Petroselinum

in der Homöopathie

Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Inhaltliche Betreuung
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

🖊 Aktualisiert am: 08.11.2023



Abbildung von Petroselinum

Was ist Petroselinum?

Die Homöopathie nutzt Petroselinum (Petersilie) zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden sowie von Harnwegs- und Nierenerkrankungen. Beispiele hierfür sind Blähungen, Magendrücken, Reizblase sowie Blasen- und Harnröhrenkatarrh.
Desweiteren kommt Petersilie bei Gonorrhöe, Lebererkrankungen und tonartig verfärbtem Stuhl oder Harn zur Anwendung.

Leitsymptome

  • Jucken, Prickeln in der Harnröhre mit heftigem, plötzlichem Harndrang
  • Juckende Hämorrhoiden
  • Milchige Absonderung aus der Harnröhre
  • Unerträglicher Juckreiz in der Harnröhre

Was sind typische Anwendungsgebiete für Petroselinum?

  • Harninkontinenz

Anwendungsgebiete im Detail

Harninkontinenz

heftiger, plötzlich auftretender Harndrang. Häufiger nächtlicher Harndrang. Gut geeignet bei Reizblase oder Blasenschwäche.

Dosierung: 3 mal täglich 3 Globuli in der Potenz D6 (siehe Anwendungshinweise)

Harninkontinenz im Detail

Darreichungsformen von Petroselinum

Petersilie wird fast ausschließlich in der Potenz D1 verabreicht; D6-Präparate können die Wirkung von Diätmitteln unterstützen bzw. steigern.

Die Ausgangssubstanz von Petroselinum

Das homöopathische Mittel Petroselinum wird aus der Petersilie hergestellt. Verwendet wird die frische, ganze Pflanze zu Beginn der Blütezeit.

Die Petersilie ist das wohl bekannteste Würzkraut in deutschen Küchen. Petersilie gibt es mit krausen und mit glatten Blättern. Beide werden in der Küche verwendet.

Den meisten Menschen ist nicht bekannt, dass die Petersilie auch eine alte Heilpflanze ist. Sie wird in alten Heilkräuter-Rezepten bei Verdauungsbeschwerden und bei Nieren- und Blasenproblemen aufgeführt. Petersilie enthält große Mengen an Vitamin C und wird daher oft zur Stärkung des Immunsystems empfohlen.

Wirkung von Petroselinum

Die homöopathische Arznei Petroselinum wirkt hauptsächlich auf die Harnwege.

Petroselinum bei Kindern

Das homöopathische Mittel Petroselinum hat sich zur Behandlung von Blasenentzündungen und Reizblasen bei Kindern bewährt. Anzeichen für die Anwendung von Petroselinum sind ungewollter Harnabgang, heftiger und plötzlicher Harndrang sowie ein Kitzeln oder Jucken in der Harnröhren.

Dosierung von Petroselinum

Petroselinum D6 kann bei akuten Beschwerden in kurzen Abständen von einer halben Stunde bis Stunde eingenommen werden. Es werden jeweils 3 Globuli unter die Zunge oder in die Wangentasche gelegt. Sobald sich die Beschwerden bessern, werden die Einnahmeabstände vergrößert. Das Mittel kann in der Potenz D6 bis zu fünfmal täglich eingenommen werden.

In der Potenz D12 kann Petroselinum ein- bis zweimal täglich eingenommen werden.

Nebenwirkungen von Petroselinum

Bislang sind keine Nebenwirkungen bei der Einnahme von Petroselinum D6 oder D12 bekannt. Zu Beginn der Einnahme kann es zu einer homöopathischen Erstreaktion kommen. Dies zeigt sich an einer leichten Verschlimmerung der Beschwerden. Das Mittel wird dann nicht weiter eingenommen. Eine homöopathische Erstreaktion hält bei akuten Beschwerden in der Regel nur kurz an. Wurde das Mittel richtig gewählt, schließt sich an die Erstreaktion eine Besserung der Beschwerden an.

Weitere Themen zur Anwendung von Petroselinum

Deutsche Bezeichnung:
Petersilie
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Redaktionelle Leitung und Qualitätssicherung: Heilpraktikerin

Unsere Quellenangaben

  • Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre, William Boericke, Narayana Verlag, Kandern, 3. Ausgabe, 2010
  • Leitsymptome homöopathischer Arzneimittel, Henry C. Allen, Urban & Fischer Verlag, 5. Auflage, 2017
  • Leit- und wahlanzeigende Symptome der Homöopathie, Adolf Voegeli, Haug Verlag, Stuttgart, 5. Auflage, 2002

Letzte Aktualisierung: 08.11.2023

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!