Stramonium

in der Homöopathie

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

🖊 Aktualisiert am: 08.07.2020



Abbildung von Stramonium

Was ist Stramonium?

Stramonium wird der angegebenen Symptomatik entsprechend homöopathisch angewendet bei Störungen des vegetativen Nervensystems und bei zwanghaften, psychischen Störungen, die an Schizophrenie grenzen.

Stramonium ist auch angezeigt bei Infektionen der Hirnhaut und anderen chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die mit körperlichen Zuckungen einhergehen (Epilepsie, Chorea).

Leitsymptome

  • Stottern
  • Schielen
  • Redseligkeit
  • Spürt keine Schmerzen
  • Kann nicht alleine und nicht im Dunkeln sein
  • Geweitete Pupillen, Augen stehen hervor
  • Angst vor Wasser und Tieren
  • Beschwerden nach einem Schreck
  • Wut und gewalttätiges Verhalten
  • Nachtschreck (Pavor nocturnus)
  • Kopf ruckt hin und her
  • Verlangen nach Süßem

Informationen zum Mittel

Woran erkennt man Patienten, die Stramonium benötigen?

Die Patienten zeigen sich sehr lebhaft bis hin zur unkontrollierten Geschwätzigkeit. Die Symptomatik erinnert an chronischen Alkohol-Missbrauch. Stramonium-Patienten sind zittrig, haben geweitete Pupillen und können sich nicht klar artikulieren, wiederholen sich oft. Typisch ist eine tiefe Gesichtsröte. Sie zeigen eine Abscheu gegenüber Wasser und können es nicht hinunterschlucken. Nachts knirschen sie mit den Zähnen und wachen häufig mit Angstschreien, lautem Kreischen und Weinkrämpfen auf.

Auch Kinder können davon betroffen sein. Stramonium-Menschen sind übermäßig direkt, ihre Ausdrucksweise kann anzüglich und bisweilen fäkal orientiert sein. Direkte Berührungen empfinden sie als unerträglich, fast schmerzhaft und suchen diese darum zu vermeiden. Insgesamt scheint der Patient unkontrollierbar und durch kleinste Außenreize spontan erregbar.

Modalitäten

Modalitäten im Begriffslexikon erklärt

Stramonium ist bei allen typischen Symptomen angezeigt, die sich durch folgende Modalitäten verbessern oder verschlechtern:

Verbesserung:
  • normales Licht
  • in Gesellschaft
Verschlechterung:
  • extrem grelles Licht
  • alleine sein des Patienten

Was sind typische Anwendungsgebiete für Stramonium?

  • Ängste

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Anwendungsgebiete im Detail

Ängste

Patienten, die unter starken Ängsten und Phobien leiden und schnell in panikartige Zustände verfallen. Sie haben unerklärliche Angst vor dem Alleinsein, vor Gewalt, Tieren oder Dunkelheit. Die Schmerzwahrnehmung ist stark eingeschränkt. Stramonium-Menschen wirken sehr verkrampft im Bewegungsablauf und im sprachlichen Ausdruck (Stottern) und sind starken Stimmungsschwankungen ausgeliefert. Kinder haben häufig nächtliche Alpträume.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Ängste im Detail
Impfschäden

Neurologische Erkrankungen durch eine Impfung. Krämpfe, Muskelzuckungen, Tics, Gestikulieren, Verhaltensstörungen, Hyperaktivität, Stottern, nächtliche Panikattacken, Wut, Gewalt oder lautes Fluchen.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Impfschäden im Detail

Anwendungsinformationen

Darreichungsformen von Stramonium

Bis einschließlich der Verdünnung D3 unterliegt Stramonium der ärztlichen Verschreibungspflicht. Da es sich um die Behandlung eines chronischen Krankheitsbildes handelt, wird in der Regel eine höhere Potenz verordnet.

Stramonium Dosierung

Einnahme und Dosierung

Beginnende Infektionen und Entzündungen, auch Fieber, behandelt man in der Potenz D6 oder D12 mit fünf Globuli oder einer Tablette, welche man fünf- bis siebenmal täglich reicht. In hochakuten Fällen kann Stramonium D6 auch stündlich gegeben werden. Die Dosis wird mit Abklingen der Symptome schrittweise herabgesetzt. Schlafstörungen werden direkt vor dem Schlafengehen mit einer Gabe D12 therapiert. Bei starker Schlaflosigkeit kann diese Dosis auch verdoppelt werden. Bei Stimmungsschwankungen empfiehlt sich die Einnahme von Stramonium in der Potenz D12. Das Mittel sollte hier einen Monat lang vor dem Schlafengehen verabreicht werden.

Stramonium in der Schwangerschaft

Homöopathie während der Schwangerschaft

Stramonium findet in der Schwangerschaft hauptsächlich Anwendung in der Behandlung von depressiven Verstimmungen und unbegründeten Angstzuständen sowie damit einhergehenden psychosomatischen Begleiterscheinungen wie Atemnot, Migräne und Schlafstörungen. Während der Geburt wird es bei Wehenkrämpfen verabreicht. Insbesondere nach komplizierten Entbindungen und bei Wochenbettdepressionen gehört Stramonium zu den am meisten bewährten homöopathischen Mitteln.

Nebenwirkungen von Stramonium

Das homöopathisch aufbereitete Stramonium ist frei von Nebenwirkungen und auch für Kinder und Schwangere geeignet. Wechselwirkungen oder Kontraindikationen sind nicht bekannt.

Fachwissen für Homöopathen

Typische Potenzen:
höher als D3
Deutsche Bezeichnung:
Gemeiner Stechapfel
Stoffart:
Oberirdische Pflanzenanteile

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin

Unsere Quellenangaben

  • Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, Roger Morrison, Kai Kröger Verlag für homöopathische Literatur, Groß Wittensee, 1. Auflage, 1995
  • Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre, William Boericke, Narayana Verlag, Kandern, 3. Ausgabe, 2010
  • Leitsymptome homöopathischer Arzneimittel, Henry C. Allen, Urban & Fischer Verlag, 5. Auflage, 2017
  • Das kleine Buch der Arzneimittel-Beziehungen, I. Seider, Barthel & Barthel Verlag, 11. Auflage 2007

Letzte Aktualisierung: 08.07.2020