Agaricus muscarius
in der Homöopathie

Abbildung des homöopathischen Einzelmittels Agaricus muscarius Abbildung
beispielhaft
Hauptanwendungsgebiete:
  • Frostbeulen
  • Morbus Raynaud
  • Tics
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson
  • Krämpfe
  • Zuckungen
  • Unruhezustände
Anwendungsgebiete im Detail
Typische Potenzen:
Agaricus muscarius wird vorrangig in den Potenzen D6, D12 und C30 angewendet.
Deutsche Bezeichnung: Fliegenpilz
Stoffart: Giftpilz

Was ist Agaricus muscarius?

Der Fliegenpilz wächst in den Wäldern Mitteleuropas in der Nähe von Birken und Fichten. Sein rot-orangefarbiger Hut ist mit weißen erhabenen Schuppen überzogen. Er enthält neben Cholin und Ibotensäure auch die Spurenelemente Vanadium und Selen. Der Fliegenpilz gilt als schwach toxisch. Beim Verzehr treten halluzinogene Zustände, Krämpfe und Lähmungen auf. Für die Herstellung homöopathischer Arzneien verwendet man die frische Frucht.

Anwendung von Agaricus

Man behandelt mit dem Fliegenpilz neurologische Störungen, die sich durch Zuckungen und Krämpfe äußern. Er findet Anwendung bei Patienten mit Beschwerden wie bei Multipler Sklerose, Chorea, Epilepsie und Angina pectoris.

Erscheinungsbild von Agaricus

Der Agaricus-Mensch ist albern, übermütig und geschwätzig, gestikuliert wild. Kinder schneiden gern Grimassen, sind entwicklungsretardiert, unruhig und in ständiger Bewegung. Agaricus erscheint unersättlich und gierig. Er mag kein gebratenes Fleisch, verlangt nach Eiern und Salzhaltigem, hat einen süßlichen Mundgeschmack. Er muss ständig aufstoßen, leidet an dauerhaften lauten Blähungen sowie ständigem Durst. Typisch sind Taubheitsgefühle, Ameisenlaufen und Eisnadelstechen am ganzen Körper. Die Haut fühlt sich erfroren an, schmerzt bei Kälte, bildet Frostbeulen. Sie juckt und brennt, ist um die Nase herum stark gerötet. Beim Kratzen verlagern sich die Beschwerden. Die Extremitäten zucken, teilweise schmerzhaft, wie unter einem Elektroschlag, auch in der Einschlafphase, sind allgemein kraftlos. Die Wirbelsäule reagiert empfindlich auf Druck oder Berührung.

Der Gang ist unsicher, schwankend wie unter Alkoholeinfluss. Alles sieht verschwommen aus, beim Lesen bewegen sich die Buchstaben. Die Augäpfel sind in ständiger, zittriger Bewegung (Nystagmus). Man gähnt häufig, dreht immer wieder den Kopf, lässt alles fallen. Nachts tritt ausgiebiger Schweiß auf. Husten endet mit Niesanfällen. Die Patienten zeigen hypochondrische Züge, haben irrationale Angst, an Krebs zu erkranken, beschäftigen sich intensiv mit dem Tod. Sie klagen über ein Stechen in der linken Körperhälfte.

Darreichungsformen von Agaricus

Man verwendet die Potenzen D3, D4 und D6, bei nicht-oraler Gabe D4 und D6. Agaricus unterliegt nicht der Verschreibungspflicht, sollte jedoch gesondert aufbewahrt werden.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Bewegungsstörungen
Bewegungen sind unsicher, übertrieben, unregelmäßig oder eckig. Patienten greifen zu weit oder daran vorbei, wenn sie einen Gegenstand in die Hand nehmen möchten. Dinge werden fallen gelassen. Taumeln im Stehen oder Probleme beim Treppensteigen, wenn Patienten zu hoch treten.

Zittern und Zuckungen im Gesicht und in den Gliedern. Häufig diagonal auftretend. So sind etwa das rechte Bein und der linke Arm von den Bewegungsstörungen betroffen. Besserung der Zuckungen während des Schlafes.

Schmerzhafte Tics und Zuckungen, bei denen die betroffenen Teile kalt und steif werden.
Krampfhafte Zuckungen nach Ärger. Häufig bei Schulkindern, die ausgeschimpft werden.
Krämpfe nach Geschlechtsverkehr, besonders bei jungen und nervösen Frauen.

