Grundlagen & Wissen

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel können als Tropfen, Tabletten oder Globuli (Kügelchen) angewendet werden. Je nach Alter sollte die Gabe der jeweiligen Mittel entsprechend angepasst sein.

Tropfen - keine Anwendung bei Kindern
Darüber hinaus enthalten Tropfen einen hohen Alkoholgehalt und sollten daher bei Kindern und Kleinkindern nicht angewendet werden. Vielmehr eignen sich hier Tabletten oder Globuli.

Tabletten - enthalten Laktose
Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Tabletten Milchzucker enthalten und aus diesem Grunde bei einer bestehenden Laktoseintoleranz nicht angewendet werden dürfen.

Für Diabetiker unbedenklich
Der Zuckergehalt dieser Darreichungsformen ist hingegen bei den Dosierungen so gering, dass sie auch von den meisten Diabetikern unbedenklich angewendet werden können.

Dosierungen je Gabe

In Deutschland hat sich die Einnahme von D-Potenzen in der Selbstbehandlung etabliert. Vorwiegend werden die Potenzen D6 und D12 eines homöopathischen Mittels verwendet. Höhere Potenzen sollten nur unter fachkundiger Anleitung eingenommen werden.

Eine Gabe besteht aus jeweils 3 Globuli eines homöopathischen Mittels.

Je nach homöopathischer Ausrichtung können von Therapeuten andere Potenzen und Einnahmeempfehlungen ausgesprochen werden.

Da ein homöopathisches Mittel schon in der Mundschleimhaut aufgenommen wird, sollte dieses etwa eine Minute im Mund behalten werden. Zudem empfiehlt es sich, Globuli oder Tabletten auf der Zunge zergehen zu lassen.

Meiden Sie die Einname

  • direkt nach dem Essen oder Trinken sowie
  • nach dem Rauchen oder Zähneputzen,

damit die Wirkung des Mittels nicht beeinflusst wird.

Werden mehrere homöopathische Mittel gleichzeitig angewendet, sollte zwischen der Darreichung ein zeitlicher Abstand von 15 bis 30 Minuten liegen.

Häufigkeit der Einnahme

Normalfall

  • dreimal täglich bei Normaldosis

Akut

  • alle zwei Stunden. Diese Darreichung gilt für maximal 24 Stunden

Hochakut

  • alle 5-10 Minuten eine Gabe, jedoch maximal 5 Gaben

Darüber hinaus sollte beobachtet werden, ob sich die Krankheitssymptome ändern. Verbessert sich der gesundheitliche Zustand, sollten die Abstände zwischen den einzelnen Gaben verlängert werden. Das Mittel sollte erst dann wieder zum Einsatz kommen, wenn die ursprünglichen Symptome erneut auftreten.

Hinweis

Bei der Anzahl der empfohlenen Globuli pro Gabe gibt es Unterschiede zwischen industriell gefertigten (z.B. DHU) und per Hand hergestellten Mittel (z.B. Gudjons) zu beachten. In der Regel besteht eine Gabe industriell hergestellter homöopathische Mittel aus bis zu fünf Globuli, während von handverschüttelten homöopathischen Arzneien jeweils nur ein bis zwei Globuli gegeben werden.

Zum Weiterlesen:

Aktuelles aus Homöopathie & Naturheilkunde

12.12.2019

Der Aderlass ist eine Jahrtausende alte Therapiemethode. Seine positive Wirkung bei Bluthochdruck ist wissenschaftlich belegt. Sowohl Heilpraktiker als auch Ärzte wendeten in den vergangenen Jahren immer häufiger einen Aderlass zur Behandlung von Bluthochdruck und anderen Erkrankungen an. Der Aderlass erlebt zurzeit eine Renaissance.

06.12.2019

Kolloidales Silber oder Silberwasser enthält kleinste metallische Silberpartikel. Was sich in homöopathischer Potenzierung und bei Wundverbänden bewährt, wird als natürliches Antibiotikum und Wundermittel zur Einnahme angepriesen. Aber ist Silber nicht ein Schwermetall und damit toxisch?

29.11.2019

Einige Pflanzen wie Eibisch, Spitzwegerich und Malve enthalten Schleimstoffe. Diese legen sich wie ein schützender Film auf die Schleimhäute von Mund und Rachen. Die Schleimhäute können sich beruhigen und abheilen. Heiserkeit, Halsschmerzen oder Husten werden gelindert.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin
Unsere Quellenangaben