Grundlagen & Wissen

Homöopathie für die Schulzeit

Eltern wünschen sich für Schulprobleme eine sanfte Unterstützung Ihrer Kinder ohne Nebenwirkungen. Wenn Schüler zum Beispiel auf Klassenfahrten unter Heimweh leiden oder vor Klassenarbeiten richtig krank vor Aufregung sind, kann die Homöopathie natürlich und ganzheitlich unterstützen. Dieser Ratgeber soll einen Leitfaden darstellen, wie Eltern ihren Kindern bei der Bewältigung von Problemen in Zusammenhang mit der Schule helfen können. Er bietet aber auch überforderten Eltern Hilfestellung für mehr Ruhe und Gelassenheit im Umgang mit den Schulschwierigkeiten ihrer Kinder.

Wie kann die Homöopathie Schulkindern helfen?

Homöopathische Mittel wirken sanft und sind frei von Nebenwirkungen. Sie können Schulkinder bei der Bewältigung von Problemen wie Heimweh, Prüfungsangst, Kummer oder Schlafstörungen unterstützen. Bessern sich die Probleme ihres Kindes unter ihrer Selbstbehandlung nicht, zögern Sie nicht, einen erfahrenen Homöopathen aufzusuchen.

Schwerwiegende Probleme wie zum Beispiel ADS/ADHS, Rechen- oder Schreibschwäche, Überforderung oder Unterforderung eignen sich nicht für eine Selbstbehandlung.

Die 7 wichtigsten homöopathischen Mittel für die Schulzeit

  1. Argentum nitricum
  2. Coffea
  3. Gelsemium
  4. Ignatia
  5. Natrium chloratum
  6. Nux vomica
  7. Phosphorus

Behandelbare Beschwerden

Heimweh auf Klassenfahrten

Heimweh betrifft vor allem Kinder, die auf einer Klassenfahrt sind. Aber auch die Übernachtung bei einem Freund oder in einer fremden Umgebung ohne die wohlige Atmosphäre der Eltern kann Heimweh auslösen. Ein Behandlungsversuch lohnt sich bei leichtem Heimweh. Bei ausgeprägten Beschwerden sollte eine konstitutionelle Behandlung durch einen Therapeuten erfolgen.

Acidum phosphoricum

Das Kind zieht sich zurück, ist völlig erschöpft und liegt nur noch teilnahmslos auf dem Bett. Sie können nicht dazu bewegt werden, sich aufzuraffen und an Unternehmungen der Gruppe teilzunehmen.

Ignatia

Die Kinder sind traurig und vermissen ihre Familie oder ihre Freunde. Sie seufzen und ziehen sich still zurück. Es kann auch ein krampfhaftes und unangemessenes Lachen beobachtet werden. Wenn sie weinen, lassen sie sich gerne durch andere Mitschüler oder die Betreuungspersonen trösten.

Natrium chloratum

Die Kinder sind auffallend still. Sie reden kaum und weinen nur, wenn sie alleine sind. Wenn man sie während des Weinens versucht zu trösten, verschlimmert man ihren Zustand nur noch. Sie reagieren dann sehr unwirsch oder gereizt. Während der Nacht werden sie von Ängsten mit vielen Träumen geplagt. Sie machen sich viele Sorgen um die Menschen, die ihnen sehr nahestehen. Sie befürchten, diese nie wiederzusehen oder ihnen könne etwas geschehen. Die Kinder sind sehr kitzelig und hassen es, von anderen berührt oder in den Arm genommen zu werden.

Pulsatilla

Kinder, die Pulsatilla benötigen, haben eine sehr enge Bindung zu ihrer Bezugsperson. Bereits beim Abschied klammern sie sich an die Eltern und möchten sich nicht von ihnen trennen. Meist sind es sanfte, schüchterne und nachgiebige Kinder, die Pulsatilla bei Heimweh benötigen. Die Kinder weinen viel und suchen die Nähe der Betreuungspersonen. Benötigen andere Kinder ebenfalls die Zuwendung und Aufmerksamkeit der Betreuungspersonen während einer Klassenfahrt, so reagieren sie sehr eifersüchtig. Sie möchten den Trost durch die Betreuungsperson nicht teilen.

Capsicum

Kinder, die bei Heimweh Capsicum benötigen, haben Schwierigkeiten mit der Änderung ihrer täglichen Routine. Die Kinder leiden sehr unter ihrem Heimweh und sind untröstlich. Sie fühlen sich unverstanden und einsam. Capsicum ist angezeigt bei sehr sensiblen und empfindlichen Kindern. Sie unterdrücken die Tränen und den Kummer. Mitunter verweigern sie aus lauter Kummer sogar das Essen.


