Homöopathieberatung in der Apotheke

Immer mehr Menschen mit leichten gesundheitlichen Beschwerden greifen auf homöopathische Arzneimittel zurück. Dies zeigt der Online-Beitrag der Deutschen Apotheker Zeitung. In einer Studie wurden 200 Apotheker und Apothekerinnen durch die Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK Health) zu diesem Thema befragt. Im Ergebnis der repräsentativen Umfrage wird deutlich, dass für 69 Prozent der Befragten, die Homöopathie immer relevanter wird. Für sechs Prozent ist die sanfte und wirksame Heilmethode unbedeutend.

Jede vierte Apotheke mit Schwerpunkt Homöopathie

Bereits fast jede vierte Apotheke (23 Prozent) hat die steigende Nachfrage der ganzheitlichen Heilung erkannt und steht Kunden in diesem Bereich beratend zur Seite. 94 Prozent der befragten Apotheken mit dem Schwerpunkt Homöopathie gaben an, das mehrmals täglich in ihrer Apotheke nach homöopathischen Arzneimitteln gefragt wird. Demzufolge erhöhe sich der Beratungsbedarf zu den Anwendungsmöglichkeiten. Zur typischen Kundengruppe zählen Mütter und junge Frauen. Befürwortet der Apotheker homöopathische Arzneimittel zur Selbstmedikation, dann wird in erster Linie nach Präparaten gegen Erkältungen und Grippeerkrankungen gefragt. Allergien und Insektenstiche landen auf Platz zwei und drei. Verletzungen, Kopfschmerzen, Nervosität, Magen- und Darmbeschwerden, Kinderkrankheiten und allgemeine Schmerzen belegen weitere Plätze.

Apotheker verlassen sich auf Erfahrungswerte

Trotz steigender Tendenz ist und bleibt die therapeutische Wirkung homöopathischer Präparate umstritten. Wissenschaftliche Studien konnten bislang keine handfesten Erkenntnisse liefern. Jedoch belegte die Studie der GfK, dass Kunden an die wirksame Heilmethode glauben. Für 77 Prozent der befragten Apotheker ist die Tatsache nicht entscheidend. Sie stützen sich auf eigene Erfahrungen. Zudem kritisieren 81 Prozent der Befragten die unzureichende Schulung im Bereich "Homöopathie" während des Studiums.

Apotheken mit Homöopathie-Spezialisierung finden

Ungefähr 1.500 Apotheker haben sich in einer Fortbildung auf Homöopathie und Naturheilverfahren spezialisiert. Krankenkassen ziehen nach. Etwa 100 Krankenkassen ermöglichen ihren Mitgliedern die gezielte Versorgung mit homöopathischen Präparaten. Auch wenn in Deutschland mittlerweile knapp 3.000 Apotheken an diesen Verträgen teilnehmen, ist es bislang für Verbraucher schwer, sie auf Anhieb zu erkennen. Bei Interesse gibt es die Möglichkeit, sich auf der Webseite der jeweiligen Apotheke zu informieren oder telefonisch nachzufragen. Zum anderen können Kunden auf unterschiedlichen Seiten im Internet spezialisierte Apotheken in ihrer Nähe finden.

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Inhaltliche Betreuung: Ulrike Schlüter | Quellen


Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

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