modalitäten

Ursachen für Zahnschmerzen

Ursachen für Zahnschmerzen können verschiedene Erkrankungen und Beschädigungen sein, welche durch verschiedene Faktoren wie Wärme, Kälte oder festes Zubeißen ausgelöst oder beeinflusst werden:

  • Zahnwachstum (und das damit verbundene durchstoßen des Zahnfleischs)
  • Karies
  • Zahnfleischentzündungen
  • Entzündungen der Zahnwurzel oder des umgebenen Knochens
  • Zähneknirschen
  • Parodontitis
  • mechanische Beschädigungen/Verletzungen
  • Weisheitszähne

Die Mundhöhle bietet auf Grund des hohen Anteils an Mikroorganismen, Speiseresten, Feuchtigkeit und wenige Antikörper ein hervorragendes Milieu für Schädlinge.

Weitere Tipps und Hinweise zur Behandlung

Zur Vorbeugung bieten sich verschiedene Praktiken an. Die gründliche Zahnpflege lässt sich mit verschiedenen Mitteln gestalten.

  • Gründliches Zähneputzen,
  • das Säubern der Zwischenräume mit Zahnseide,
  • Mundwasser und die
  • Zungensäuberung sind Bestandteile und reduzieren die Schädlinge im Mundraum.

Die meisten stark angegriffenen Zähne müssen jedoch von einem Zahnarzt behandelt werden.

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Hinweis zur Selbstbehandlung

Die homöopathische Therapie gilt als sanft und nebenwirkungsfrei. Viele Patienten sind der Meinung, dass sie mit homöopathischen Mitteln nichts falsch machen können. Das ist jedoch so nicht richtig: bei längerer Einnahme eines ungeeigneten homöopathischen Arzneimittels kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen und notwendige Therapien können durch eine erfolglose Selbstbehandlung verzögert werden.
Trotzdem ist eine Selbstbehandlung möglich.

Beachten Sie unsere Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

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Unsere Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 07.08.2018