Aktuelles aus der Homöopathie

Homöopathie: Zahlen, Daten Fakten 2020

27.06.2020

Deutschland bezeichnete man bis vor ein paar Jahren als „Apotheke der Welt“. Inzwischen hat sich die Produktion von Arzneimitteln aus Kostengründen größtenteils auf den asiatischen Kontinent verlagert. Eine Ausnahme machen Naturheilmittel: Deutschland ist nach wie vor weltweiter Marktführer bei der Herstellung von pflanzlichen sowie anthroposophischen und homöopathischen Arzneimitteln.

Medikamente nach der anthroposophischen und homöopathischen Heilslehre werden in über 100 pharmazeutischen Unternehmen produziert und von über 60.000 Ärzten mit naturheilkundlicher Ausbildung verschrieben.

Homöopathie ist keineswegs eine europäische Spezialität: Vor allem in den USA, in Mittel- und Südamerika, Asien, Indien und Südafrika ist sie verbreitet und hoch angesehen. Die Sparte der anthroposophischen Heilmittel erfreut sich insbesondere in Nord- und Südamerika sowie in Australien und Neuseeland großer Beliebtheit. In Indien beruht das Gesundheitssystem zu einem wesentlichen Teil auf der Anwendung homöopathischer Medikamente, nicht zuletzt, weil sich ein großer Teil der Bevölkerung synthetische Präparate aus der Schulmedizin nicht leisten kann. Dass dieses System auch ohne viel Chemie recht gut funktioniert, zeigen die Banerji-Protokolle.

Die wichtigsten Aussagen:

 


Absatzentwicklung Homöopathie 2014-2018

Der Absatz von Arzneimitteln war im Jahr 2018 insgesamt leicht rückläufig – es wurden 0,86 Prozent weniger Packungen verkauft. Dabei erfreuen sich homöopathische Arzneimittel trotz drohendem Verbot der Kostenübernahme in Nachbarländern und verschärften Diskussionen unverändert großer Beliebtheit. Betrachtet man die Entwicklung ihrer Verkaufszahlen in den vergangenen Jahren, so bleibt diese relativ unverändert auf hohem Niveau. Jedes Jahr gehen in Apotheken über 50 Millionen Packungseinheiten über den Ladentisch.

Dabei wurden 2018 in der Apotheke ungeachtet aller Diskussionen sogar etwas mehr Homöopathika verkauft als im Vorjahr. Mit einem Umsatz von 667 Millionen Euro gab es im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 5,9 Prozent zu verzeichnen. Das entsprach 54,1 Millionen Packungen, 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 85% des Prozent des Umsatzes dienten der Selbstmedikation, und der Versandhandel spielt zunehmend eine Rolle: 19 Prozent wurden nicht in Apotheken gekauft, sondern übers Internet.


Umfrage Einsatzgebiete homöopathischer Mittel

Patienten setzen homöopathische Arzneimittel bei der Selbstmedikation besonders häufig in den bekannten klassischen Bereichen ein: bei Erkältungen, als Schlaf und Beruhigungsmittel und gegen Muskel- und Gelenkschmerzen. Auch bei Bindehautentzündungen und anderen Augenerkrankungen vertrauen die Deutschen gerne einem natürlichen Präparat.


Homöopathie und Anthroposophie kosten die Krankenkassen am wenigsten

Anzahl aller Verordnungen

Gesamtkosten aller Verordnungen

Viel Lärm um nichts: Verglichen mit anderen Verordnungen kosteten homöopathische Arzneimittel die Gesetzlichen Krankenkassen am allerwenigsten. 2018 machten ihr Kostenanteil 1,2 Promille von allen Verordnungen aus. Finanziell entspricht das gerade mal 2,3 Prozent des Umsatzes zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherungen. Dieser Betrag liegt sogar etwas unter dem der Vorjahre.