Schulkopfschmerzen

Bereits Schulkinder leiden häufig unter Kopfschmerzen. Diese werden meist ausgelöst durch geistige Anstrengung, wenn die Kinder zum Beispiel vor Klassenarbeiten sehr viel Stoff lernen müssen oder außerordentlich viele Hausaufgaben erledigen müssen. Die starre Haltung beim Sitzen am Schreibtisch während des Lernens oder in der Schule sorgt dafür, dass die Kopfschmerzen bereits früh am Morgen auftreten und Schulkinder sich für den Rest des Schultages kaum noch konzentrieren können.

Kalium phosphoricum

Die Kinder bekommen Kopfschmerzen durch geistige Überarbeitung, wenn sie viel und lange lernen oder sich konzentrieren müssen. Die Kinder reagieren bei Überforderung sehr schnell gereizt. Während der Schmerzen sind sie extrem empfindlich gegenüber Geräuschen. Sie sind sehr blass und außerordentlich erschöpft.

Natrium chloratum

Natrium chloratum ist angezeigt bei migräneartigen Kopfschmerzen. Die Kinder beschreiben die Schmerzen, als wenn jemand mit dem Hammer auf den Kopf schlagen würde. Häufig gehen die Kopfschmerzen mit Sehstörungen (Flimmern vor den Augen) und Erbrechen einher. Kummer und geistige Überanstrengung sind als Auslöser der Kopfschmerzen wahrscheinlich. Zwischen 10 Uhr morgens und 15 Uhr am Nachmittag sind die Schmerzen am schlimmsten. Sie werden nur durch ruhiges Liegen in einem dunklen Raum gelindert.

Nux vomica

Nux vomica gilt als bewährtes Mittel bei sogenannten Spannungskopfschmerzen. Betroffen sind häufig überaus ehrgeizige Kinder, die ständig unter Spannung stehen, um die Anforderungen in der Schule zu erfüllen. Die Kinder reagieren empfindlich auf Lärm, Gerüche und Berührung. Sie sind sehr ungeduldig und reagieren gereizt, wenn ihnen etwas nicht so gelingt, wie sie es gerne hätten.

Phosphorus

Phosphorus ist angezeigt bei brennenden oder pochenden Kopfschmerzen. Häufig treten begleitend Sehstörungen wie Augenflimmern auf. Die Kopfschmerzen treten öfter auf der linken Seite auf. Die Kinder sind sehr lebhaft und von einer Sekunde auf die andere völlig erschöpft. Dann treten auch die Kopfschmerzen auf. Die Kinder reagieren empfindlich auf Gerüche. Auslöser der Kopfschmerzen ist häufig geistige Überanstrengung beim Lernen oder beim Erledigen der Hausaufgaben. Kalte Umschläge, Ruhe und Schlaf lindern die Kopfschmerzen.


Prüfungsangst / Lampenfieber / Schulangst

Der Leistungsdruck bei Schülern ist heutzutage enorm. Die Schulkinder haben Angst vor schlechten Ergebnissen in Klassenarbeiten oder sonstigen Prüfungen, weil sie um ihre beruflichen Zukunftsaussichten fürchten. Auch die Angst vor dem Spott von Mitschülern oder vor Ärger mit den Eltern sorgt für Schulangst. Homöopathische Mittel können dabei unterstützen, den Schulstress abzubauen.

Argentum nitricum

Schon Tage vor der Prüfung, dem Auftritt oder der Abfahrt zur Klassenfahrt sind die Kinder sehr aufgeregt und unruhig. Sie können vor lauter Angst und Aufregung nicht mehr schlafen. Sie haben Magenschmerzen und bringen keinen Bissen mehr herunter. Zudem kommen sie wegen Durchfall nicht mehr von der Toilette weg. Die Kinder wirken, als wenn sie in großer Eile wären – so groß ist die Unruhe.

Gelsemium

Am Abend vor der Prüfung können die Kinder noch ganz in Ruhe lernen. Am nächsten Morgen gehen sie jedoch mit weichen Knien in die Schule, bekommen kurz vor Beginn der Prüfung feuchte und zittrige Hände. Die Hände zittern so stark, dass die Kinder kaum noch den Stift halten können. Bauchschmerzen und Durchfall treten nicht vor dem Termin auf, sondern erst währenddessen oder danach.

