Aktuelles

Fieber als Heilmittel?

03.12.2019

Schon lange ist die Bedeutung des Fiebers für den Menschen bekannt. Doch immer häufiger wird Fieber mit Medikamenten gesenkt, um schnell wieder fit und leistungsfähig zu sein.

Fieber als Heilmittel

Warum ist Fieber für die Gesundheit wichtig?

Fieber zeigt an, dass das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet. Das ist ein sehr gutes Zeichen, zeigt es doch, dass der Organismus der auslösenden Erkrankung etwas entgegensetzen kann. Dies kann man besonders gut bei Kindern sehen, die oft noch bei jedem Infekt mit Fieber reagieren.

Viel zu oft jedoch wird Fieber unnützerweise ausgeschaltet, indem zu voreilig fiebersenkende Medikamente, Antibiotika oder Cortison verordnet werden.

Erwachsene fiebern in der Regel nicht mehr so häufig wie Kinder. Das Immunsystem hat in vielen Fällen verlernt, aus eigener Kraft gegen Krankheitserreger vorzugehen.

Bei einigen Erkrankungen kann es sogar sinnvoll sein, Fieber künstlich zu erzeugen. Für die Prognose chronischer Krankheiten kann das Wiedererlernen einer Fieberentwicklung günstig sein.

Um aus einer Erkrankung gestärkt hervorzugehen, ist es wichtig, Fieber entwickeln zu können und die Krankheit auf natürlichem Wege zu durchleben. Jeder Infekt mit Fieber trainiert die Abwehrkräfte. Der Körper kann der nächsten Krankheit mehr entgegensetzen und die Krankheitserreger selbst bekämpfen.

Ab wann sollte Fieber gesenkt werden?

Es gibt keinen bestimmten Wert, ab dem das Fieber unbedingt gesenkt werden muss. Solange es auszuhalten ist, sollte es toleriert werden. Während des Fiebers sollte unbedingt viel getrunken werden. Ab wann man das Fieber senken sollte, ist individuell verschieden und richtet sich nach dem persönlichen Empfinden.

Die Angst vor hohem Fieber und dem Auftreten von Fieberkrämpfen ist weit verbreitet. Fieberkrämpfe treten nicht nur bei hohem Fieber, sondern auch schon bei mäßiger Temperatur auf. Und auch einen absoluten Höchstwert, ab dem der Mensch durch das Fieber Schaden nimmt, gibt es nicht. Ab einer bestimmten Temperatur schüttet der Körper selbstständig fiebersenkende Stoffe aus. Solange das Temperaturregulationszentrum im Körper nicht geschädigt ist, steigt das Fieber nicht über 42 Grad Celsius an. Erst wenn das Fieber über diesen Wert ansteigt, besteht die Gefahr eines Kreislaufkollapses.

Fieber ist trotzdem immer ernst zu nehmen, da die auslösende Erkrankung durchaus einen gefährlichen Verlauf nehmen kann.

Bei schweren Verläufen und langanhaltend, hohem Fieber ist eine Behandlung mit fiebersenkenden Wirkstoffen wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS) notwendig.

Wie kann die Homöopathie sanft bei Fieber unterstützen?

Statt das Fieber mit Medikamenten zu senken und damit zu unterdrücken, ist die natürliche Behandlung mit bewährten homöopathischen Mitteln sinnvoll. Die Begleiterscheinungen des Fiebers werden gelindert und das Befinden verbessert.

Lesen Sie hier unsere Auflistung der homöopathischen Mittel, die zur Behandlung von Fieber in Frage kommen.

Verhaltensregeln bei Fieber:

  • Ruhe und Schonung.
  • Viel Trinken
  • Leichte Nahrung (Hühnersuppe, Obst, gedünstetes Gemüse)
  • Nur leicht zudecken und anziehen.
  • Öfters Lüften, um frische Luft hereinzulassen.

Fieber ist grundsätzlich gut. Nur ein gesunder Organismus kann Fieber entwickeln und Krankheitserreger bekämpfen.

Fieber bei Säuglingen

Fieber bei Babys unter einem Jahr muss immer besonders ernst genommen werden. In jedem Fall sollte der Kinderarzt aufgesucht werden. Infektionen, die hinter dem Fieber stecken, können bei Säuglingen schnell einen ernsten Verlauf nehmen. Zusätzlich besteht die Gefahr der Austrocknung, wenn Babys bei Fieber nicht genug trinken.  

Begleitend zur ärztlichen Untersuchung kann Fieber auch bei Säuglingen homöopathische behandelt werden.

Homöopathische Mittel wirken im Akut-Fall sehr schnell. Man kann in den allermeisten Fällen ein homöopathisches Mittel geben und abwarten, ob das Fieber sinkt und erst dann ein fiebersenkendes Medikament geben, wenn das Fieber unverändert hoch bleibt oder weiter steigt. 

Zur homöopathischen Behandlung von Fieber bei Säuglingen lesen Sie auch unseren Ratgeber Homöopathie für Neugeborene und Säuglinge.

 

Autorin: Ulrike Schlüter

Weitere aktuelle Beiträge

06.12.2019

Kolloidales Silber oder Silberwasser enthält kleinste metallische Silberpartikel. Was sich in homöopathischer Potenzierung und bei Wundverbänden bewährt, wird als natürliches Antibiotikum und Wundermittel zur Einnahme angepriesen. Aber ist Silber nicht ein Schwermetall und damit toxisch?

29.11.2019

Einige Pflanzen wie Eibisch, Spitzwegerich und Malve enthalten Schleimstoffe. Diese legen sich wie ein schützender Film auf die Schleimhäute von Mund und Rachen. Die Schleimhäute können sich beruhigen und abheilen. Heiserkeit, Halsschmerzen oder Husten werden gelindert.

27.11.2019

Die Herstellung von Globuli und Tinkturen benötigt kaum Material, verursacht so gut wie keinen Müll und ist darüber hinaus klimaneutral. Wir zeigen in neun Punkten, wie Homöopathie die Umwelt schont.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Inhaltliche Betreuung durch Heilpraktikerin
Unsere Quellenangaben