Dabei muss man zusätzlich bedenken, dass Arzneimittel, egal ob aus Schulmedizin, Naturheilkunde oder Homöopathie, traditionsgemäß ohnehin nur einen Bruchteil aller Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherungen ausmachen – die Gesamtausgaben bezifferten sich 2018 auf 43,824 Millionen Euro, mit einem Medikamente-Anteil von 17 Prozent.


OTX und OTC: Rezeptfreie Arzneimittel weiterhin eine Domäne der Apotheke

 

Umsäze OTC vs OTX

Beim Thema rezeptfreie Arzneimittel begegnet man häufig den Begriffen OTC und OTX. OTC steht für over the counter, frei verkäufliche Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind und die man ohne Rezept erwerben kann. Sie machten 2018 über 80 Prozent der rezeptfreien Medikamente aus.

Ebenfalls rezeptfrei sind OTX-Arzneimittel. Ihre Bezeichnung setzt sich zusammen aus OTC und Rx (für Rezept). Der Arzt verordnet diese mit einem „grünen“ Privatrezept.

Sowohl bei OTC- als auch OTX-Medikamenten beherrschen Apotheken den Markt – freiverkäufliche Arzneimittel, die man auch in Drogerien oder im Versandhandel bekommt, sind deutlich in der Minderzahl.

Für die Selbstmedikation und OTX-Medikamente stehen den Patienten zahlreiche Varianten von Arzneimitteln zur Verfügung: synthetisch hergestellte, pflanzliche Phytopharmaka und homöopathische Präparate.

Apotheken und Versandhandel verkauften in 2018 insgesamt 752 Millionen Packungen im Wert von 7 Milliarden Euro. In Anbetracht der Vielfalt des Selbstmedikationsmarktes ist die Beratung in der Apotheke unschätzbar. Sie gewährleistet, dass jeder Patient das für ihn am besten geeignete Präparat erhält und es nicht zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommt. Nur so ist die Wirkung von OTC- und OTX-Medikamenten tatsächlich gewährleistet.


Deutschen bevorzuge natürliche Heilmethoden

Die Deutschen legen besonderen Wert auf natürliche Heilmethoden. Das zeigt sich an der Entwicklung der Anteile rezeptfreier Phytopharmaka und homöopathischer Medikamente am gesamten OTC- und OTX-Markt. In Apotheken und Versandhandel wurden 2018 etwa 175 Millionen Packungen mit einem Wert von 2 Milliarden Euro abgegeben. Damit stellen sie 31 Prozent des Umsatzes und 23 Prozent aller gekauften Verpackungseinheiten.


Selbstmedikation Homöopathie

Nach Aussagen des Beratungsunternehmens IQVIA gaben die Deutschen 2018 670 Millionen Euro für 54,5 Millionen Packungen homöopathischer Arzneimittel aus. Davon bezahlten sie rund 570 Millionen (85 Prozent) aus dem eigenen Geldbeutel, etwa 100 Millionen (15 Prozent) entfielen auf von Ärzten ausgestellte Rezepte. Von den gesetzlichen Krankenkassen werden diese zumindest teilweise erstattet.

Demnach zeigen die Deutschen eine hohe Bereitschaft, sich eigenverantwortlich um ihre Gesundheit zu kümmern und unabhängig von der Krankenversicherung Geld in homöopathische Präparate zu investieren.


Deutsche sprechen sich 2018 für mehr Miteinander von Schul- und Naturmedizin aus

Laut einer repräsentativen FORSA-Umfrage im Auftrag des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) wünschen sich 51 Prozent der Deutschen mehr integrative Medizin. Integrativ bedeutet, dass sich die Schulmedizin ergänzenden – nicht alternativen! - Verfahren aus Homöopathie, Naturheilkunde und anthroposophischer Heilslehre öffnen sollte. Der Grundgedanke dahinter: Mit vereinten Kräften lassen sich bessere Wege zur Behandlung von Patienten finden.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS. Im Auftrag der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) hat sie in März und April 2018 1050 Deutsche im Alter zwischen 16 und 64 Jahren in einer repräsentativen Umfrage befragt. Dabei befürworteten 75 Prozent der Befragten die integrative Medizin mit ergänzenden Therapien aus Naturmedizin und Homöopathie.