Strophantus

Für Kinder, die bei Prüfungen schon einmal einen Blackout erlebt haben oder panische Angst davor haben, kein Wort herauszubringen. Bei der Klassenarbeit oder dem Auftritt fällt ihnen nichts mehr von dem ein, was sie gelernt haben und vorher zuhause noch wussten.


Schulmüdigkeit

Arsenicum album

Die Kinder haben das Gefühl, sie wüssten schon alles und in der Schule könnten sie nichts Neues mehr lernen. Sie sind sehr ordentlich, mitunter sogar regelrecht pedantisch und halten ihre Schulbücher und Hefte peinlich in Ordnung. In der Schule sind die Kinder für ein paar Stunden sehr aktiv und arbeiten gut mit, doch dann sind sie ganz plötzlich sehr müde und erschöpft. Sie sind überängstlich und reagieren mit Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Atemnot, wenn man versucht, sie zum Lernen oder zu den Hausaufgaben zu drängen.

Calcium carbonicum

Die Kinder geben sehr schnell auf, wenn ihre Bemühungen in der Schule oder von den Eltern nicht anerkannt werden. Besonders schlimm ist es, wenn sie ausgelacht werden. Dann verweigern sie sich total. Die Kinder sind eher träge und langsam, können aber lange und ausdauernd lernen.

Phosphorus

Die Kinder haben ein viel größeres Interesse an anderen, schönen Dingen, als an der Schule. Sie verweigern alles, was dieser Beschäftigung entgegensteht. Wenn sie etwas interessiert, dann sind sie zu Anfang mit Feuer und Flamme dabei. Dabei sind sie lebhaft, interessiert und aufmerksam. Sie sind jedoch mitunter von einer Sekunde zur anderen völlig erschöpft oder verlieren das Interesse. Kinder, die Phosphorus benötigen, lieben die Gesellschaft der Familie oder von Freunden. Allein zu sein, mögen sie gar nicht.

Sulfur

Die Kinder sind sehr wissbegierig und neugierig. Wenn sie etwas in der Schule nicht verstehen, sind sie schnell verunsichert. Bei Druck oder Einmischung der Eltern in die schulischen Belange reagieren sie gekränkt und entwickeln eine „Null-Bock“-Haltung. Auffällig ist eine ausgeprägte Sammel-Leidenschaft bei den Kindern. Da sie viel Bestätigung von anderen benötigen, lieben sie es, im Mittelpunkt zu stehen. Sie versuchen die Zuwendung über Prahlerei zu bekommen, werden zurückgewiesen und bekommen schlechte Laune.


Kummer/Sorgen/Liebeskummer

Die beste Freundin zieht sich zurück, der liebste Spielkamerad zieht in eine andere Stadt, der Teenie schwärmt für einen Popstar, die erste große Liebe ist unerreichbar oder war enttäuschend – es gibt viele Ursachen für Liebeskummer während der Schulzeit. Kummer allgemein kann aber auch durch eine Kränkung, Demütigung oder Unterdrückung durch Lehrer, Freunde oder Schulfreunden hervorgerufen werden. Eine Reihe von Schulkindern macht sich große Sorgen darum, den Anforderungen der Schule nicht gewachsen zu sein. Homöopathische Mittel können dazu beitragen, Kummer und Ängste zu lindern, so dass Schulkinder wieder unbelastet in die Schule gehen können.

Acidum phosphoricum

Auf Kummer und Sorgen reagieren die Kinder mit Rückzug. Geistige und körperliche Erschöpfung sind die Folgen. Gegenüber der Schule, Hobbys, Freunden oder der Familie werden sie immer gleichgültiger. Sie kümmern sich um nichts mehr, möchten nur noch im Bett liegen und dösen.

Ignatia

Die Kinder sind traurig und man sieht ihnen an, wie sie leiden. Am liebsten ziehen sie sich in ihr Zimmer zurück und leiden stumm. Manchmal holen sie tief Luft oder seufzen lautstark. In Situationen, die eigentlich nicht zum Lachen sind, brechen sie in hysterisches Gelächter aus. Die Kinder ertragen nichts Enges am Hals oder dem Bauch, wie zum Beispiel einen Schal oder einen Gürtel. Sie reagieren überempfindlich gegenüber Geräuschen oder hellem Licht und haben eine deutliche Abneigung gegen Bewegung.

