Aktuelles aus der Homöopathie

Homöopathische Zahnungsmittel für Säuglinge in der Kritik

20.03.2017

Wie auf dem Online-Portal DocCheck zu lesen ist, warnen US-amerikanische Aufsichtsbehörden Eltern vor angeblich harmlosen homöopathischen Zahnungspräparaten. Einige Präparate enthielten pharmakologisch wirksame Bestandteile und riefen gefährliche Nebenwirkungen wie zum Beispiel Krampfanfälle hervor.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Vereinzelt versetzen Hersteller in den USA homöopathische Mittel mit hohen Wirkstoffmengen. Dieses Vorgehen ist von deutschen Herstellern bislang nicht bekannt. Dennoch sollten Eltern auch in Deutschland die homöopathischen Zahnungsmittel nicht unreflektiert einsetzen.

Bei den in Deutschland erhältlichen homöopathischen Zahnungsmitteln handelt es sich meist um homöopathische Komplexmittel. Diese enthalten mehrere verschiedene Wirkstoffe, die sich in der homöopathischen Behandlung von Zahnungsbeschwerden bei Säuglingen bewährt haben. In der Regel enthalten die Zahnungspräparate die Wirkstoffe in D4-Potenzen. Homöopathische Mittel gelten als sanft und nebenwirkungsfrei und werden gerade deshalb besonders bei Säuglingen und Kindern gegeben. Es ist jedoch zu beachten, dass die D4-Potenzen noch wirksame Bestandteile der Ausgangsstoffe enthalten und durchaus Nebenwirkungen hervorrufen können. Die Problematik der möglichen Nebenwirkungen wird häufig noch verschärft, da Eltern sich bei homöopathischen Komplexmitteln oft nicht an die Dosierungsvorschriften halten. Diese werden in Unkenntnis der möglichen Nebenwirkungen und der homöopathischen Behandlung viel zu häufig gegeben.

Fazit

Klassische Homöopathie und Komplexmittelhomöopathie sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Bei der klassischen Homöopathie werden Einzelmittel in mittleren und hohen Potenzen in größeren Abständen verordnet. Bei der Komplexmittel-Homöopathie werden niedrigste Potenzen mit pharmakologisch wirksamen Bestandteilen in geringen Abständen relativ häufig gegeben. Dies ist vielen Anwendern jedoch nicht bewusst. Bei der Selbstbehandlung mit homöopathischen Mitteln sollten gerade Eltern besser die Unterstützung ihres homöopathischen Kinderarztes oder eines homöopathischen arbeitenden Heilpraktikers suchen.

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