Über die Hälfte der Deutschen verwendet Homöopathie

Alljährlich zeigen repräsentative FORSA-Umfragen des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), dass immer mehr Deutsche homöopathische Arzneimittel verwenden. Lag die Quote 2010 noch bei 45 Prozent, ist sie 2018 auf 53 % gestiegen und liegt seit 2019 bei 55 Prozent. Damit bestätigt sich ein langjähriger Trend hin zur Naturmedizin und sanften Heilmethoden.


Verwendung

Welche homöopathischen Arzneimittel die Deutschen für sich und ihnen nahestehende Personen eingesetzt haben, hat sich die repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS im Auftrag der DHU noch etwas genauer angeschaut.

Laut dieser Umfrage haben 56 Prozent der Deutschen homöopathische Arzneimittel mindestens einmal verwendet. Am beliebtesten waren dabei die Behandlung von Erkältungen und grippalen Infekten (51 Prozent), gefolgt von Schlafproblemen (33 Prozent) sowie Schmerzen und Gelenkbeschwerden (29 Prozent).


77 Prozenz der Franzosen nutzen Homöopathie

Ungeachtet kontroverser Debatten in den Medien erfreut sich die Homöopathie in Frankreich noch größerer Beliebtheit als in Deutschland. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes IPSOS von 2018 haben bereits 77 Prozent der Franzosen homöopathische Arzneimittel verwendet – deutlich mehr als die 56 Prozent der Deutschen gemäß der Kantar TNS-Studie des gleichen Jahres.

Interessant ist dabei die Tatsache, dass in Frankreich die positiven Erfahrungen mit Homöopathie viel stärker an die Kinder weitergegeben werden. 71 Prozent der Franzose sieht in ihrer Anwendung keinen Widerspruch zur Schulmedizin. Ganz im Gegenteil – 83 Prozent sprechen sich sogar ausdrücklich für mehr Miteinander aus. In Deutschland waren es laut Kantar TNS nur 75 Prozent.

Ebenfalls beispielhaft: Während in Deutschland Homöopathie eine freiwillige Satzungsleistung einiger Krankenkassen ist oder auf sogenannten Selektivverträgen beruht, erstatten die gesetzlichen Krankenversicherungen in Frankreich grundsätzlich 30 Prozent der Behandlungskosten. Offenbar hat man damit gute Erfahrungen gemacht: Laut IPSOS-Umfrage möchten 74 Prozent der Franzosen, dass das auch so bleibt.


Deutsche wollen bei medizinischen Themen mehr Mitspracherecht

Ein weiteres Ergebnis der repräsentativen Kantar TNS-Umfrage im Auftrag der DHU: 80 Prozent der Befragten möchten bei der Wahl von Therapie und Medikamenten mitreden. Über 60 Prozent ist es wichtig, in der Apotheke frei zwischen Arzneimitteln aus Schulmedizin, Homöopathie oder Naturheilkunde wählen zu können


Deutsche wollen freie Arzneimittelwahl für ihren Arzt

Laut der gleichen Umfrage ist es über 60 Prozent der Deutschen wichtig oder sehr wichtig, dass ihr Hausarzt bei ihrer Behandlung nicht allein schulmedizinische, sondern auch ergänzende Medikamente aus Naturmedizin oder Homöopathie einsetzen darf.


