Salvia officinalis

in der Homöopathie

Hauptanwendungsgebiete:
  • Halsschmerzen
  • übermäßiges Schwitzen
  • Wechseljahresbeschwerden
Typische Potenzen:
Urtinktur, D2 bis D12
Deutsche Bezeichnung:
Echter Salbei, Heilsalbei
Stoffart:
Heilpflanze
Abbildung von Salvia officinalis

Was ist Salvia officinalis?

Der immergrüne Salbei kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist mittlerweile jedoch in ganz Europa beheimatet. Das Halbstrauchgewächs kann eine Wuchshöhe von 80 cm erreichen und duftet aromatisch. Die heilende Wirkung des Salbeis wird seit Jahrhunderten geschätzt, als Gewürz wird die Pflanze seit dem Mittelalter verwendet. Sowohl die Indianer als auch Heilkundige wie Hippokrates, Paracelsus und Hildegard von Bingen schrieben dem Kraut eine reinigende Wirkung zu, die sich auf Körper, Geist und Seele erstreckt. Die Pflanzenblätter wurden frisch als Tee gereicht und getrocknet für Räucherungen verwendet.

Traditionell wurde Salbei zur Behandlung von Frauenkrankheiten, Fieber, Verdauungs- und Zahnbeschwerden eingesetzt. Salvia officinalis enthält Gerb- und Bitterstoffe sowie verschiedene ätherische Öle und Flavonoide. Die frischen Blätter der Pflanze bilden den Ausgangsstoff zur Herstellung der homöopathischen Urtinktur.

Anwendung Salvia officinalis

Im Gegensatz zum breiten Behandlungsspektrum in der klassischen Pflanzenheilkunde wird Salvia officinalis in der Homöopathie hauptsächlich angewendet zur Regulierung der Schweißbildung, d.h. bei übermäßigem Schwitzen. Man gibt das Mittel weiterhin bei Milchüberschuss stillender Mütter bzw. zur Unterstützung beim Abstillen. Die homöopathische Urtinktur kann dennoch für Mund- und Rachenspülungen bei Halsschmerzen oder Entzündungen im Hals- / Rachenraum Anwendung finden.

Erscheinungsbild

Eine nach den Regeln der klassischen Homöopathie durchgeführte Arzneimittelprüfung zu Salvia officinalis liegt derzeit nicht vor. Es können darum keine Einzelheiten zum Erscheinungsbild beschrieben werden.

Darreichungsform von Salvia officinalis

Man verwendet vorzugsweise die Urtinktur oder Globuli / Tabletten in niedriger Potenz.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Halsschmerzen

Gereizter Rachen, Wundgefühl beim Schlucken. Man bereitet aus der Urtinktur eine Gurgellösung.

Halsschmerzen im Detail
Körpergeruch/ Schweiß

Mindert die Schweißbildung und den damit einher gehenden Körpergeruch.

Körpergeruch/ Schweiß im Detail
Schwitzen

Man schwitzt ohne Wärmeeinfluss, der Schweiß kann sowohl wässrig als auch zäh sein.

Schwitzen im Detail
Wechseljahresbeschwerden (Klimakteriumsbeschwerden)

Starkes, plötzlich auftretendes Schwitzen, welches unabhängig von Tageszeiten auftritt. Auch bei unerwartetem Milchfluss.

Wechseljahresbeschwerden (Klimakteriumsbeschwerden) im Detail

Anwendungsinformationen

Salvia officinalis in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sollte Salvia officinalis nicht eigenständig genommen werden. Erst nach der Geburt findet es Anwendung beim Abstillen oder bei Milchüberschuss.

Nebenwirkungen von Salvia officinalis

Aufgrund des Thujon-Gehaltes muss mit der Urtinktur und Niedrigpotenzen eine Überdosierung vermieden werden, da es sonst zu Vergiftungserscheinungen kommen könnte. Langzeittherapien mit Salvia officinalis werden darum idealerweise mit einem Homöopathen abgestimmt. Zu Beginn der Therapie kann es zu einer kurz andauernden Erstverschlimmerung der Symptome kommen, welche jedoch innerhalb von 30 Minuten ausklingen sollten.

Salvia officinalis Dosierung

Abstillende Mütter erhalten dreimal pro Tag fünf Globuli / eine Tablette in der Potenz D6 oder D12. Chronische Schweißausbrüche im Zuge der Wechseljahresbeschwerden werden ggf. höherpotenzig mit einer ein- oder zweimaligen Gabe D30 pro Woche behandelt; im Akutfall reicht man zusätzlich eine Gabe D6 oder D12.

Mund- / Rachenspülungen mit der Urtinktur werden nicht häufiger als fünfmal am Tag durchgeführt.

Verbesserung:

  • Nicht verzeichnet

Verschlechterung:

  • Nicht verzeichnet

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Letzte Aktualisierung: 07.08.2018