Natrium chloratum

Bei Kummer weinen die Kinder recht schnell, ziehen sich dann aber zurück. Versucht man sie zu trösten, reagieren sie aufbrausend und wütend. Die Kinder trauern lange Zeit still vor sich hin und halten das Belastende lange fest. Sie können sich sehr schlecht wieder den schönen Dingen des Lebens widmen. Sie fühlen sich am wohlsten, wenn sie für sich alleine sind. Sie meiden die Gesellschaft der Familie oder von Freunden. Einzig gegenüber Tieren können diese Kinder ihren Kummer zeigen. Sie haben einen besonderen Bezug zu Tieren und sind ihnen eng verbunden. Sie leiden unter einer Vielzahl von Ängsten ohne den geringsten Anlass.

Staphisagria

Die Kinder reagieren mit unterdrückter Wut auf Kummer, Demütigungen oder Kränkung. In manchen Fällen kann ein Zittern des Körpers durch die emotionale Aufregung beobachtet werden. Die Kinder verstummen und ziehen sich zurück.


Schlafprobleme

Die Ursachen für Einschlaf- oder Durchschlafstörungen sind meistens vielfältig. Ängste vor Klassenarbeiten, Überanstrengung beim Lernen oder Probleme mit den Mitschülern können Schüler vom Schlafen abhalten. Beim Einschlafen kreisen die Gedanken um den Lernstoff oder die Probleme und sorgen dafür, dass die Schüler stundenlang wach liegen und nicht einschlafen können oder dass sie mitten in der Nacht wach werden und dann wegen des Gedankenkreisens nicht mehr in den Schlaf finden. Wenn der Schlaf während der Nacht zu kurz oder nicht erholsam war, sind die Kinder morgens unausgeschlafen und sind nur schwer zu wecken. Während des Schultages leiden sie unter großer Müdigkeit und sind nicht leistungsfähig. Leiden die Schulkinder über einen längeren Zeitraum an Schlafstörungen, nimmt die Erschöpfung weiter zu und die Konzentrationsfähigkeit nimmt immer weiter ab, was weitere Schulprobleme zur Folge hat. Homöopathische Mittel können unterstützend gegeben werden, um Schülern das Ein- und Durchschlafen zu erleichtern.

Coffea

Coffea ist hilfreich für Schulkinder, die am Abend noch lange an den Hausaufgaben gesessen oder noch viel für eine Prüfung geübt haben. Das Gelernte bzw. Erarbeitete kreist ihnen noch lange im Kopf herum und hindert sie am Schlafen. Coffea hat sich ebenfalls bei älteren Schulkindern bewährt, die viel Kaffee oder Energy-Drinks trinken, um sich während des Lernens wach zu halten. Sie sind dann vom Lernen und vom Koffein so aufgedreht, dass an Schlaf überhaupt nicht zu denken ist.

Argentum nitricum

Können die Kinder aus Angst vor einer Prüfung oder einem Auftritt am nächsten Tag nicht einschlafen, kann Argentum nitricum hilfreich sein. Auch wenn am nächsten Tag eine Klassenfahrt beginnt und die Kinder vor Aufregung nicht schlafen können, hat sich die Gabe von Argentum nitricum bewährt. Die Kinder sind sehr unruhig und wirken gehetzt.

Ambra

Ambra ist angezeigt bei schlaflosen Kindern, die voller Sorgen sind, wenn sie an den nächsten Tag denken. Sie haben ängstliche Träume und sprechen im Schlaf.

Nux vomica

Nux vomica hat sich bewährt bei Schlafproblemen ehrgeiziger Schüler. Sie träumen von Schulproblemen und wachen in der Nacht gegen 2 oder 3 Uhr auf. Nach dem Aufwachen liegen sie noch lange wach und grübeln. Nux vomica ist angezeigt, wenn ältere Schüler zu Stimulanzien wie Kaffee oder Alkohol greifen, um ihr Lernpensum zu bewältigen.

Ignatia

Wenn Kinder durch familiäre oder schulische Sorgen bzw. Kummer belastet sind, kann Ignatia hilfreich sein. Die Kinder schlafen unruhig. Sie machen Kaubewegungen, knirschen mit den Zähnen, Zucken mit den Armen oder Beinen, Sprechen oder Stöhnen im Schlaf und wachen ganz plötzlich erschreckt auf. Sie haben das Gefühl die ganze Nacht über zu träumen.

Kalium phosphoricum

Kalium phosphoricum ist bei Schulkindern angezeigt, die unter massiven Alpträumen leiden. Sie werden durch die Träume aufgeweckt und können danach nur schwer wieder einschlafen. Die Kinder sind auch tagsüber oft nervös, schreckhaft und ängstlich.