Die Deutschen sind mehrheitlich gegen Einschränkungen und Homöopathie-Verbote

Und noch ein Ergebnis der Kantar TNS-Umfrage: Die Mehrheit der Deutschen ist eindeutig pro Homöopathie. 72 Prozent der Befragten lehnen das vieldiskutierte Verbot von Medikamenten aus Homöopathie und Naturmedizin ab, und 60 Prozent möchten nicht, dass die Gesetzgebung den Krankenkassen die Erstattung homöopathischer Leistungen untersagt.


Die Deutschen begrüßen das Schweizer Modell

Beispielhaft für den Umgang mit der Homöopathie ist die Schweiz. Nach einer positiv verlaufenen Volksabstimmung werden Heilmethoden der besonderen Therapierichtungen, welche die sogenannten WZW-Kriterien (wissenschaftliche Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit) erfüllen, von der obligatorischen Grundsicherung vollständig übernommen. Dazu zählen insbesondere Homöopathie und Naturheilverfahren.

Deutschland sieht das als Vorbild. Nach einer repräsentativen FORSA-Umfrage im Auftrag des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) vom April 2019 mit 2006 Befragten sprachen sich 79 Prozent für die Übernahme des Schweizer Modells aus.

Frankreich geht hier mit gutem Beispiel voran: Das französische Gesundheitsministerium hat angekündigt, die Homöopathie 2019 ebenfalls auf ebendiese Kriterien hin zu überprüfen.


PRO evidenzbasierte Medizin

In Deutschland bewerten Ärzte die Ergebnisse klinischer Studien höher als praktische Erfahrung und die Wünsche ihrer Patienten. Die sehen das etwas anders und fordern eine umfassendere Bewertung medizinischer Verfahren. Die drei Säulen der evidenzbasierten Medizin – Forschungsdaten, aber auch praktische Erfahrungen von Ärzten wie auch der Patientenwunsch – erachten 90 Prozent der Befragten in der repräsentativen FORSA-Umfrage des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) als wichtig oder sehr wichtig.


Homöopathie: In den Top5 Zusatzleistungen

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat beim Vergleichsportal gesetzlichekrankenkasse.de herausgefiltert, welche Zusatzleistungen von den Versicherten am häufigsten nachgefragt werden. Die Auswertung umfasste den Zeitraum von Oktober 2017 bis Juli 2018.

Nach professioneller Zahnreinigung, Zahnvorsorge, Osteopathie und keinen Mehrkosten bei freier Krankenhauswahl lag die Homöopathie mit 27,33 Prozent der Anfragen auf Platz 5 der Suchanfragen.


Covid-19: Deutsche befürworten Einsatz von Homöopathika

Der Deutsche Zentralverband homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hat FORSA mit einer Meinungsumfrage zur Einstellung der Deutschen betreffs Corona und Homöopathie beauftragt. Über 1000 Personen über 18 Jahren wurden im April 2020 befragt und befürworteten alternative Heilmethoden zur Behandlung von COVID-19 mehrheitlich (26 Prozent auf jeden Fall, 34 Prozent eher).

Wenn es um den Einsatz von Steuergeldern geht, reagierten die Befragten etwas vorsichtiger: Insgesamt 42 Prozent fänden es begrüßenswert, wenn staatliche Gelder in die Erforschung homöopathischer Methoden zur Vorbeugung und Heilung von Infektionen mit SARS-CoV-2 investiert würden.

Unseren ausführlichen Beitrag zu dieser FORSA-Umfrage finden Sie unter FORSA-Umfrage zu Coronavirus und Homöopathie.


Politik soll sich mehr für Homöopathie und weitere Heilmethoden einsetzen, nicht nur für die Schulmedizin

Die Politik soll mehr für die Homöopathie tun, nicht erst seit Corona: Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie gibt auf seiner Internetseite das Ergebnis einer FORSA-Umfrage von 2017 wieder. Demzufolge fänden es 72 Prozent der erwachsenen Bundesbürger wichtig bis sehr wichtig, dass die Politik nicht nur schulmedizinische, sondern auch komplementäre Heilmethoden wie die Homöopathie fördert.