Vor dem Einsetzen der Krämpfe und Zuckungen müssen die Patienten herzhaft gähnen.
Entwicklungsrückstand
Kinder liegen hinter ihrer altersgemäßen Entwicklung zurück. Sie sind nervös und unruhig, ständig in Bewegung, fordern viel Aufmerksamkeit.
Erfrierungen/Morbus Raynaud
Einzelne Finger, Zehen, Nasen oder Ohren werden bei längerem Aufenthalt in großer Kälte weiß und gefühllos. Der betroffene Körperteil fühlt sich taub an. Berührungen werden an dieser Stell e nicht gespürt. Wird Wärme zugeführt, fängt die Haut an zu jucken.
Krämpfe
Schmerzlose Spasmen am ganzen Körper, die Glieder zucken wie beim Veitstanz. Man ist ruhelos und verspürt einen übergroßen Bewegungsdrang.
Multiple Sklerose
Sich über den ganzen Körper ausdehnendes Taubheitsgefühl und unwillkürliche Zuckungen der Muskulatur. Der Gang ist unsicher. Tremor in den Händen, Nystagmus. Die Haut fühlt sich kalt bis frostig an, ein Gefühl, als würden sich eisige Nadeln hineinbohren.

Dosierung, Wirkung und Zielgruppen

Anwendungsinformationen

Agaricus muscarius Dosierung

Erfrierungen werden mit der Potenz D6 behandelt. Das Mittel wird zu Beginn der Behandlung alle halbe Stunde gegeben. Sobald sich die Beschwerden bessern, werden die Einnahmeabstände vergrößert. Die Maximaldosis beträgt 6 mal 3 Globuli pro Tag.
Zittern und Krämpfe nach Ärger sprechen gut auf die Potenz D12 an. Diese wird 1 bis 2-mal täglich je nach Bedarf gegeben.
Chronische Erkrankungen werden von Therapeuten mit hohen Potenzen ab der C30 behandelt. Diese werden im Abstand von mehreren Wochen gegeben.

Agaricus muscarius Wirkung

Agaricus muscarius wirkt auf das zentrale Nervensystem.

Agaricus muscarius in der Schwangerschaft

Agaricus muscarius hat sich bewährt in der Behandlung von Schwangerschaftsübelkeit. Besonders gebratenes Fleisch verursacht den Patientinnen Übelkeit. Das Mittel ist hilfreich bei Verstopfung während der Schwangerschaft. Der erste Teil des Stuhls ist sehr hart, während der der nachfolgende dann eher flüssig ist.
Agaricus muscarius ist immer dann angezeigt, wenn die Frauen während der Beschwerden unter Zittern und Schwäche leiden. Auf der Haut finden sich rote Stellen, die jucken und brennen. Diese Stellen verschwinden, sobald die Übelkeit oder der Durchfall vorbei sind.

Agaricus muscarius für das Baby

Das Mittel wird häufig bei Zahnungsbeschwerden verordnet. Die Babys sind gereizt, quengelig und äußerst unruhig. Fieber und Durchfall können begleitend zur Zahnung auftreten. Oftmals fallen tagsüber Zuckungen bei den Babys auf, welche während des Schlafes verschwinden.

Agaricus muscarius für Hund, Pferd und Katze

Das homöopathische Mittel wird Tieren mit krampfartigen Hustenanfällen und andauerndem Niesen gegeben. Die Tiere sind schlapp und zittrig.
Agaricus muscarius ist hilfreich für Tiere, welche unter spastischen Lähmungen leiden. Diese sind typischerweise verbunden mit zittriger Schwäche. Die Tiere schwanken und zeigen einen unsicheren Gang. Die Beschwerden werden vor allem tagsüber beobachtet und durch Kälte deutlich verschlechtert.

Agaricus muscarius Nebenwirkungen

Zu Agaricus muscarius gibt es keine Hinweise auf Nebenwirkungen. Bei zu häufiger Einnahme und am Beginn einer Behandlung kann es zu einer Verschlechterung der Beschwerden kommen. Das Mittel sollte dann nicht weiter eingenommen werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Abends
  • Während des Schlafs
  • Langsame Bewegungen
  • Wärme
Verschlechterung:
  • Morgens
  • Kälte
  • Vor einem Gewitter
  • Sofort nach dem Essen
  • Bei Berührung
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Inhaltliche Betreuung: Ulrike Schlüter | Quellen

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Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

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