Hilfe für überforderte Eltern

Manche Kinder mit Schulproblemen können ihre Eltern auf eine harte Geduldsprobe stellen. Die Erledigung der Hausaufgaben oder das Lernen für eine Klassenarbeit arten nicht selten in lautstarke Streitereien aus, weil die Kinder unkonzentriert sind, mit dem Leistungsdruck nicht zurechtkommen oder nicht stillsitzen können. Häufig kommen noch übersteigerte Erwartungen der Eltern an die Schulleistungen ihrer Kinder hinzu oder die Angst der Eltern, ihr Kind könne in unserer Leistungsgesellschaft nicht bestehen.

Zunächst muss natürlich den Kindern bei der Bewältigung ihrer Probleme geholfen werden. Aber auch für die Eltern gibt es bewährte Mittel, wenn ihre Nerven überreizt sind und sie kaum noch die nötige Geduld zur Unterstützung ihrer Kinder aufbringen.

Arsenicum album

Die Eltern haben große Angst davor, dass ihr Kind vielleicht den Anforderungen der Schule nicht gewachsen ist und es im Leben nicht zurechtkommen könnte. Um ihren eigenen Ängsten zu begegnen, tun Eltern alles, damit ihr Kind in der Schule gute Noten bekommt. Sie sitzen auch bei älteren Schulkindern noch regelmäßig nach der Schule bei den Kindern und überwachen die Erledigung der Hausaufgaben. Bei den kleinsten Verständnisschwierigkeiten organisieren sie eine Nachhilfe für ihr Kind, suchen Lernpartnerschaften oder arbeiten sich selbst in die Thematik ein, um ihrem Kind die unverstandenen Sachverhalte erklären zu können. Häufig haben die Eltern auch das Gefühl, der Lehrer oder die Schule sei nicht gut genug oder vermittele den Schülern den Lernstoff nicht ausreichend. Ihr ganzes Handeln ist von Zukunftsängsten geprägt.

Lycopodium

Wenn Eltern hohe Erwartungen an ihre Kinder bezüglich der Lernleistungen haben und unerbittlich auf guten Noten bestehen, kann dies zu einer großen Belastung nicht nur für das Schulkind, sondern auch für die gesamte Familie werden. Den Eltern fällt es sehr schwer, konstruktiv mit einer schlechten Note umzugehen. Sie sehen sich die Klassenarbeit sehr genau an und versuchen Fehler in der Benotung oder Gründe für das schlechte Abschneiden zu finden. Wegen einer schlechten Prüfung oder Klassenarbeit können die Eltern sehr ungehalten und mitunter sogar wütend oder aggressiv reagieren.

Nux vomica

Die Eltern bemühen sich zwar sehr, geduldig mit den Schulproblemen ihrer Kinder umzugehen – oft genug gelingt es ihnen jedoch nicht. Sie sind unruhig und ungeduldig bei der Beaufsichtigung der Hausaufgaben oder verlieren die Nerven, wenn ihr Kind mit einer schlechten Note nach Hause kommt. Sie verstehen einfach nicht, wo das Problem des Kindes liegt. Diese Eltern sind sehr leistungsorientiert und stellen hohe Ansprüche nicht nur an die Kinder, sondern auch an sich selbst. Nicht selten sind es Menschen, die häufig zu Stimulanzien wie Kaffee, Zigaretten oder Alkohol greifen, um den selbst gemachten Leistungsdruck aushalten zu können.

Literaturangaben

  • Lauterbach, Christine / Schroeder, Ulrike: Homöopathie für Kinder pocket, Börm-Bruckmeier-Verlag, Grünwald, 4. Auflage, 2011
  • Haidvogl, Max: Homöopathie in der pädiatrischen Praxis, Hippokrates Verlag Stuttgart, 2005
  • Lang, Martin / Rauh, Wilhelm: Homöopathische Behandlung von Kindern, Haug Verlag, Stuttgart 2013
  • Radke, Robert: Homöopathie für Schüler, Dietrich-Berndt-Institut, Göttingen, 2010
  • Enders, Norbert: Praktische Homöopathie in der Kinderheilkunde, Haug Verlag, Stuttgart, 2002
  • Master, Farokh: Klinische Homöopathie in der Kinderheilkunde, Narayana-Verlag, Kandern, 2006
  • Pfeiffer, H. / Drescher, M. / Hirte, M.: Homöopathie in der Kinder- und Jugendmedizin, Urban & Fischer Verlag, München, 2007

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