Merkmale einer guten Behandlung

Schulmedizinische Studien interessieren sich in der Regel nur für das Ergebnis einer Behandlung. Dabei vergisst man leicht, dass der tatsächliche Behandlungserfolg auch sehr viel mit anderen Formen des Nutzens für einen Patienten zu tun hat. Dazu zählen Faktoren wie die Zufriedenheit mit einer Therapie oder die Bewertung einer wiedergewonnenen Autonomie. Solche Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden und den Genesungsprozess und sollten daher nicht unterschätzt werden.

Die Carstens-Stiftung hat das zum Anlass genommen, Wissenschaftler der Berliner Charité mit einer sogenannten Conjoint-Analyse zur patientenzentrierten Versorgung zu betrauen. Dazu mussten sich Patienten beim Schulmediziner, Homöopathen oder Akupunkteur Gedanken über fünf wichtige Merkmale der Behandlung machen. Diese Faktoren waren

  • aktives Zuhören des Therapeuten,
  • die Zeit, die er sich für den Patienten nimmt,
  • eine ganzheitliche Behandlung, die nicht nur körperliche, sondern auch geistige, emotionale und soziale Faktoren berücksichtigt,
  • ausreichende und verständliche Informationen betreffs der Diagnose und Behandlung in Verbindung mit Empfehlungen zum Lebensstil sowie
  • das Gefühl des Patienten, am Heilungsprozess mitzuwirken.

Die Befragten konnten sich für eine von drei Antwortmöglichkeiten mit unterschiedlicher Intensität dieser Behandlungsmerkmale entscheiden – in Verbindung mit unterschiedlichen Zusatzkosten von 0, 30 oder 60 Euro. Letztendlich flossen 263 Fragebogen in die Auswertung ein.

Egal ob die Befragten mit Schulmedizin, Homöopathie oder Akupunktur behandelt wurden: Allen waren das Zuhören ihres Arztes und die Zeit, die er sich nimmt, am wichtigsten. Bei Homöopathen und Akupunkteuren sind die Patienten private Zuzahlungen gewohnt und waren auch bei dieser Befragung eher bereit, mehr Geld zu zahlen. Bei schulmedizinisch behandelten Patienten war diese Bereitschaft deutlich weniger ausgeprägt.


steigende Anzahl Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie

[Anmerkung: in den letzten paar Jahren ist die Gesamtzahl allerdings sogar wieder etwas rückläufig.]

Robert-Koch-Institut (RKI) und Statistisches Bundesamt (DESTATIS) sind für die Gesundheitsberichtserstattung des Bundes verantwortlich. Dazu zählt die statistische Auswertung einer Vielzahl von Merkmalen unseres Gesundheitssystems, so etwa die Zahl der bei den Ärztekammern registrierten Ärzten mit Zusatz-Weiterbildungen wie Homöopathie und Naturheilverfahren.

Schaut man sich die Entwicklung der Zahlenwerte an, so stellt man eine deutliche Zunahme von Medizinern mit homöopathischer und naturheilkundlicher Zusatzbezeichnung fest. Waren im Jahr 2000 noch 4491 Ärzte mit Homöopathie und 10746 mit Naturheilkunde registriert, lag der Wert 2018 bereits bei 6875 beziehungsweise 16111.

In dieser Zeit haben Frauen gewaltig aufgeholt: Lag der Anteil homöopathisch tätiger Ärztinnen im Jahr 2000 noch bei 53 Prozent, nahm er bis 2018 auf 63 Prozent zu. Ähnlich sieht es mit der Naturheilkunde aus: Hier steigerte sich der Frauenanteil von 44 Prozent auf 50,4 Prozent.

 

Quellen

Autor
Dr. rer. medic. Harald Stephan - Biologe und promovierter Medizinwissenschaftler

Illustrationen
https://www.hastebo.de/illustrationen/

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